
Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller verzeichnet im dritten Quartal ein starkes Gewinnplus. Ein Grund dafür sind Erstattungen, die mit US-Zöllen zusammenhängen.
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Der Oberste Gerichtshof der USA entschied im April 2025, dass ein Teil der von US-Präsident Donald Trump erhobenen Zölle rechtswidrig ist.
Der Lkw-Bauer hat ein gutes Quartal hinter sich. Dafür sorgen allerdings auch Sondereffekte: Es gab reichlich Rückzahlungen in den USA – und das hat mit Donald Trump zu tun.
Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström. „Besonders wichtig ist, dass wir unsere Profitabilität verbessert haben.“ Foto: dpa
Düsseldorf. Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck profitiert von Zollzurückzahlungen aus den USA. In seinem am Freitag veröffentlichten Quartalsbericht spricht der Dax-Konzern von Erstattungsansprüchen „in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrags“.
Diese treiben den Gewinn deutlich. Im dritten Quartal verbucht Daimler vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 1,1 Milliarden Euro 73 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf Neunmonatssicht lag der Gewinn aber zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Daimler Truck produziert für den nordamerikanischen Markt in den USA und Mexiko. Auf Einfuhren aus Mexiko in die USA fällt seit November 2025 ein Zusatzzoll von 25 Prozent an. Im April 2025 hatte der Oberste Gerichtshof der USA entschieden, dass ein erheblicher Teil der von US-Präsident Donald Trump erhobenen Zölle rechtswidrig ist.
Daimler Truck bekommt auf Fahrzeuge, die in Mexiko zusammengebaut werden, aber Komponenten aus den USA erhalten, eine Rückerstattung. Einen entsprechenden Antrag der Schwaben auf Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen hatte das US-Handelsministerium im Sommer genehmigt. Diese werden in einem komplizierten Verfahren herausgerechnet. Zudem gibt es verschiedene Zollarten, die Daimler Truck zahlen musste – und nun erstattet bekommt.

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