
Umfrage zeigt Unzufriedenheit mit der Entwicklung des Landes, technische Probleme an mehreren Wahllokalen
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Bei den US-Zwischenwahlen (Midterms) wird über die Kontrolle des Kongresses abgestimmt. Eine Umfrage des Instituts SSRS im Auftrag mehrerer US-Medien, darunter große Fernsehsender und die Nachrichtenagentur AP, zeigt, dass 70 Prozent der Befragten den Präsidenten stärker kontrolliert sehen wollen. Drei Viertel der Wähler sind wütend oder unzufrieden mit der Entwicklung des Landes.
Einige Wähler sehen die Midterms als Gelegenheit, US-Präsident Donald Trump einen Denkzettel zu verpassen. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Instituts SSRS im Auftrag mehrerer US-Medien, zu denen große Fernsehsender und die Nachrichtenagentur AP gehören.
Drei Viertel zeigten sich angesichts der Entwicklung des Landes demnach "wütend" oder "unzufrieden". 70 Prozent der Befragten wünschen sich zudem, dass der Kongress den Präsidenten stärker kontrolliert.
Für die Erhebung wurden bis zur Wahl 75.000 Menschen befragt. Am Wahltag selbst kamen durch Nachwahlbefragungen etwa 25.000 Menschen hinzu.
Gegnern schickt die Regierung die Justiz auf den Hals, Unis sehen ihre Freiheiten bedroht: In den USA wird kontrovers diskutiert, ob das Land unter Trump noch eine Demokratie ist.
Bei den US-Zwischenwahlen hat es in mehreren Bundesstaaten Probleme gegeben. Landkreise in North Carolina und Pennsylvania verlängerten nach Startschwierigkeiten die Öffnungszeiten der Wahllokale, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.
In der Metropole Chicago fehlten Wahlzettel. Weitere würden bereits gedruckt, sagte Julie Metea, Sprecherin der Wahlbehörde von Chicago. Alle Personen, die sich bei Schließung der Wahllokale bereits in der Warteschlange befänden, dürften noch wählen, versprach sie.
In vier Landkreisen in North Carolina wurden laut dem Sender ABC technische Probleme gemeldet. In einer Mitteilung des Chester County in Pennsylvania war etwa die Rede von Problemen bei der Einrichtung der Wahlmaschinen, was die Öffnung der Wahllokale kurzzeitig verzögert habe. In Westchester County im Bundesstaat New York fielen die Wahlzettelscanner aus, berichtete das Wall Street Journal.
Vor einem Wahllokal in Los Angeles in Boyle Heights hat sich eine Schlange gebildet, berichtet ARD-Korrespondentin Antje Sieb. "Die Menschen stehen geduldig in der prallen Sonne an, um ihre Stimme abzugeben." Registrierte Wähler in Kalifornien bekommen automatisch Briefwahlunterlagen zugeschickt - viele der Menschen haben deshalb schon ihren ausgefüllten Wahlzettel im Umschlag dabei, so Sieb. Sie müssen nicht lange warten.
Viele Wähler wollen lieber nicht mit ihr reden, berichtet Sieb. Doch Antonio Hernandez erzählt, dass er nicht mehr gewählt habe, seit Barack Obama zur Wahl stand. Jetzt hätten seine Schwestern ihn überredet. Andere Menschen berichten der ARD-Korrespondentin, dass für sie auch die hohen Preise eine Motivation waren, zur Wahl zu gehen - und das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE.
Die ersten Wahllokale in den USA sind geschlossen. Das betrifft etwa Teile von Indiana und Kentucky. In anderen Teilen der Bundesstaaten schließen die Wahllokale erst um 1:00 Uhr (MEZ). Auch in sechs weiteren Bundesstaaten, darunter Georgia, South Carolina und Virginia, schließen die Wahllokale zu dieser Uhrzeit. Als letztes schließen die Wahllokale auf den Aleuten - um 7:00 Uhr (MEZ). Dort befindet sich das westlichste Wahllokal Alaskas.
Bei den Midterms in den USA wird laut ARD-Korrespondentin Gudrun Engel mit einer Rekordbeteiligung gerechnet. Sie höre aus mehreren Bundesstaaten von langen Schlangen vor den Wahllokalen. Und über 59 Millionen Menschen hätten bereits im Vorfeld abgestimmt.
Bruce Springsteen, Reese Witherspoon oder Nicki Minaj - mehrere Stars haben zur Stimmabgabe bei den Zwischenwahlen aufgerufen. Rocklegende Bruce Springsteen machte sich für den linken Demokraten Abdul El-Sayed aus Michigan stark. El-Sayed sei ein Kämpfer für die amerikanische Verfassung und ein Kämpfer "gegen die korrupte, gesetzlose und antiamerikanische Führung, die derzeit im Weißen Haus sitzt", erklärte der Musiker.
Sängerin Nicki Minaj, bekennender Fan von US-Präsident Donald Trump, postete auf der Plattform X die Aufforderung, "rot" zu wählen - die Farbe der Republikaner. Schauspielerin Reese Witherspoon rief dazu auf, wählen zu gehen. "Deine Stimme zählt! Was ein Privileg, sie zu nutzen", schrieb sie auf Instagram. Schauspielerin Cynthia Nixon ("Sex and the City") rief Menschen dazu auf, die Demokraten zu wählen.
Die Rahmenbedingungen bei den Midterms seien klar, sagt Rachel Tausendfreund von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik: "Es sieht gut aus für die Demokraten. Trump ist sehr unbeliebt, die Wirtschaft ist nicht besser, alles ist teurer geworden, und auch seine Einwanderungspolitik wird abgelehnt."
Die Frage sei eigentlich nur: "Gewinnen die Demokraten moderat oder gewinnen sie sehr groß?", so die Politikwissenschaftlerin im Interview bei tagesschau24. Aber auch wenn ein etwaiger Sieg der Demokraten in beiden Kammern des Kongresses zwar wichtig für die Begrenzung der Macht von US-Präsident Donald Trump wäre - ein "Allheilmittel" gegen seine Politik könne es nicht sein. Das Parlament sei als Gegengewicht zum Weißen Haus nur begrenzt in der Lage.
Wichtig ist laut Tausendfreund aber auch: Sollten die Republikaner bei den Midterms sehr stark verlieren, schwäche dies Trump gerade auch innerhalb der eigenen Partei. Sollte es für die Republikaner aber besser als erwartet laufen, so würde ihn dies in der Partei stärken.
Aus technischen Gründen endet hier der erste Teil des Midterm-Liveblog. Hier die Entwicklungen zum Nachlesen:
AI outlook — possibilities, not facts
Die Demokraten gewinnen moderat oder sehr groß in beiden Kammern des Kongresses.
Possible · Within days
Ein Sieg der Demokraten in beiden Kammern würde die Macht von US-Präsident Donald Trump begrenzen, sei aber kein Allheilmittel gegen seine Politik.
Possible · Within days

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The US midterms are underway. Polling stations in several battleground states have closed and counting is ongoing. Democrats were able to record their first victories. Donald Trump rails against Fox News. The full article is no longer accessible behind a paywall.
Minister of State for Culture Wolfram Weimer defended Chancellor Friedrich Merz at Maischberger, announced the nomination of a candidate for Federal President next Monday and sees the black-red coalition as functional despite economic stagnation and internal party criticism.

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