Merz warnt vor Industriearbeitsplatzverlust bei VW-Krise
Quick Look
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat vor einem weiteren Verlust von Industriearbeitsplätzen angesichts der Krise bei Volkswagen gewarnt und betont, dass Deutschland ein Industrieland bleiben müsse.
- Er begrüßte die vorläufige Einigung im VW-Aufsichtsrat, kritisierte jedoch die fehlende Klarheit für mehrere Werke.
- Niedersachsens CDU-Landeschef Sebastian Lechner warf der Landesregierung Versäumnisse vor und forderte Perspektiven für die Standorte.
AI-generated summary
Why It Matters
Volkswagen befindet sich in einer Krise, die zu einem umfassenden Konzernumbau geführt hat, einschließlich Stellenabbau und Modellreduzierung. Die Zukunft von vier deutschen Werken bleibt offen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat angesichts der Krise bei Volkswagen vor einem weiteren Verlust von Industriearbeitsplätzen gewarnt. Volkswagen stehe beispielhaft für die schwierige Lage der Automobilindustrie in Deutschland und Europa, sagte der CDU-Chef bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei in Langenhagen bei Hannover.
"Uns gehen im Augenblick in großem Umfang Industriearbeitsplätze verloren", warnte Merz kurz vor den niedersächsischen Kommunalwahlen. Diesen Trend müsse und wolle man stoppen. "Deutschland muss ein Industrieland bleiben!"
Die jüngste Einigung im VW-Aufsichtsrat begrüßte der Kanzler. Ein offener Streit über die Führung des Konzerns bis hin zu einer außerordentlichen Hauptversammlung wäre "alles andere als hilfreich" gewesen. Die Einigung sei allerdings zunächst nur vorläufig.
Merz stellte die besondere Bedeutung des Konzerns für Niedersachsen heraus. "Kein Land ist so stark geprägt von einem großen Industrieunternehmen wie Niedersachsen." Das Schicksal von Volkswagen sei deshalb nicht mit dem eines beliebigen privatwirtschaftlichen Unternehmens vergleichbar. An dem Autobauer hingen zudem zahlreiche Arbeitsplätze bei Zulieferern sowie in Handel und Gewerbe.
Lechner wirft Landesregierung Versäumnisse vor
Niedersachsens CDU-Landeschef Sebastian Lechner warf der Landesregierung Versäumnisse vor. Schon vor zwei Jahren sei absehbar gewesen, dass Volkswagen vor Schwierigkeiten stehe. Diese Zeit hätte genutzt werden müssen, um Perspektiven für die niedersächsischen Werke zu entwickeln.
Lechner begrüßte die Einigung ebenfalls, kritisierte aber die weiterhin fehlende Klarheit für mehrere Standorte. Unter anderem über die Zukunft der Werke in Hannover und Emden soll bis Juni des kommenden Jahres entschieden werden. Die CDU werde konstruktiv an Lösungen mitarbeiten, sagte Lechner.
Der VW-Aufsichtsrat hatte einem umfassenden Konzernumbau zugestimmt. Dieser sieht einen weiteren Abbau Zehntausender Stellen und eine Verkleinerung des Modellangebots vor. Die Zukunft von vier deutschen Werken bleibt zunächst offen.
dpa/jm
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Bis Juni des kommenden Jahres wird eine Entscheidung über die Zukunft der Werke in Hannover und Emden getroffen.
Very likely · Within months
Die CDU wird konstruktiv an Lösungen für die Volkswagen-Standorte mitarbeiten.
Likely · Within months
Open Questions
- Wie viele Arbeitsplätze werden genau abgebaut?
- Welche konkreten Maßnahmen sind für die Werke in Hannover und Emden geplant?
- Wie wird die Bundesregierung die Industriepolitik angesichts der Krise anpassen?





