
Elf Verbände aus Energie-, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft kritisieren geplante Netzentgelte für größere Solaranlagen ab 2029.
AI-generated summary
Die Bundesnetzagentur plant mit der 'Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom' (AgNes) Neuregelungen für Netzentgelte ab 2029.
Wer eine größere Solaranlage besitzt, soll bald mehr fürs Stromnetz zahlen - so zumindest will es die Bundesnetzagentur. Damit ruft sie zahlreiche Verbände auf den Plan. Sie befürchten ein Ausbremsen des Solarausbaus.
Haushalte mit einer größeren Solaranlage sollen ab 2029 einen höheren Grundpreis fürs Stromnetz zahlen: Gegen diese Pläne der Bundesnetzagentur haben sich jetzt elf Verbände aus der Energie-, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie dem Handwerk ausgesprochen. Dies bedeute erhebliche Nachteile für den Ausbau der Solarenergie, heißt es in einem gemeinsamen Appell.
Die Verbände wollen erreichen, dass dieser sogenannte Prosumer-Aufschlag nicht erhoben wird. Er könnte die Wirtschaftlichkeit bestehender und neuer Solaranlagen erheblich verschlechtern und den Solarausbau deutlich ausbremsen, heißt es.
Der Begriff Prosumer ist eine Neubildung aus den englischen Begriffen "producer" (Produzent) und "consumer" (Konsument) und meint Stromerzeuger, die einen Teil ihres Stroms auch selbst verbrauchen. Von der Neuregelung ausgenommen werden sollen Haushalte, die nur eine Steckersolaranlage, auch Balkonkraftwerk genannt, betreiben.
Verbände: Netzentgelte an Beanspruchung orientieren
"Wer in eine eigene Solaranlage oder einen Batteriespeicher investiert, darf dafür nicht mit zusätzlichen Gebühren bestraft werden", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten Körnig. "Netzentgelte sollten sich daran orientieren, wie stark das Stromnetz tatsächlich beansprucht wird - und nicht daran, ob jemand Solarstrom auf dem eigenen Dach erzeugt."
Die Verbände verweisen in diesem Zusammenhang auf ein Rechtsgutachten, das vom Bundesverband Solarwirtschaft in Auftrag gegeben worden war. Demnach verstößt die geplante Regelung unter anderem gegen europarechtliche Vorgaben zur verursachungsgerechten Netzfinanzierung.
"Die zusätzlichen Kosten für diese Verbraucher werden lokal unterschiedlich sein und voraussichtlich unter 100 Euro im Jahr betragen", hatte die Netzagentur im Mai mitgeteilt. Nach Angaben der Verbände kann der Aufschlag bis zu 165 Euro im Jahr betragen.
Aufschlag auch bei bestehenden Anlagen
Der Aufschlag soll nach Angaben der Verbände unabhängig davon anfallen, wie viel selbst erzeugter Strom tatsächlich verbraucht wird, und wie viel Netzkapazität beansprucht wird. Auch bestehende PV-Anlagen sollen erfasst werden. Die Behörde will die neuen Regeln der "Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom" (AgNes) noch in diesem Jahr festlegen. Ab 2029 soll die Reform dann gelten.
Mit der Neuregelung sollen die Prosumer stärker an der Netzfinanzierung beteiligt werden, "da sie sich auf eine jederzeitige Versorgung aus dem Netz verlassen können", begründete die Bundesnetzagentur ihre Pläne. Bei der Agnes-Reform sind noch zahlreiche andere Neuregelungen geplant.
Verbände halten Aufschläge für finanzielle Hürden
Anstelle der Prosumer-Aufschläge fordern die Verbände eine "faire und verursachungsgerechte Verteilung" der Netzkosten. Sollte eine zusätzliche Beteiligung von Solaranlagenbetreibern erforderlich sein, müsse sich diese an der tatsächlich vereinbarten Einspeisekapazität orientieren. Bestehende Solaranlagen sollten zudem Bestandsschutz genießen.
"Deutschland braucht mehr Solardächer, Batteriespeicher und eine intelligente Nutzung der Stromnetze - keine neuen finanziellen Hürden für die Modernisierung unserer Energieversorgung im Strom-, Wärme- und Mobilitätsbereich", so Körnig.
AI outlook — possibilities, not facts
Festlegung der neuen Regeln der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom
Likely · Within months

Switzerland is struggling with rising heating oil prices and impending supply bottlenecks. The reason is the historically low water level of the Rhine near Kaub, which massively restricts the transport of petroleum products from Germany and overloads logistics.

The International Energy Agency (IEA) is accelerating the release of 100 million barrels of oil reserves to curb high fuel prices. A particular focus is on the provision of diesel in order to ease the tense market situation.

The EU Commission is planning a one-year postponement of methane import requirements. Federal Minister of Economics Katherina Reiche is calling for a postponement, which is leading to political criticism given intensive lobby contacts and internal notes.

Uniper's supervisory board has prematurely confirmed CEO Michael Lewis in office until the end of October 2031. The decision is intended to ensure continuity in a phase of strategic decisions such as the planned exit of the federal government.

The US government under President Donald Trump is considering easing sanctions against tankers in the so-called shadow fleet in order to reduce high global freight costs. The transport of unsanctioned oil and oil products should be permitted, although Russia should explicitly not benefit. However, experts doubt that this will have a significant effect on freight rates.

The offshore wind industry in Germany is facing massive job cuts: up to 23,000 of 49,000 jobs could be lost in four years if expansion continues to stall. The loss of sales could amount to 24 billion euros as value creation moves abroad. Suppliers such as EEW and Steelwind are already announcing layoffs and short-time work. The federal government is revising the offshore wind energy law, but the current draft does not provide for a unilateral return of surcharges, which the industry criticizes. Managers warn of a repeat of the fate of the solar industry, where value was shifted to China.