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Molkerei: Theo Müller schließt zwei ostdeutsche Werke – über 300 Mitarbeiter betroffen
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Handelsblatt2 hours agoBusiness2 min readGermanyView translation

Molkerei: Theo Müller schließt zwei ostdeutsche Werke – über 300 Mitarbeiter betroffen

Die Werke in Rogätz und Leppersdorf sind trotz Umstrukturierungen nicht wirtschaftlich; insgesamt 320 Arbeitsplätze sind gefährdet.

Quick Look

  • Die Unternehmensgruppe Theo Müller plant die Schließung der Standorte Rogätz und Leppersdorf.
  • Jeweils 160 Mitarbeiter sind von den Schließungen betroffen, die aufgrund mangelnder Rentabilität und veränderter Verpackungstrends erfolgen.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Standorte kämpfen mit internen und externen Rahmenbedingungen sowie einem Trend weg von Saucen im Glas. Sachsenmilch gehört zur Unternehmensgruppe Theo Müller.

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Die Unternehmensgruppe Theo Müller will zwei Produktionsstandorte in Sachsen-Anhalt und Sachsen schließen. Betroffen sind das Homann-Saucenwerk in Rogätz im Landkreis Börde mit rund 160 Beschäftigten sowie die Schnittkäserei von Sachsenmilch in Leppersdorf im Landkreis Bautzen, wo ebenfalls 160 Menschen arbeiten, wie das Unternehmen mitteilte. Die Produktion in Rogätz soll bis Ende September 2027 eingestellt werden.

Die Schnittkäserei am Sachsenmilch-Standort in Leppersdorf einschließlich der zugehörigen Produktions-, Verpackungs- und Verwaltungsbereiche soll zum 31. Dezember geschlossen werden. Darüber hatte zunächst die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet.

Ein Sprecher der Unternehmensgruppe bestätigte die Pläne auf Anfrage. Sachsenmilch gehört zur Unternehmensgruppe Theo Müller. Die Sauermilchkäserei und der Bereich Mozzarella am Standort in der Gemeinde Wachau nahe der Autobahn 4 seien nicht betroffen.

Der Bereich könne trotz intensiver Anstrengungen und der Prüfung aller Handlungsoptionen wegen interner und externer Rahmenbedingungen dauerhaft nicht wirtschaftlich betrieben werden, teilte der Sprecher mit. Gemeinsam mit dem Betriebsrat arbeite das Unternehmen an sozialverträglichen Lösungen.

Dabei gehe es unter anderem um Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung innerhalb des Unternehmens, einvernehmliche Vertragsanpassungen sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Auch für das Saucenwerk in Rogätz sieht die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben keine nachhaltig wirtschaftliche Perspektive. Der Standort war 2008 von Homann Feinkost übernommen worden. Das Unternehmen gehört seit 2011 zur Unternehmensgruppe Theo Müller. Die rund 160 Beschäftigten seien über die Pläne informiert worden.

Trotz umfangreicher Anstrengungen sei es nicht gelungen, eine Kostenstruktur zu erreichen, die eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Kalkulation der dort hergestellten Produkte ermögliche, teilte das Unternehmen mit. Zudem bestehe erheblicher Investitionsbedarf.

Die Nachfrage nach Saucen im Glas gehe zurück, weil Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend andere Verpackungsformate bevorzugten. Die dadurch sinkende Auslastung verschärfe die Kostenprobleme des Standorts zusätzlich. Mit dem Betriebsrat will das Unternehmen zeitnah über sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Beschäftigten sprechen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Verhandlungen über Sozialpläne mit dem Betriebsrat.

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Wie viele der 320 Mitarbeiter können tatsächlich intern weiterbeschäftigt werden?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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