Margot-Friedländer-Preis für Münchner Professor Guy Katz und Kriegsgräber-AG einer Europaschule
Quick Look
- Der Münchner Hochschullehrer Guy Katz wurde mit dem Margot-Friedländer-Preis 2026 für sein Engagement gegen Antisemitismus ausgezeichnet.
- Weitere Preisträger sind die Europaschule Rövershagen und das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ des BDKJ Paderborn.
- Die mit insgesamt 25.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden in Berlin überreicht.
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Why It Matters
Der Margot-Friedländer-Preis wird jährlich an Personen und Projekte verliehen, die sich für Toleranz, Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie sowie gegen Antisemitismus einsetzen. Der Preis erinnert an Margot Friedländer, eine Holocaust-Überlebende, die 2025 im Alter von 103 Jahren verstorben ist.
Der Münchner Hochschullehrer Guy Katz ist für sein Engagement gegen Antisemitismus mit dem Margot-Friedländer-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Weitere Preisträger sind die Europaschule Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern und das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend in Paderborn. Die mit insgesamt 25.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden am Abend in Berlin überreicht.
Der Preis erinnert an die 2025 verstorbene Holocaust-Überlebende und Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer. Mit der Auszeichnung würdigt die Margot-Friedländer-Stiftung Menschen, die sich für Toleranz, Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie und gegen Antisemitismus einsetzen.
Katz ist Jude und Enkel von vier Holocaustüberlebenden. Der Professor für Internationales Management an der Hochschule München hat zahlreiche Bündnisse, Kampagnen und Bildungsprojekte wie „München gegen Antisemitismus“ angestoßen. Nach dem islamistischen Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat er in München mehr als 100 Schweigemärsche organisiert.
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Die Jury wählte die Preisträger aus 310 Einreichungen aus. Juryvorsitzende ist Elke Büdenbender, die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Sie würdigte Katz für dessen Beharrlichkeit, Mut und seine besondere Fähigkeit, bei seinem Engagement zahllose andere Menschen mitzunehmen.
Der Schulpreis geht nach Mecklenburg-Vorpommern
Mit dem Schulpreis der Stiftung ausgezeichnet wurde die AG Kriegsgräber der Europaschule Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie engagiert sich seit über 25 Jahren für Holocaust-Erinnerung, Antisemitismusprävention und Erforschung jüdischen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Paderborn. Es ermöglicht jungen Menschen mit Virtual-Reality-Technologie einen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus und macht so historische Orte wie das Warschauer Ghetto erlebbar.
Margot Friedländer war Berliner Ehrenbürgerin
Die Stiftung war im Sommer 2023 von Margot Friedländer selbst ins Leben gerufen worden. Die Berliner Ehrenbürgerin starb am 9. Mai 2025 im Alter von 103 Jahren.
Sie stammte aus einer jüdischen Familie in Berlin. Von den Nationalsozialisten wurde sie ins Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Nach der Befreiung 1945 emigrierte sie in die USA. Erst mit 88 Jahren zog Friedländer zurück nach Berlin. Sie besuchte regelmäßig Schulen und andere Einrichtungen in ganz Deutschland, um als Zeitzeugin über ihr Leben zu berichten.
dpa/doli
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Guy Katz wird seine Initiativen gegen Antisemitismus in München und bundesweit ausbauen.
Likely · Within months
Die Europaschule Rövershagen wird ihre Arbeit in der Holocaust-Erinnerung und Antisemitismusprävention aufgrund der Auszeichnung verstärken.
Likely · Within months
Das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ des BDKJ Paderborn wird aufgrund der Auszeichnung stärker in Schulen und Bildungseinrichtungen nachgefragt werden.
Possible · Within months
Open Questions
- Wie wird das Preisgeld von 25.000 Euro genau auf die drei Preisträger aufgeteilt?
- Welche konkreten Pläne haben die Preisträger für die Verwendung des Preisgeldes?
- Wie viele Menschen haben bisher den Margot-Friedländer-Preis erhalten?




