
Historische Verluste für die Republikaner und Präsident Donald Trump bei den Midterms 2026
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Nach den US-Zwischenwahlen verloren die Republikaner ihre Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus an die Demokraten.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
Nach der eindeutigen republikanischen Niederlage bei den Midterms hat Präsident Trump den Demokraten zum Sieg gratuliert. Als persönliche Niederlage sah er die Schlappe allerdings nicht an.
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat den klaren Sieg der Demokraten bei den Parlamentswahlen als "deutliche Botschaft" des amerikanischen Volks gewertet. "Sie wollen eine Politik, die Menschen zusammenbringt und nicht auseinandertreibt, und Anführer, die konkrete Lösungen für ihre Probleme anbieten", schrieb Obama auf der Online-Platform X.
Der Demokrat Abdul El-Sayed hat das Rennen um den Senatssitz für Michigan gewonnen. Das ergeben Berechnungen der Nachrichtenagentur AP. El-Sayed wird der erste muslimische Senator der Vereinigten Staaten.
"Politisch ist es klar, die Mehrheiten stehen - trotzdem kann es noch tagelange Auszählungen geben, weil einzelne Sitze offen bleiben, aber darauf kommt es von der Mehrheit her nicht mehr an", sagt ARD-Wahlexperte Jörg Schönenborn. Von Stunde zu Stunde werde der Abstand der Demokraten auf die Republikaner im Repräsentantenhaus größer.
Am Beispiel Texas erläutert er, warum die Republikaner so hohe Verluste einfahren mussten. In dem Staat, der seit Jahren republikanische Senatoren nach Washington entsendet, setzte sich der Demokrat James Talarico durch.
Umfragezahlen zeigten, dass die Hispanics, die bevölkerungsstärkste Gruppe in dem Staat, mehrheitlich für die Demokraten gestimmt hätten, so Schönenborn. Bei dieser Gruppe war Trump vor zwei Jahren bei der Präsidentenwahl noch sehr erfolgreich. 66 Prozent der Hispanics votierten jetzt für Talarico.
Bei den 18- bis 29-Jährigen - 2024 auch Trump-Unterstützer - waren es 79 Prozent, die diesmal für den demokratischen Kandidaten gestimmt haben.
Neben Minnesota hat auch Tennessee erstmals eine Gouverneurin gewählt. Die republikanische US-Senatorin Marsha Blackburn besiegte die Demokratin Jerri Green. Blackburn vertritt den Bundesstaat seit Jahrzehnten im Kongress. Sie gilt als überzeugte Trump-Unterstützerin.
Die Demokraten haben die Mehrheit im Repräsentantenhaus erobert. Neben der Mehrheit der Sitze im Senat gewannen sie auch die Mehrheit in der größeren Kammer des Kongresses, wie Daten der Nachrichtenagentur AP zeigen. Damit wird das Regieren für Präsident Trump schwieriger. Der Republikaner muss künftig mit einem Kongress zusammenarbeiten, in dem die Opposition die Mehrheit hat.
Der erst spät in den Wahlkampf eingestiegene Demokrat Troy Jackson hat sich den Sitz für den US-Senat im Bundesstaat Maine gesichert. Jackson setzte sich gegen die langjährige republikanische Senatorin Susan Collins durch, wie Daten der Nachrichtenagentur AP zeigen. Collins räumte ihre Niederlage ein. Sie war 1996 in den US-Senat gewählt worden und gehörte zu den einflussreichsten Mitgliedern der Republikanischen Partei.
Wie haben die USA gewählt? Eine Zusammenfassung von Washington-Korrespondentin Katharina Fuß:
Es ist eine Sensation, auch wenn viele Umfragen dafürsprachen. Die Demokraten haben es geschafft, im Senatsrennen gleich einige der Staaten für sich zu gewinnen, die eigentlich als tiefrot, also republikanisch gelten. Unter anderem hatten die demokratischen Kandidaten in Kansas und Texas die Nase vorn. Für Kansas saß seit 94 Jahren kein Demokrat mehr im Senat. In Texas hat seit mehr als 30 Jahren kein Demokrat mehr gewonnen.
Besonders bitter für den US-Präsidenten: Unter den Republikanern, die im Senatsrennen verloren haben, waren viele seine persönlichen Wunschkandidaten. Donald Trump äußerte sich unterschiedlich zu den Ergebnissen. Der New York Times sagte er, er werde das Ergebnis der Zwischenwahlen akzeptieren.
Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, er habe ja nicht auf dem Stimmzettel gestanden, hätte er darauf gestanden, hätten die Republikaner einen Erdrutschsieg errungen.
Neben den Kongresswahlen werden in den USA auch 36 Gouverneure neu gewählt. Auch hier konnten die Demokraten den Republikanern einige Posten wegnehmen. In Georgia wurde mit der Demokratin Keisha Lance Bottoms zum ersten Mal in der Geschichte der USA eine schwarze Frau in das Amt gewählt.
In den USA deutet alles auf historische Ergebnisse im ganzen Land hin. Die Wählerinnen und Wähler wählten unter anderem zum ersten Mal eine schwarze (Georgia) und eine indigene Gouverneurin (New Mexico) und den ersten offen schwulen US-Senator (New Hampshire).
US-Präsident Trump hat eingeräumt, dass der Iran-Krieg eine Rolle bei den Verlusten seiner Republikaner bei den Kongresswahlen gespielt hat. Der Krieg habe den republikanischen Kandidaten zu schaffen gemacht, sagte Trump in einem Interview des US-Senders Fox News. Die Wähler hätten sein Vorgehen in dem Konflikt jedoch grundsätzlich unterstützt. "Ich denke, ein Teil davon war Iran, aber gleichzeitig haben die Menschen die Bedeutung dessen verstanden, was ich im Iran getan habe", sagte er.
Trump stellte sich zudem auf eine Konfrontation mit den Demokraten ein, die voraussichtlich die Mehrheiten in beiden Kongresskammern erobert haben. Diese würden ihm Gesetzentwürfe vorlegen, die er für "wahnsinnig" halte und er werde sein Veto dagegen einlegen, so Trump.
Laut Umfragen kreiden viele US-Bürger Trump und seiner Partei die hohen Treibstoff- und Lebenshaltungskosten an. Hintergrund sind der Iran-Krieg und die aggressive Zollpolitik des Präsidenten.
Die Demokratin Keisha Lance Bottoms wird offenbar als erste schwarze Frau in der 250-jährigen US-Geschichte Gouverneurin eines Bundesstaates. Die ehemalige Bürgermeisterin von Atlanta trat in Georgia gegen den Republikaner Rick Jackson an, einen Milliardär und Geschäftsmann. Sie wird außerdem die erste Gouverneurin Georgias mit Migrationshintergrund sein. Alle 83 bisherigen Gouverneure Georgias waren weiße Männer.
ARD-Wahlexperte Jörg Schönenborn analysiert die Stimmenverteilung in US-Senat und Repräsentantenhaus. Die ersten Ergebnisse zeigten, dass der Wahlkampf stark von einzelnen Kandidaten und Persönlichkeiten abhängig gewesen sei, so Schönenborn. Außerdem interessant: 62 Prozent der US-Bürgerinnen und Bürger, die gewählt haben, gaben an, unzufrieden mit Präsident Trump zu sein. Nur noch 37 Prozent haben demnach das Gefühl, Trump tue etwas für Menschen wie sie.
"Donald Trump erlebt sein blaues Wunder: Diese Wahlergebnisse sind mehr als der erwartete Denkzettel. Das ist eine historische Schlappe, die eine Art Götterdämmerung einläutet. Die Methode Trump funktioniert offenbar nicht mehr", erklärt ARD-Korrespondent Torben Börgers aus den USA.
Die demokratische Kongressabgeordnete Ilhan Omar ist erneut ins US-Repräsentantenhaus gewählt worden. Die 44-Jährige setzte sich bei der Wahl im Bundesstaat Minnesota durch, wie Daten der Nachrichtenagentur AP zeigen. Die in Somalia geborene Politikerin gehört zum linken Flügel der Partei und ist eine häufige Kritikerin von Präsident Trump.
Im Oktober hatten Ermittler des Heimatschutzministeriums ihre Wohnung durchsucht. Trump griff sie im Wahlkampf mehrfach verbal an, während seine Anhänger forderten, die Abgeordnete ins Ausland abzuschieben. Omar sprach von Einschüchterungsversuchen. Sie werde sich aber nicht zum Schweigen bringen lassen.
