Bei der Kollision zweier Züge in der Provinz Toledo sind am Mittwochmorgen zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Ein Renfe-Zug fuhr auf einen stehenden Iryo-Zug auf.
Bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Urda und Orgaz in der zentralspanischen Provinz Toledo sind am Mittwochmorgen mindestens 30 Menschen gestorben und zahlreiche weitere verletzt worden.
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Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stießen in der Provinz Toledo zusammen, nachdem ein Zug auf einen stehenden Zug auffuhr.
Bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien sind am Mittwochmorgen mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigt die Sprecherin der Regierung von Kastilien-La Mancha, Esther Padilla.
Der Unfall ereignete sich Medienberichten zufolge kurz vor 9.00 Uhr zwischen den Gemeinden Urda und Orgaz in der zentralspanischen Provinz Toledo. Ein Hochgeschwindigkeitszug habe einen anderen von hinten gerammt, als beide in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen seien, hieß es aus Adif-Kreisen. Einer der Züge gehört dem staatlichen Bahnunternehmen Renfe, der andere dem privaten Anbieter Iryo. Zwei Waggons von einem der Züge stürzten einen Bahndamm hinunter, wie auf Aufnahmen von der Unglücksstelle zu sehen ist.
Wie „El País“ berichtet, wurden Fahrgäste im Speisewagen durch den Zug geschleudert. Nur wenige Minuten nach dem Zusammenprall schafften es erste Verletzte auf das anliegende Feld. Die Zeitung sprach mit einem Augenzeugen: „Ich arbeitete gerade an meinem Laptop, als ich eine heftige Beschleunigung spürte und gegen den Sitz vor mir krachte“, sagte er. „Die Leute wurden aus dem Zug geschleudert. Wir dachten, wir wären entgleist.“
Überlebende hätten die Rettungskräfte unterstützt. „Wir halfen gerade den Rettungskräften und hielten Infusionsbeutel mit den Händen“, sagte der Mann.
Acht Züge sollen laut „El País“ zuvor wegen eines Ausfalls des Sicherheitssystems in dem Bereich zum Stehen gekommen sein. Sie erhielten dann die Anweisung zur Weiterfahrt – der Iryo-Zug jedoch nicht, er blieb stehen. Ersten Analysen zufolge soll ein Mitarbeiter der Leitstelle die Anweisung zur Weiterfahrt für den Renfe-Zug gegeben haben, obwohl der Iryo-Zug die Gleise blockierte.
Padilla gab an, dass im Iryo-Zug 147 Fahrgäste und im zweiten Zug 397 waren.
Die Verletzten werden medizinisch versorgt. Wie „El Economista“ berichtet, hat die Regionalregierung den Katastrophenschutzplan Platecan Stufe 1 aktiviert. Nach Angaben des Notrufs 112 sind unter anderem Guardia Civil, Feuerwehr, Zivilschutz und Rotes Kreuz im Einsatz. Der Bürgermeister von Urda, der nächstgelegenen Stadt, hat eine Notunterkunft für die Verletzten eingerichtet, heißt es weiter in dem Bericht.
Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Der Unfall weckt Erinnerungen an das schwere Zugunglück vom Januar dieses Jahres bei Adamuz in Andalusien. Damals entgleiste ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug und stieß mit einem entgegenkommenden Zug von Renfe zusammen. Bei dem Unglück kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 150 wurden verletzt.
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Untersuchung zur Unfallursache durch Behörden
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