
Nach MSCI-Ausschlussplänen bricht der indonesische Leitindex weiter ein – Stärkster Einbruch seit der Asien-Krise
Nach der Ankündigung von MSCI, Indonesien aus internationalen Aktienindizes ausschließen zu wollen, verzeichnet die Börse in Jakarta historische Kursverluste.
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MSCI kritisiert die Börse in Jakarta wegen mangelnder Transparenz und Verdacht auf Kursmanipulationen.
Jakarta. Die Börse in Jakarta hat am Montag erneut starke Kursverluste erlitten.
Nachdem der Indexbetreiber MSCI am Freitag angekündigt hatte, die Börse Indonesien aus seinen internationalen Aktienindizes ausschließen zu wollen, war der indonesische Leitindex um mehr als elf Prozent eingebrochen. Am Montag verlor er weitere vier Prozent. Dies ist der stärkste Kurseinbruch am indonesischen Aktienmarkt seit der Asien-Krise in den 1990er-Jahren.
Für die indonesische Börse war die Einstufung vom Freitag überraschend gekommen. „Wir haben keinerlei Hinweis, weder von MSCI noch über andere Parteien erhalten, dass eine Ankündigung wie die vom vergangenen Freitag bevorstehen würde“, sagte Hendrik vor Reportern in Jakarta.
MSCI kritisiert die Börse in Jakarta seit Längerem aufgrund von mangelnder Transparenz und dem Verdacht auf Kursmanipulationen. Bei dem Treffen am Montag planen die Regierungsvertreter, Maßnahmen vorzustellen, um die Transparenz der indonesischen Börsengeschäfte zu erhöhen.
Ursprünglich drohte der Indexanbieter damit, das Land aus dem MSCI-Emerging-Markets-Index zu verbannen und stattdessen in den Frontier-Market-Index aufzunehmen, für den geringere Anforderungen gelten. Am Freitag führte MSCI dann deutlich weitreichendere Konsequenzen an: Indonesien könnte künftig in keinem internationalen Aktienindex gelistet sein und wäre dann ein eigenständiger Markt.
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Regierungsvertreter stellen Maßnahmen zur Erhöhung der Transparenz vor
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