
Der neue Vorstandschef des Abfüllanlagenspezialisten hält trotz korrigierter Umsatzziele an einem profitablen Wachstumskurs fest.
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Krones musste kürzlich seine Umsatzprognosen für 2026 und 2028 aufgrund einer schwächeren Investitionsbereitschaft der Kunden senken. Der neue CEO Thomas Ricker hat die Nachfolge von Christoph Klenk angetreten.
Der Abfüllanlagenspezialist musste seine Umsatzprognosen vor wenigen Wochen nach unten korrigieren. Der neue CEO Thomas Ricker stellt dennoch einen „profitablem Wachstumskurs“ in Aussicht.
München. Der Getränkeabfüllanlagen-Spezialist Krones plant nach der Senkung der Umsatzprognosen keinen Strategiewandel unter dem neuen Vorstandschef. CEO Thomas Ricker sagte am Freitag dem Handelsblatt: „Der Schritt hat uns natürlich wehgetan, aber wir bleiben auf profitablem Wachstumskurs.“
Ricker hatte im Sommer die Nachfolge des langjährigen Krones-Chefs Christoph Klenk angetreten. Der studierte Maschinenbauer ist seit 2012 im Vorstand. Mit dem Wechsel an der Spitze habe die erst vor wenigen Wochen erfolgte Senkung der Umsatzprognose nichts zu tun, betonte er nun. Es werde unter seiner Führung auch „keinen gravierenden Strategiewechsel“ bei Krones geben.
Schon vor seinem Amtsantritt sei man ein Team gewesen und habe die Ziele gemeinsam definiert, die man versucht habe, mit der gesamten Krones-Mannschaft zu halten. Dann fügt er hinzu: „Aber wenn es der Markt einfach nicht hergibt, dann hat man diese Maßnahme ziehen müssen.“
Nach den nach unten korrigierten Wachstumsprognosen rechnet der Konzern für 2026 jetzt nur noch mit einem Umsatzplus von ein bis zwei Prozent – statt bislang mit drei bis fünf Prozent. Auch sein Mittelfristziel musste Krones korrigieren.
Für 2028 werden nur noch 6,0 bis 6,2 Milliarden Euro erwartet. Bislang hatte der Vorstand rund sieben Milliarden Euro prognostiziert. Bei der operativen Marge rechnet der Konzern für 2028 mit elf bis zwölf Prozent statt bislang mit elf bis 13 Prozent.
In den ersten neun Monaten legten die Erlöse währungsbereinigt um 0,8 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zu, wie Krones am Freitag mitteilte. Die operative Marge stieg von 10,5 auf 11,1 Prozent. Wird ein einmaliger Sondereffekt wegen der Rückerstattung von US‑Zöllen herausgerechnet, waren es 10,8 Prozent.
Krones hatte sich lange erfolgreich gegen die schwache Branchenlage gestemmt und war im Vergleich stärker gewachsen. Traditionell ist die Nahrungsmittelbranche stabiler als andere Branchen – getrunken werde immer, drückte es Klenk einmal aus. Zudem haben zum Beispiel in den USA viele Hersteller einen vergleichsweise alten Maschinenbestand, was Geschäftspotenzial bedeutet.
So war der Krones-Umsatz im vergangenen Jahr sogar noch um sieben Prozent auf knapp 5,7 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich um 12 Prozent auf 602 Millionen Euro, was einer Marge von 10,6 Prozent entsprach. Im Gesamtjahr soll die Marge bei 10,7 bis 11,1 Prozent liegen.
Dann aber dämpften die globalen Unsicherheiten und der Ölpreisanstieg zuletzt auch die Investitionsbereitschaft bei den Krones-Kunden. Dies trifft die Abfüllanlagen, insbesondere aber auch die Spritzgussmaschinen, die Krones ebenfalls im Portfolio hat.
Laut einer Umfrage des VDMA erwarten aktuell etwa 33 Prozent der deutschen Maschinenbauer in den kommenden Monaten eine Verbesserung. Bei der Erhebung im Juli waren es nur 25 Prozent. Lediglich zehn Prozent rechnen mit schlechteren Geschäften. Für das kommende Jahr erwarten 62 Prozent der Betriebe ein nominales Umsatzwachstum. Die Ergebnisse der Konjunkturerhebung gäben „Anlass zu vorsichtigem Optimismus“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt.
Die etwas bessere Stimmung im Maschinenbau werde allerdings maßgeblich von Rüstung, Luftfahrt, Datencentern und Infrastruktur getragen, beschreibt der neue Krones-Chef den aktuell leichten Aufwärtstrend. In der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie seien die Herausforderungen noch immer groß. Die Brauereien etwa stünden weiter unter Druck.
Finanzvorständin Uta Anders bestätigte, dass das Mittelfristziel ambitioniert gewesen sei. Schon länger sei signalisiert worden, dass man eher am unteren Ende landen werde. Bei den Kosten werde Krones daher weiterhin diszipliniert bleiben. Betonen möchte sie jedoch: „Wir sprechen überhaupt nicht von einem großen Personalabbau.“
Zwar sei die Quote für den Personalaufwand immer noch relativ hoch. Hier werde es aber nur im Rahmen der natürlichen Fluktuation kleinere Veränderungen geben.

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