
NRW-Innenminister Herbert Reul und Justizminister Benjamin Limbach informieren über Ermittlungserfolg gegen Ransomware-Netzwerk
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Qilin gilt als eines der weltweit bekanntesten und aggressivsten Hacker-Netzwerke. Die Gruppe nutzt Ransomware, um Systeme zu blockieren und Lösegelder zu erpressen.
Über Details zu den Ermittlungen gegen die Hacker-Gruppe Qilin und die Festnahme eines Mitglieds im Ausland informierten NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und Landesjustizminister Benjamin Limbach (Grüne) am Mittwochnachmittag.
Qilin gilt laut NRW-Landesregierung als "eines der bekanntesten und aggressivsten Hacker-Netzwerke weltweit". Das Landeskriminalamt habe "einen der führenden Köpfe gefasst", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Bereits im Mai habe man den 28-jährigen Russen mithilfe der japanischen Polizei in Tokyo festgenommen.
Am vergangenen Freitag sei der Tatverdächtige nach Deutschland ausgeliefert worden, sagte Reul weiter. "Eigentlich wollte der Mann Urlaub in Japan machen, aber statt Sushi gibt's jetzt Käsebrot in einer deutschen JVA." Reul sprach von einem "historischen Ermittlungserfolg" für das LKA.
Ermittlerinnen und Ermittler des Landeskriminalamtes und der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) hatten die Hacker-Gruppe demnach infiltriert, sprich heimlich unterwandert, und monatelang beobachtet.
Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, nahm die japanische Polizei den russischen Staatsangehörigen fest und überstellte ihn an deutsche Behörden. Der Mann soll laut einer japanischen Zeitung, die sich auf Ermittlerkreise berief, unter anderem für einen Ransomware-Angriff auf ein deutsches Logistikunternehmen verantwortlich sein.
"Ransomware sind Schadprogramme, die auf die Blockade des Computersystems oder die Verschlüsselung der Betriebs- und Nutzerdaten abzielen", informiert das in Bonn ansässige Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. "Für die Freigabe wird dann ein Lösegeld (englisch: Ransom) verlangt."
Bei dem Angriff soll der Qilin-Hacker das Unternehmen mit der Veröffentlichung gestohlener Daten erpresst haben. Für deren Geheimhaltung soll er umgerechnet fast 150.000 Euro in Bitcoin verlangt haben.
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