Nach dem Tod von Hubert Aiwanger: FW-Parteitag verschoben - Gotthardt übernimmt zunächst als Wirtschaftsminister
Die Freien Wähler stehen nach dem Tod ihres Bundes- und Landesvorsitzenden vor einer Neuordnung.
Quick Look
- Nach dem Tod des Freie-Wähler-Chefs Hubert Aiwanger im Alter von 55 Jahren stehen die Freien Wähler vor der Herausforderung, einen neuen Landes- und Bundesvorsitzenden zu finden.
- Staatssekretär Tobias Gotthardt übernimmt vorerst die Amtsgeschäfte im Ministerium.
AI-generated summary
Why It Matters
Hubert Aiwanger war langjähriger Landes- und Bundesvorsitzender der Freien Wähler sowie eine prägende Figur in der bayerischen Politik.
Die Freien Wähler, deren starke Stimme und starker Mann Aiwanger war, brauchen nun einen neuen Landes- und Bundesvorsitzenden. Als Landeschef war Aiwanger erst vor einem Jahr wiedergewählt worden - auch in der Partei ist noch nicht klar, wie es nun weitergeht. „Die Freien Wähler Bayern werden ihre Arbeit im Sinne von Hubert Aiwanger weiterführen“, teilte die Partei in der Nacht zu Donnerstag mit. Als Bundesvorsitzender wollte sich Aiwanger eigentlich übernächstes Wochenende erneut im Amt bestätigen lassen.
Im bayerischen Wirtschaftsministerium wird jetzt mindestens vertretungsweise Staatssekretär Tobias Gotthardt (Freien Wähler) die Amtsgeschäfte übernehmen - so ist es in der Geschäftsordnung der Staatsregierung geregelt. Ob und wann die Freien Wähler ihre Posten nach- oder umbesetzen, wird sich zeigen. Gotthardt werde umgehend von einer Delegationsreise aus Singapur nach Bayern zurückkehren, teilte das Ministerium am Abend mit.
Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte Aiwangers Tod am Abend bestätigt - er wurde nur 55 Jahre alt. Es sei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden, um „die konkrete Todesursache und den Hergang des Todes herauszufinden sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen“, hieß es in einer Mitteilung.
„Hubert Aiwanger war ein echter Freigeist. Vielleicht auch einer der letzten, den wir haben“, sagte der EU-Abgeordnete Streit. „Er war nah bei den Menschen und ihnen zugewandt und ein Kämpfer für den kleinen Mann.“ Gleichzeitig habe er aber immer das Große im Blick gehabt, „auch über Bayern hinaus für Deutschland“. „Die Freien Wähler wurden mit Hubert Aiwanger assoziiert. Wir waren die Aiwanger-Partei. Wir waren die Bayern-Partei“, sagte Streit. Denn Aiwanger habe der Partei als „Lichtgestalt“ voran gestanden.
Wie die Nachfolge von Aiwanger geregelt werde „ist nach der Beisetzung erst ein echtes Thema für uns“, sagte Streit. „Die meisten Mitglieder der Freien Wähler kommen aus Bayern“ und in Bayern werde auch die Entscheidung getroffen, „wer in Zukunft die Freien Wähler in Deutschland führen wird“.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Regelung der Parteifolge nach der Beisetzung
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Wie lautet die genaue Todesursache laut Staatsanwaltschaft?
- Wer wird die Nachfolge von Hubert Aiwanger antreten?





