
Ein knapp ein Kilometer langes Teilstück der berühmten Einkaufsmeile wird für Autos, Busse und Taxen gesperrt, um das Image zu verbessern und den Handel zu stärken.
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Die Oxford Street ist eine der bekanntesten Einkaufsstraßen Londons und verzeichnete zuletzt einen Rückgang der Attraktivität durch Leerstände. Internationale Städte wie New York und Paris haben bereits erfolgreich ähnliche Fußgängerzonen-Konzepte umgesetzt.
Fortan sind auf einem Teil der bekannten Oxford Street keine Autos, Busse und Taxen mehr erlaubt. London folgt damit dem Beispiel anderer internationaler Metropolen.
Die berühmte Londoner Einkaufsstraße Oxford Street wird teilweise zur Fußgängerzone. Ab Montag sind auf einem knapp einen Kilometer langen Teilstück zwischen der Orchard Street und der Great Portland Street keine Autos, Busse, Taxen und Fahrräder mehr erlaubt. Später soll die Strecke dann verlängert werden.
London folgt damit dem Beispiel anderer bedeutender Städte auf der Welt. Die Erfahrungen sind mehrheitlich positiv. Auch für den Handel kann eine solche Regelung positive Effekte haben.
Die Oxford Street zählt täglich etwa 500.000 Besucherinnen und Besucher, zu Spitzenzeiten wie etwa zu Weihnachten auch mehr. Mit dem neuen Vorhaben möchte die Stadt noch mehr Menschen anlocken und weiteres Wachstum schaffen. Die Kosten belaufen sich umgerechnet auf rund 178 Millionen Euro.
Bislang galt von Montag bis Samstag bereits ein Fahrverbot zwischen 7 und 19 Uhr mit Ausnahmen für Busse und Taxis. Nun wird die erste Teilstrecke komplett für den Verkehr gesperrt. An mehreren Stellen sollen Fahrzeuge die neue Fußgängerzone kreuzen können.
„Das ist ein wahrhaft bedeutsamer Moment für die Hauptstadt“, sagte Londons Bürgermeister Sadiq Khan. Seit Jahrhunderten erfinde sich die Oxford Street laut dem Bürgermeister immer wieder neu und präge die britische Kultur mit. Nun werde „eine neue Ära für die Straße“ eingeläutet. Zuletzt, so Khan, habe die Straße nämlich an Glanz verloren: Läden stehen leer, in andere sind Billigshops gezogen, die dem exklusiven Image schaden.
Bis zum Frühjahr 2027 sollen laut BBC mehr als 50 Bäume sowie Bänke das Straßenbild verbessern, dazu soll es Plätze für Veranstaltungen geben und einen Wasserspielbereich. Lieferungen und Reinigung sollen überwiegend nachts stattfinden.
Auch für mehr Sicherheit soll gesorgt werden, sowie Straßen besser beleuchtet und videoüberwacht werden. Ziel sei es unter anderem, den Diebstahl auf der Shoppingmeile einzudämmen. Rettungskräfte erreichen die Zone weiterhin über mehrere Zugangspunkte.
Wie die Oxford Street gehören auch die Champs-Élysées in Paris oder der Broadway am Times Square in New York zu den international bekanntesten Shoppingmeilen. Auch diese Städte haben Autos aus ihren Einkaufsstraßen verbannt – dauerhaft oder zeitweise – und stoßen damit auf positives Feedback.
In New York ist der Broadway am Times Square bereits seit 2009 autofrei. Auf der Fifth Avenue in Manhattan sind in der Weihnachtszeit einzelne Tage autofrei, um den verstärkten Andrang zu bewältigen. Die Champs-Élysées in Paris ist immer am ersten Sonntag im Monat für Fußgänger und Radfahrer reserviert.
Dass der Handel durch ein Autoverbot nicht leiden muss, legen auch mehrere Untersuchungen nahe. Eine am IASS Potsdam durchgeführte Studie kommt am Beispiel Berlin zu dem Ergebnis, dass auf zwei ausgewählten Einkaufsstraßen nur 6,6 Prozent der Menschen mit dem Auto zum Einkaufen kamen. Nicht-Autofahrer waren insgesamt für 91 Prozent der Gesamtumsätze verantwortlich.
Erste Reaktionen auf das Vorhaben an der Oxford Street fallen positiv aus. Barbara Stoll, Direktorin des Netzwerks Clean Cities Campaign, sieht darin eine Chance, die Wirtschaft des West End anzukurbeln und zugleich Londons Luftqualitätskrise anzugehen. „Städte weltweit haben gezeigt, dass Fußgängerzonen die Passantenfrequenz erhöhen, den Umsatz steigern und den Leerstand im Einzelhandel senken“, sagte Stoll.
Dee Corsi, Hauptgeschäftsführerin der New West End Company, die über 800 Unternehmen in den Haupteinkaufsstraßen Londons vertritt, betont, dass das West End drei Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung erbringe und für den Einzelhandel, die Freizeitwirtschaft und das Gastgewerbe der Stadt von zentraler Bedeutung sei. Diese Neubelebung würde nicht nur die Oxford Street aufwerten, sondern auch der britischen Wirtschaft insgesamt Vorteile bringen.
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Vollständige Fertigstellung der Umgestaltung bis Frühjahr 2027.
Very likely · Within months

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