
Der Lufthansa-Konzern bietet der portugiesischen Regierung für die restlichen Anteile an der Fluggesellschaft TAP eine Beteiligung am eigenen Unternehmen an.
AI-generated summary
Lufthansa hat sich im Bieterwettbewerb um die staatliche Fluggesellschaft TAP gegen Air France-KLM durchgesetzt. Die Transaktion unterliegt der Genehmigung durch Wettbewerbsbehörden.
Lufthansa will auch die restlichen 50,1 Prozent an der portugiesischen Fluggesellschaft übernehmen. Dafür stellt der Vorstand Portugals Regierung Anteile am Lufthansa-Konzern in Aussicht.
Lufthansa hat der portugiesischen Regierung einen nicht bindenden Vorschlag vorgelegt, ihre 50,1 Prozent an TAP komplett zu übernehmen und bietet Lissabon einen Aktienanteil von bis zu fünf Prozent am Lufthansa-Konzern an.
Der zunächst gesicherte Anteil von 44,9 Prozent an TAP kostet Lufthansa 1,02 Milliarden Euro, ein Ausbau auf 49,9 Prozent mit den Anteilen der TAP-Mitarbeiter erhöht den Kaufpreis auf 1,2 Milliarden Euro.
Lufthansa rechnet mit Synergien von 450 Millionen Euro durch den Einstieg bei TAP und erwartet zusätzlich Einsparungen beim Vertrieb, Einkauf, Flugzeugbeschaffung, Frachtgeschäft und Kundenbindung.
Die Wettbewerbsbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen; eine Entscheidung der EU-Kommission wird nicht vor 2028 erwartet, Analysten rechnen aber mit einer schnelleren Freigabe.
Düsseldorf. Nach dem vereinbarten Erwerb eines Minderheitsanteils an der portugiesischen Fluggesellschaft TAP bereitet sich Lufthansa bereits auf den nächsten Schritt vor. „Wir haben der Regierung in Lissabon einen nicht bindenden Vorschlag unterbreitet, ihre Anteile von knapp über 50 Prozent an der TAP zu übernehmen“, berichtete Finanzvorstand Till Streichert am Donnerstag vor Analysten.
Im Gegenzug sei der Lufthansa-Konzern bereit, Lissabon als Gesellschafter mit einem Aktienanteil von bis zu fünf Prozent aufzunehmen. Dazu werde es weitere Verhandlungen geben.
Am Mittwoch hatte Portugals Kabinett in einer Sondersitzung der Lufthansa den Zuschlag für die staatliche Fluggesellschaft TAP erteilt, die sich damit im Bieterwettbewerb gegen Air France-KLM durchsetzte. Falls die Wettbewerbsbehörden zustimmen, erhält der MDax-Konzern zunächst einen Anteil von 44,9 Prozent für 1,02 Milliarden Euro, den er auf maximal 49,9 Prozent ausbauen kann. Dazu müssten ihm die TAP-Mitarbeiter, die fünf Prozent an der Airline halten, ihre Anteile andienen. Der Kaufpreis stiege dann auf 1,2 Milliarden Euro.
Rein rechnerisch dürfte das der Regierung in Lissabon angebotene Fünf-Prozent-Paket an der Lufthansa allerdings kaum reichen, um sie zu einem Verkauf der zweiten Airline-Hälfte zu bewegen. Denn auch der Mehrheitsanteil würde mindestens 1,2 Milliarden Euro kosten. Ein Fünf-Prozent-Paket an der Lufthansa bewertet die Börse dagegen aktuell mit kaum 430 Millionen Euro.
Aus Sicht von Lufthansa-Chef Carsten Spohr gibt es gute Gründe für die Komplettübernahme der TAP. „Durch den Einstieg erwarten wir Synergien in Höhe von 450 Millionen Euro“, sagte er am Donnerstag. „Falls wir bei TAP die Mehrheit bekommen, wird es weitere geben.“
Einsparungen erwartet der Konzern allerdings schon durch die Minderheitsbeteiligung. Synergien gebe es beim Vertrieb, beim Einkauf, bei der Flugzeugbeschaffung, im Frachtgeschäft und bei der Kundenbindung, kündigte Finanzchef Streichert an.
Auch mit der am Mittwoch vereinbarten Minderheitsbeteiligung erhalte der Lufthansa-Konzern einen Durchgriff auf das operative Geschäft. Drei Vorstände werde der MDax-Konzern stellen, sagte Spohr. Einen weiteren bestimme die portugiesische Regierung. Gleichzeitig kontrollierten die Lufthansa und die Regierung in Lissabon das TAP-Management gemeinsam.