ARD-Korrespondentin Sandra Ratzow berichtet von der Wahlparty der Demokraten in Austin. "Es ist ein historischer Sieg. Seit 1988 hat es hier nicht mehr geklappt, einen Demokraten in den Senat zu schicken", so Ratzow. Für die Republikaner sei die Niederlage in Texas besonders schmerzhaft - der Bundesstaat gilt traditionell als Hochburg der Republikaner.
Die oppositionellen Demokraten haben bei den Zwischenwahlen in den USA die Mehrheit im Senat gewonnen. Nach Daten der Nachrichtenagentur AP eroberten sie unter anderem bisher von den Republikanern gehaltene Senatssitze in Texas, Iowa und South Carolina. Sie erreichten damit mehr als die Hälfte der insgesamt 100 Sitze im Senat.
Im Rennen um den Senat haben den Demokraten die Republikaner laut Daten der Nachrichtenagentur AP zwei weitere wichtige Sitze abgenommen. In Ohio setzte sich der demokratische Kandidat Sherrod Brown gegen den republikanischen Amtsinhaber Jon Husted durch. In Kansas gewannen die Demokraten den bislang von den Republikanern gehaltenen Senatssitz. Der Demokrat Adam Hamilton besiegte den Trump-Kandidaten Roger Marshall.
US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben das Ergebnis der Zwischenwahlen akzeptieren. "Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihnen", sagte Trump in einem Interview der Zeitung New York Times. "Wir werden uns wahrscheinlich einigen", erklärte er weiter.
Der Republikaner wies eine Mitverantwortung für eine sich abzeichnende Niederlage bei den Midterms von sich. "Ich stand nicht auf dem Stimmzettel“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er behauptete auch, wenn er darauf gestanden hätte, hätte es einen erdrutschartigen Sieg gegeben.
Im Wahlkampf hatte Trump die Wähler allerdings immer wieder dazu aufgefordert, sich vorzustellen, er selbst stehe auf dem Stimmzettel. Trotz seiner schwachen Zustimmungswerte hatte er sich davon nach eigenen Angaben einen positiven Effekt auf die Wahlergebnisse gesehnt.
Zum ersten Mal seit fast 40 Jahren konnten die Demokraten wieder einen Senatssitz in Texas gewinnen. Der Demokrat James Talarico setzte sich nach Daten der Nachrichtenagentur AP gegen den Republikaner Ken Paxton durch.
Die Demokratin Annie Andrews hat laut Daten der Nachrichtenagentur AP überraschend den Sitz für South Carolina im Senat gewonnen. Die Kinderärztin setzte sich gegen die von Präsident Donald Trump ausgewählte Kandidatin Darline Graham Nordone durch.
Trumps Partei hatte den Bundesstaat vor zwei Jahren mit fast 18 Prozentpunkten Vorsprung für sich entschieden. Andrews ist die erste Demokratin seit 28 Jahren, die in South Carolina einen Senatssitz erobert.
In Pennsylvania, in Allentown, werden noch Stimmen ausgezählt, aber schon jetzt ist klar: Die Wahlbeteiligung wird historisch hoch sein. "Wir sehen vor allem viele junge Leute, die zur Wahl gehen", sagte Joshua Siegel, Bezirksbürgermeister im Lehigh County, der ARD. "Es geht um ihre Zukunft, sie leiden am meisten unter der Erschwinglichkeitskrise."
Republikaner und Demokraten konnten in der Senatswahl jeweils einige Sitze verteidigen. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP zufolge gewann Shelley Capito demnach in West Virginia, Harriet Hageman setzte sich in Wyoming durch. Kevin Hern holte den Senatssitz in Oklahoma, Andy Barr gewann in Kentucky.
Für die Demokraten sicherten sich John Hickenlooper in Colorado und Ben Lujan in New Mexico ihre Sitze. Damit blieben die Senatssitze jeweils in der Hand der gleichen Partei.
In Georgia gibt es zum ersten Mal eine schwarze Frau als Gouverneurin. Die Demokratin Keisha Lance setzte sich der Nachrichtenagentur AP zufolge für das bisher von den Republikanern gehaltene Gouverneursamt durch. Sie ist damit die erste Demokratin seit 1998, die eine Gouverneurswahl in Georgia für sich entscheiden konnte.
ARD-Korrespondent Torben Börgers berichtet von positiven Zeichen für die Demokraten. Dies zeige sich zum Beispiel am Sieg des demokratischen Senatskandidaten Roy Cooper in North Carolina.
