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Nach der Berlin-Wahl: Linke, Grüne und SPD in Berlin beschließen Sondierungen
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Die Zeit55 minutes agoPolitics2 min readGermany

Nach der Berlin-Wahl: Linke, Grüne und SPD in Berlin beschließen Sondierungen

Nach Einigung auf Grundsätze zu Antisemitismus und organisierter Kriminalität beginnen die Parteien mit der Sondierung für eine mögliche rot-grün-rote Koalition.

Quick Look

  • Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus nehmen Linke, Grüne und SPD Sondierungsgespräche auf.
  • Voraussetzung war eine Einigung auf gemeinsame Standards im Umgang mit Antisemitismus und organisierter Kriminalität, nachdem es zuvor interne Vorfälle gab.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Sondierungen folgen auf die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September. Vorausgegangen waren öffentliche Kontroversen um die Haltung von Teilen der Linken zu Israel und Kontakten zu kriminellen Milieus.

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Linke, Grüne und SPD in Berlin nehmen Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung auf. Das teilten die drei Parteien zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus mit.

Voraussetzung für diesen Schritt war eine gemeinsame Verständigung bei dem zuletzt heftig diskutierten Thema Antisemitismus. «Wir schützen jüdisches Leben, stärken das Miteinander und setzen uns für Frieden und Verständigung ein», hieß es in einer Vereinbarung der drei Parteien. Das Existenzrecht Israels sei «unverhandelbar». Außerdem einigten sich die Parteien auf den Schutz jüdischen Lebens: «Wir stärken die Polizei und den Verfassungsschutz in ihrem Auftrag, jüdisches Leben in Berlin zu schützen.»

Partei- und Fraktionsmitglieder, die gegen die beschlossenen Grundsätze verstoßen, müssen demnach mit dem Ausschluss rechnen. «Über die Konsequenzen entscheidet sie (die betroffene Fraktion) in eigener Verantwortung und kommuniziert ihre Entscheidung transparent», so der Beschluss.

Ebenfalls verständigten sich Linke, Grüne und SPD darauf, Kontakte zur organisierten Kriminalität strikt zu meiden und bei Verstößen zu ahnden. Mitglieder des Senats, Mandatsträgerinnen und -träger der Fraktionen und «unsere Parteien wahren eine klare Distanz zu Personen und Personenkreisen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden», heißt es in der Vereinbarung.

Es hieß, man steige auf Basis der Einigung direkt in Sondierungsgespräche ein. Linke, Grüne und SPD haben ihre Sondierungsteams bereits vor geraumer Zeit benannt.

Sondierungen zur Regierungsbildung sind noch keine Koalitionsverhandlungen. Dabei stecken die Beteiligten ab, welche Punkte ihnen besonders wichtig sind und ob Koalitionsverhandlungen überhaupt erfolgversprechend wären. Solche Gespräche können auch scheitern.

Bei der Wahl am 20. September war die Linke mit 25,7 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden. Sie setzt nun auf eine rot-grün-rote Koalition. Wenn es dazu kommt, könnte die Partei mit ihrer Co-Fraktionsvorsitzenden Elif Eralp erstmals eine Regierende Bürgermeisterin in Berlin stellen.

Grüne und SPD hatten eine Vereinbarung zu Antisemitismus, zum Umgang mit Rassismus und organisierter Kriminalität aber zur Bedingung für den Start von Sondierungsgesprächen gemacht. Hintergrund sind mehrere Vorfälle bei der Linken, die Besorgnis auch bei den potenziellen Koalitionspartnern ausgelöst hatten.

Teile der Berliner Linken stehen wegen ihrer Positionen zu Israel und Palästina und zum Antisemitismus immer wieder in der Kritik. Für Wirbel hatte unter anderem eine Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September gesorgt, bei der ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans sowie ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend waren. Er soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft ist.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Aufnahme von Sondierungsgesprächen durch Linke, Grüne und SPD.

    Very likely · Within days

Open Questions

  • Werden die Sondierungen erfolgreich in Koalitionsverhandlungen münden?
  • Wie wird die Umsetzung der Antisemitismus-Vereinbarung in der Praxis kontrolliert?

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This article was originally published by Die Zeit.

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