„Auch bei der italienischen ITA sind wir in der Minderheit, konnten aber vom ersten Tag an Synergien erzeugen“, sagte der Lufthansa-Chef. ITA werde man als Vorbild für die TAP-Integration nutzen.
Den Kaufpreis für das 44,9-Prozent-Paket wie auch den möglichen Erwerb der Mitarbeiter-Geschäftsanteile werde die Lufthansa aus dem aktuell verfügbaren Cash begleichen, berichtete Finanzchef Streichert. „Das unterstützt unsere Bonitätseinstufung als Investment Grade“, sagte er.
Seit Ende 2023 besitzt Europas größter Flugkonzern mit der Note „BBB-“ wieder eine ausreichende Bonität, nachdem er in der Coronakrise staatlich gerettet werden musste und von den Ratingagenturen den „Ramsch“-Status erhielt.
Vom Einstieg bei der TAP verspricht sich Spohr insbesondere den Ausbau des Südamerikageschäfts. So besitzt TAP auf den Strecken zwischen Europa und Brasilien einen Marktanteil von 26 Prozent. Für die Verbindungen zwischen Europa und dem südamerikanischen Kontinent errechne sich aus dem gemeinsamen Netz von Lufthansa und TAP nun ein Marktanteil von 20 Prozent, erklärte Spohr. Lufthansa allein sei bislang nur auf neun Prozent gekommen.
Damit ziehe man künftig mit dem bisherigen Marktführer IAG gleich, dem Mutterkonzern von Iberia und British Airways. Der Verfolger Air France-KLM komme auf lediglich 17 Prozent. „Gleichzeitig kommen wir unserem Ziel näher, uns unabhängiger vom deutschen Markt zu machen“, sagte Spohr.
Doch wie schnell der Konzern die angekündigten Synergien erzielen kann, ist offen. Analysten verwiesen am Donnerstag darauf, dass TAP zwar im vergangenen Jahr eine Umsatzmarge von sechs Prozent erzielte – und damit sogar den Lufthansa-Konzern übertraf. Im ersten Halbjahr 2026 sei das Betriebsergebnis jedoch ins Minus gerutscht, wofür vor allem der Golfkrieg verantwortlich sei.
Hinzu kommt, dass die geplante Transaktion der Prüfung durch die Wettbewerbshüter unterliegt. Erst nach der Freigabe ist mit den angekündigten Einsparungen zu rechnen. „Ich hoffe, dass Brüssel schneller entscheidet als zuletzt bei ITA“, sagte Spohr.
Vonseiten der Regierung in Lissabon hieß es am Mittwoch, mit einer Entscheidung sei wohl erst 2028 zu rechnen. Anna Milchem, Analystin beim Thinktank OAG, rechnet dagegen schon bald mit einer Entscheidung. „Lufthansa hat sich vermutlich frühzeitig beraten lassen oder den Verlust einiger Slots an Wettbewerber bereits einkalkuliert.“
AI outlook — possibilities, not facts
Wettbewerbsbehörden prüfen die Übernahme
Very likely · Within months

The Swiss Federal Court has declared the cancellation of bonuses for former Credit Suisse executives following the state-backed takeover by UBS to be legal, overturning an earlier ruling.

Thailand is investigating around 15,000 companies for alleged straw man structures to circumvent investment restrictions. So far, over 300 arrest warrants have been issued and 130 people arrested as the country simultaneously woos investors.

Due to pipeline maintenance work and low water levels on the Rhine and Main, Lufthansa is instructing its pilots to carry additional fuel on flights to Frankfurt in order to conserve local kerosene reserves.

Moody's warns that official default rates in the private credit market are set too low due to hidden interest deferrals (PIK) and term extensions. According to the study, the actual failure rate is 5.8 instead of 4.0 percent.
After Galeria's fourth bankruptcy in six years, vouchers are no longer accepted in many branches and in the online shop. Affected customers should register their claims with the insolvency administrator.

Economic researchers and the Federal Cartel Office have found that the state tax cut on fuel is only partially reaching consumers. The reason is assumed to be a lack of competition, while the industry points to world market prices.