Insgesamt sei die Wahl recht störungsfrei verlaufen, es habe aber vereinzelt Schwierigkeiten gegeben. Im Bundesstaat New York mussten Wahlzettel zur Auszählung in andere Wahllokale gebracht werden, weil es ein Software-Problem gab. In Kansas seien versehentlich nur 100 statt 1.000 Wahlzettel bestellt worden, so dass es dort zeitweise Knappheit gegeben habe. Zunächst war sogar berichtet worden, dass 100.000 benötigt wären. Im Bundesstaat Florida mussten unwetterbedingt 20 Wahllokale verlegt werden.
Im Ringen um die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus zeichnen sich erste positive Signale für die Demokraten ab. Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur AP eroberte der demokratische Kandidat Jamie Ager in einem Wahlkreis in North Carolina einen Sitz, der zuvor republikanisch besetzt war.
Auch im Bundesstaat Florida konnten mehrere Demokraten ihre Sitze verteidigen. Zuvor hatten die Republikaner die Grenzen der Wahlkreise in dem Bundesstaat zu ihren Gunsten neu gezogen. Damit wollten sie mehrere bislang demokratisch gehaltene Sitze erobern, um erwartete Verluste in anderen Teilen des Landes auszugleichen. Dies gelang ihnen nun nicht.
Umfragen vor der Wahl hatten den Demokraten gute Chancen bescheinigt, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erobern. Bislang hatten die Republikaner dort eine hauchdünne Mehrheit: Sie hielten 218 der insgesamt 435 Sitze. Bei den Kongresswahlen werden alle Sitze im Repräsentantenhaus neu vergeben.
Neben dem Senat und dem Repräsentantenhaus werden in den USA auch die Gouverneure von zahlreichen Bundesstaaten neu gewählt. In Florida hat nach Daten der Nachrichtenagentur AP ein Verbündeter von US-Präsident Donald Trump gewonnen. Der Republikaner Byron Donalds setzte sich demnach gegen seinen demokratischen Konkurrenten durch. Er wird damit der erste schwarze Gouverneur in der Geschichte des Bundesstaates.
Die Demokraten hatten vor dem Hintergrund der Unzufriedenheit mit Trumps Politik bei diesen Wahlen auf einen Erfolg gehofft. Florida ist traditionell ein republikanisch geprägter Bundesstaat.
Das Verhältnis zwischen dem US-Fernsehsender Fox News und US-Präsident Donald Trump hat einen weiteren Knick bekommen. Auf seiner Plattform Truth Social warf Trump dem Sender vor, zu viel Zeit für die Berichterstattung über die Demokraten zu aufzuwenden.
Außerdem kritisierte er eine angeblich beleidigende Umfrage. "Jede Frage ist eine Rufmordkampagne, und jede Antwort ist Bullshit", empörte sich der Präsident. In der Umfrage machten 62 Prozent der Befragten Trumps Politik für die gestiegenen Preise in den USA verantwortlich. Weitere 56 Prozent verneinten laut Fox News, dass Trump ein starker Anführer sei.
Im US-Bundesstaat New Hampshire haben sich republikanische Hoffnungen auf die Eroberung eines demokratischen Senatssitzes Hochrechnungen zufolge zerschlagen. Der demokratische Kandidat Chris Pappas setzte sich laut Daten der Nachrichtenagentur AP zufolge gegen den Republikaner John Sununu durch. Die langjährige demokratische Senatorin Jeanne Shaheen war nicht erneut angetreten.
In Florida hingegen konnten die Republikaner ihren Sitz behaupten. Den Daten von AP zufolge verteidigte Ashley Moody demnach den früheren Senatssitz von US-Außenminister Marco Rubio.
Bei den Zwischenwahlen in den USA haben die Demokraten nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP einen Sitz von den Republikanern erobert. Roy Cooper setzte sich in North Carolina gegen den Republikaner Michael Whatley durch. Cooper löst damit den republikanischen Senator Thom Tillis ab, der nach einem Zerwürfnis mit Trump seinen Rückzug angekündigt hatte.
Um die Kontrolle im Senat zu gewinnen, müssen die Demokraten vier zusätzliche Mandate gewinnen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP haben sich weitere Demokraten einen Sitz im
AI outlook — possibilities, not facts
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