
DAX notiert am Vormittag auf Vortagesniveau. Starke Bilanzen von Deutscher Bank und BASF stützen, während Geopolitik und schwächelnde China-Geschäfte belasten.
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Der DAX schloss am Vortag mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 25.590 Punkten.
Der deutsche Aktienmarkt ist kaum verändert in den Tag gestartet. Am Vormittag notiert der DAX auf dem Vortagesniveau. Gestern hatte der deutsche Leitindex um 0,7 Prozent auf 25.590 Punkte zugelegt.
Dabei hilft die neu erwachte Zuversicht für Künstliche Intelligenz (KI): In Südkorea hat der Chiphersteller SK Hynix einen Rekordgewinn gemeldet. Der Anbieter von Hochleistungschips für KI-Speicher konnte sein Quartalsergebnis mehr als versiebenfachen. Der Konzern geht davon aus, dass die Nachfrage das Angebot noch bis ins Jahr 2030 übersteigen wird.
Das beflügelte die Märkte in Asien. Der südkoreanische Kospi gewann 6,6 Prozent, der japanische Nikkei 1,1 Prozent.
Schon an der Nasdaq hatten sich die amerikanischen Technologiewerte um 1,2 Prozent erholt. Dabei halfen eine Reihe von Finanzierungsankündigungen, wie etwa von Meta. Auch der geplante Börsengang des KI-Entwicklers Anthropic hat der Branche neuen Schwung verliehen.
Störfeuer kommt vom Ölmarkt. Dort sorgen Gerüchte über geplante neue Angriffe der USA und Israels auf den Iran nach dem 3. November für steigende Notierungen. Nordseeöl der Sorte Brent kostet wieder über 111 Dollar pro Barrel (159 Liter).
Auch die erfreuliche Bilanz der Deutschen Bank stützt den DAX. Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal ihren Rekordkurs fortgesetzt und die Erwartungen übertroffen. Das Frankfurter Geldhaus schrieb von Juli bis September nach Steuern einen Gewinn von rund 1,9 Milliarden Euro. Das sind rund zwei Prozent mehr als vor Jahresfrist. Im Gesamtjahr könnte der DAX-Konzern das angestrebte Ertragsniveau von 33 Milliarden Euro nun sogar übertreffen, teilten die Bank weiter mit.
BASF hat im dritten Quartal dank höherer Preise und leicht gestiegener Mengen sein Ergebnis unerwartet deutlich erhöht. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 15 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 14 Prozent auf knapp 16,4 Milliarden Euro. Angesichts der starken Entwicklung hob der Konzern erneut seine Jahresziele an: Für 2026 peilt BASF nun ein bereinigtes Ergebnis zwischen 7,4 und 7,8 Milliarden Euro an, nach zuvor 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro. Die Aktie driftete im Verlauf dennoch ins Minus.
Die Aktie von Mercedes-Benz zeigt sich nach den gestrigen Verlusten wenig verändert. Der Stuttgarter Autobauer hat seine endgültigen Quartalszahlen vorgelegt. Bereits gestern hatte der Konzern mit Verweis auf das schwache China-Geschäft und steigende Kosten seine Gewinnprognose für dieses Jahr gesenkt. Heute teilte Vorstandschef Ola Källenius mit, der Konzern überdenke seine China-Strategie.
Der starke Kursverlust von Thyssenkrupp ist optischer Natur: Seit heute ist der vom Industriekonzern abgespaltene Werkstoffhändler tk accelis an der Börse notiert. Für je 20 Thyssenkrupp-Aktien wurden den Aktionären eine Aktie des Tochterunternehmens eingebucht. Thyssenkrupp behält über eine Holding die Mehrheit an der Werkstoffsparte.
Stärkster Verlierer im DAX ist im frühen Handel Symrise. Zuletzt hatte die Aktie einen guten Lauf gehabt. In einer ersten Reaktion bezeichnete ein Händler die Ziele des Unternehmens für die Profitabilität 2026 als verhalten. Der Hersteller von Duft- und Aromastoffen sieht die operative Marge (bereinigtes Ebitda) in der unteren Hälfte der Zielspanne von 21,5 bis 22,5 Prozent. Die Konsensschätzung beläuft sich auf 21,9 Prozent. Im dritten Quartal war Symrise stärker als erwartet gewachsen.
Die Fondsgesellschaft DWS hat im Sommer überraschend so viel Geld von Anlegern eingesammelt wie nie zuvor in einem Quartal. Unter dem Strich flossen den DWS-Fonds von Juli bis September 30,9 Milliarden Euro an frischem Geld zu, wie die Tochter der Deutschen Bank mitteilte. Allerdings legten Erträge und Gewinn im Jahresvergleich bei Weitem nicht so stark zu wie von Analysten im Schnitt erwartet.
Heute Abend steht dem KI-Boom bereits der nächste Härtetest bevor. Nach US-Börsenschluss veröffentlichen die Technologiekonzerne Alphabet und Microsoft ihre Quartalsberichte.
Daneben blicken die Investoren auf den heutigen Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Zwar dürften die Währungshüter den Leitzins unverändert lassen. Sie dürften aber Hinweise auf eine Zinserhöhung im Dezember geben.
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Alphabet und Microsoft veröffentlichen Quartalsberichte
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