
Erfolgreiche klinische Studie zum mRNA-Impfstoff Intismeran in Kombination mit Keytruda lässt Moderna-Aktie massiv steigen und zieht andere Biotech-Werte mit.
Positive Studiendaten für den personalisierten Hautkrebs-Impfstoff Intismeran von Moderna in Kombination mit Keytruda bescheren Moderna und Merck & Co massive Kursgewinne und treiben den gesamten Biotech-Sektor nach oben.
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Moderna und Merck & Co entwickeln gemeinsam einen personalisierten mRNA-Impfstoff (Intismeran) gegen Hautkrebs in Kombination mit Keytruda.
Mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus feiert Moderna einen riesigen Erfolg. Jetzt verschafft eine erfolgreiche klinische Studie zur Bekämpfung von Hautkrebs dem Biotech-Unternehmen einen gigantischen Kurssprung. Davon profitieren auch mehrere andere Unternehmen.
Erfolgreiche Studiendaten zu einem neuartigen Hautkrebs-Impfstoff haben der Aktie der US-Biotechfirma Moderna einen massiven Kurssprung beschert. Eine zulassungsrelevante klinische Studie mit dem mRNA-Impfstoff Intismeran in Kombination mit der Krebsimmuntherapie Keytruda des Partners Merck & Co habe ihre Ziele erreicht, teilten die Unternehmen mit. Die Moderna-Papiere schossen an der Wall Street um mehr als 150 Prozent in die Höhe und erreichten den höchsten Stand seit Juni 2024. Die Aktien von Merck & Co kletterten um 9,2 Prozent auf ein Rekordhoch.
Im Sog von Moderna griffen Anleger auch bei anderen Biotechfirmen zu: Der Nasdaq-Biotech-Index stieg um 4,4 Prozent auf ein Rekordhoch. Die in den USA gelisteten Papiere der Mainzer BioNTech gewannen 18,6 Prozent, Novavax legten um sechs Prozent zu und Virax Biolabs sprangen um 37 Prozent nach oben.
Intismeran von Moderna ist ein auf den jeweiligen Patienten zugeschnittener mRNA-Impfstoff. Dafür werden die genetischen Veränderungen im Tumor analysiert, um das Vakzin gezielt gegen die individuellen Krebsmerkmale auszurichten. Das Medikament Keytruda aktiviert zugleich das Immunsystem, damit es Krebszellen besser erkennen und angreifen kann. An der Studie nahmen 1137 Patienten nach einer Operation wegen eines Melanoms, des sogenannten schwarzen Hautkrebses, teil. Die Patienten waren an Tumoren im Stadium IIB bis IV erkrankt, die ein hohes Rückfallrisiko aufweisen oder sich bereits in andere Körperregionen ausgebreitet haben.
Wichtiger Erfolg für Moderna
Sie erhielten über ein Jahr entweder die Kombination aus Intismeran und Keytruda oder ausschließlich Keytruda. Zwischenergebnissen zufolge konnte die Kombination sowohl das Wiederauftreten des Krebses als auch dessen Ausbreitung im Körper deutlich eindämmen. Die Daten sollen nun auf einem medizinischen Kongress vorgestellt werden.
In den kommenden Monaten seien zudem Gespräche mit den Zulassungsbehörden geplant, sagte der Forschungs- und Entwicklungschef von Merck, Dean Li, dem Sender CNBC. Eine Entscheidung über den Preis des Medikaments sei noch nicht gefallen, ergänzte Moderna-Chef Stephane Bancel. Da die Behandlung im Gegensatz zu einigen Zelltherapien nicht die eigenen Zellen der Patienten verwende, könne der Herstellungsprozess jedoch skaliert und der Preis gesenkt werden.
Für Moderna ist der Erfolg ein wichtiger Schritt beim Aufbau eines Geschäfts jenseits des Corona-Impfstoffs. Merck wiederum bereitet sich auf den in diesem Jahrzehnt drohenden Patentverlust für seinen Kassenschlager Keytruda vor. Analysten der Bank Barclays schätzen, dass die Hautkrebstherapie bis 2035 einen Umsatz von rund drei Milliarden Dollar erzielen könnte. Die Daten hätten die Erwartungen der Investoren deutlich übertroffen, erklärte Analyst Trung Huynh von RBC Capital Markets. Lale Akoner, Strategin bei eToro, mahnte jedoch zur Besonnenheit: Die vollständigen Daten stünden noch aus und die Herstellung personalisierter Impfstoffe in großem Maßstab könne teuer und komplex sein.
Bereits im Januar hatten die beiden Konzerne Daten aus einer mittleren Studienphase veröffentlicht, denen zufolge die Kombination das Risiko eines Rückfalls oder Todes nach fünf Jahren um 49 Prozent senkte. Das Melanom ist die gefährlichste Form von Hautkrebs. In den USA lebten 2023 nach Angaben des National Cancer Institute mehr als 1,5 Millionen Menschen mit einer entsprechenden Diagnose.
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Präsentation der Studiendaten auf einem medizinischen Kongress
Very likely · Within weeks
Gespräche mit den Zulassungsbehörden in den kommenden Monaten
Very likely · Within months

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