Nach Gewalteskalation in Frankreich – Plünderer versuchten offenbar, Waren im Netz zu verkaufen
Nach schweren Ausschreitungen in Frankreich tauchen in sozialen Netzwerken Berichte auf, wonach gestohlene Ware auf Online-Plattformen angeboten wurde.
Quick Look
- Nach schweren Ausschreitungen in Frankreich sollen geplünderte Waren wie Elektronik, Kosmetik und Kleidung über die Verkaufsplattform Vinted angeboten worden sein.
- Berichten zufolge prahlten Verkäufer teils mit der Herkunft aus den Krawallen, während Vinted betonte, illegale Angebote umgehend zu entfernen.
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Why It Matters
Nach schweren Ausschreitungen in mehreren französischen Städten wurden mehr als 3000 Läden verwüstet und ausgeraubt.
Nach den schweren Ausschreitungen in mehreren französischen Städten sind in sozialen Netzwerken Berichte aufgetaucht, wonach geplünderte Waren über die Verkaufsplattform „Vinted“ angeboten worden seien. Darüber berichtete die britische Zeitung „Daily Mail“, sie beruft sich auf Screenshots, Nutzerhinweise und Postings in den sozialen Medien (TikTok).
Demnach sollen unter anderem Elektronikartikel, Kleidung, Turnschuhe, Videospiele, Kosmetika und Parfüm zu auffällig niedrigen Preisen und in großen Mengen angeboten worden sein. Screenshots, die die Zeitung als Beleg veröffentlichte, zeigten ganze Tischplatten oder auch Taschen voll mit Kosmetika der Trendmarke „Sephora“. Zu sehen waren auch nagelneue Fußballtrikots mit Etikett.
Auf Pressefotos und Online-Videos, die die Krawalle und Plünderungen zeigten, waren die zumeist jugendlichen Randalierer dabei zu sehen, wie sie stapelweise Trikots aus den Läden trugen – oder auch ganze Papp-Paletten voller Kosmetika. Dem Bericht zufolge prahlten die Anbieter teils sogar mit der Herkunft ihrer Waren. Bei X etwa kursierten Videos, bei denen die „Beute“ stolz präsentiert wurde.
Auch auf den Online-Plattformen sei das Diebesgut ungehemmt präsentiert worden. So wurde laut „Daily Mail“ ein Pullover beschrieben als „während der Proteste gestohlen“. Andere Anbieter nannten sogar die Städte, aus denen die „Waren“ herkommen: In einem Angebot hieß es beispielsweise, die Ware stamme von einem „Protest in Lyon“, anderswo wurde das Datum „17. Oktober“ in die Angebotszeile gepackt.
Unabhängig überprüft werden können diese Berichte und Postings jedoch nicht. Zudem waren die mutmaßlichen Angebote offenbar nur kurze Zeit online und verschwanden dann rasch wieder. Auch ob es sich tatsächlich um bei den Unruhen erbeutete Gegenstände handelte, bleibt unklar.
Die Plattform „Vinted“ erklärte auf Nachfrage von „Daily Mail“, Angebote umgehend zu entfernen, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen oder den Verdacht auf illegale Aktivitäten begründen würden.
Mehr als 3000 Läden wurden bei den Protesten und Ausschreitungen landesweit verwüstet und ausgeraubt, schreibt die Agentur AFP. Die französischen Behörden verhängten am Montag in Teilen mehrerer Städte Ausgangssperren. Betroffen waren unter anderem Paris, Lille und Nizza.
Open Questions
- Waren die angebotenen Waren tatsächlich das Ergebnis der Plünderungen?
- Wie viele Nutzer boten aktiv gestohlene Waren auf Vinted an?




