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Marktbericht: DAX-Anleger in Kauflaune
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Tagesschau Ausland1 hour agoBusiness2 min readGermanyView translation

Marktbericht: DAX-Anleger in Kauflaune

Leitindex beendet Handelstag 2,2 Prozent im Plus bei rund 26.438 Punkten

Quick Look

  • Der DAX gewinnt nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen 2,2 Prozent und nähert sich seinem August-Rekord.
  • Heidelberg Materials und Continental legten zu, BMW senkte die Prognose.
  • Tech-Aktien gerieten unter Druck, während der Dollar fiel.

AI-generated summary

Why It Matters

Der DAX erreichte nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen fast sein Rekordniveau von Ende August und beendete den Handelstag 2,2 Prozent im Plus bei rund 26.438 Punkten. Mehrere DAX-Unternehmen legten ihre Quartalszahlen vor. Heidelberg Materials steigerte Umsatz und Gewinn, Continental hob die Gewinnprognose an, während BMW sein Sparprogramm verschärfte und die Prognose senkte. Tech-Aktien gerieten unter Druck aufgrund erwarteter strengerer KI-Vorgaben. Der Dollar fiel auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Monat.

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Der Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen wirkt positiv an den Aktienmärkten nach. Rückenwind kam zudem von positiven Unternehmenszahlen. Der DAX legte zu, ließ die Marke von 26.000 Punkten weit hinter sich und erreichte fast sein Rekordniveau von Ende August. Den Handelstag beendet der Leitindex 2,2 Prozent im Plus bei rund 26.438 Punkten.

Im Fokus der Anleger stand heute neben den Ergebnissen der Kongresswahl in den USA der Fortgang der Berichtssaison der Unternehmen. Gleich mehrere DAX-Mitglieder öffneten ihre Bücher.

An der Spitze im DAX standen heute die Aktien von Heidelberg Materials. Der Baustoffkonzern steigerte im dritten Quartal Umsatz und Gewinn. Besonders in Europa habe sich die Nachfrage weiter erholt, hieß es. An seinen Jahreszielen hält das Unternehmen fest.

Auch die Continental-Aktie legte zu: Der Reifenhersteller hob seine Gewinnprognose an. Das Unternehmen, nunmehr ein reiner Reifenhersteller nach dem abgeschlossenen Konzernumbau, hob seine Gewinnprognose an und kehrte auch in die schwarzen Zahlen zurück. Das kam an der Börse gut an.

Weniger erfreuliche Nachrichten kamen heute für die Beschäftigten von BMW. Der Autobauer verschärft sein Sparprogramm und will schneller Stellen abbauen. Gleichzeitig soll der Wechsel zu einer neuen, profitableren Generation von Elektroautos beschleunigt werden. Die dafür eingeplanten Belastungen veranlassten BMW, seine Prognose erneut zu senken - zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Nach dem deutlichen Wahlerfolg der Demokraten stellen sich Börsianer auf strengere Vorgaben für den KI-Sektor ein. Das könnte Investitionen bremsen und die Wachstumsaussichten der US-Wirtschaft belasten. Tech-Aktien gerieten deshalb heute unter Druck.

Dennoch zeigten sich die Ergebnisse der Zwischenwahlen bis DAX-Handelsschluss in Kursgewinnen bei Dow Jones Industrial, dem breiter gefassten S&P 500 und der Tech-Börse Nasdaq. Der Dollar sank zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Monat.

Einige Marktbeobachter erwarten, dass die politischen Verhältnisse in den USA nun berechenbarer werden könnten. Zugleich bleibt die Zollpolitik ein Risiko. Präsident Donald Trump kann Zölle per Dekret verhängen und Gesetze durch ein Veto blockieren. Das wäre im Kongress nur mit einer Zweidrittelmehrheit zu überstimmen. Das Institut der Deutschen Wirtschaft rät Unternehmen deshalb, sich bis mindestens Januar 2029 auf den bisherigen wirtschafts- und handelspolitischen Kurs einzustellen.

In den USA droht nun das, was die Wall Street "Gridlock" nennt - politischer Stillstand. Denn auf der einen Seite steht der republikanische US-Präsident Donald Trump und auf der anderen künftig ein von Demokraten dominierter Kongress. Es ist eine herbe Niederlage für Trump ganz persönlich, denn er hatte die Parlamentswahlen zu einer Abstimmung über seine Politik gemacht.

Auch am Ölmarkt sorgt der Wahlausgang für Unsicherheit. Händler rätseln, welchen Kurs die US-Regierung im Krieg mit dem Iran einschlagen wird: weitere Militärschläge oder eine Deeskalation? Präsident Donald Trump sendet dazu widersprüchliche Signale. Die Preise für Öl der Nordseesorte Brent und WTI legten leicht zu.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Der politische Stillstand in den USA (Gridlock) wird voraussichtlich bis mindestens Januar 2029 anhalten.

    Likely · Within months

  • Tech-Aktien könnten weiterhin unter Druck geraten, wenn strengere KI-Vorgaben umgesetzt werden.

    Possible · Short term

Open Questions

  • Welche konkreten Auswirkungen wird der politische Stillstand in den USA auf die deutsche Wirtschaft haben?
  • Wie werden sich die erwarteten strengeren KI-Regulierungen auf einzelne Tech-Unternehmen auswirken?
  • Welchen Kurs wird die US-Regierung im Krieg mit dem Iran einschlagen?

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This article was originally published by Tagesschau Ausland.

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