Nach Sturzflut im Himalaya: Rettungsaktionen in Nepal stocken wegen Schlamm und Tunneln
Quick Look
- Nach einer verheerenden Sturzflut im Himalaya hat die nepalesische Armee die Such- und Rettungsaktionen in der Region Bagmati intensiviert, stößt jedoch auf Schwierigkeiten aufgrund abgelagerten Schlamms und blockierter Tunnel.
- Über 4.400 Menschen wurden bisher gerettet, während 1.924 Personen weiterhin vermisst werden, darunter 517 Ausländer.
AI-generated summary
Why It Matters
In Nepal ist die Armee hauptsächlich für Such- und Rettungsaktionen bei Katastrophen zuständig. Die Region Bagmati grenzt an Tibet und ist bei Touristen beliebt.
Nach der zerstörerischen Sturzflut im Himalaya hat die Armee in Nepal die Such- und Rettungsaktionen intensiviert, stößt aber weiterhin auf große Probleme. «Der schwierigste Teil ist der abgelagerte Schlamm als Folge der Flutwelle», sagte Armeesprecher Raja Ram Basnet in Battar Bazar in der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati. Dadurch sei es sehr schwierig, Hubschrauber in den betroffenen Gebieten wie Temure, Syabrubesi und Mailung zu landen oder zu starten.
Derzeit sind laut Basnet unter anderem 14 Rettungshubschrauber in der Region im Einsatz. Die Rettungsaktionen seien verstärkt worden. Bis zum Freitagabend (Ortszeit) gab die Katastrophenschutzbehörde des Landes die Zahl der Geretteten mit mehr als 4.400 Menschen an.
Die Armee bringt auf das Gelände eines Armeetrainingscamps in Battar Bazar kontinuierlich Personen mit Hubschraubern in Sicherheit, die teilweise von der Außenwelt abgeschnitten waren. In Nepal ist die Armee hauptsächlich für Such- und Rettungsaktionen bei Katastrophen zuständig.
Schwer zugängliche Tunnel
Als eine weitere Hürde nannte der Sprecher bestehende Tunnel im Gebirge, in denen Menschen festsaßen. Am Freitagmorgen (Ortszeit) seien nur vier Personen aus den Tunneln gerettet worden. Vermutlich befänden sich in ihnen noch zahlreiche Menschen.
In einem Video war zu sehen, wie die Armee zwei mit Schlamm überzogene Arbeiter lebend aus einem Tunnel an einem Wasserkraftwerk zogen. Die Männer wurden von den Rettern auf dem Rücken zu einem Hubschrauber getragen.
Wie lange die Rettungsaktionen noch andauern könnten, sei schwierig zu sagen, sagte Basnet. Vermisst werden in der bei Touristen beliebten Gebirgsregion 1.924 Personen, darunter 517 Ausländer, wie die nepalesischen Behörden am Freitag mitteilten. Auf chinesischer Seite in Tibet wurden 558 Vermisste gemeldet.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Rettungsaktionen werden aufgrund von Schlamm und blockierten Tunneln noch mehrere Tage andauern.
Likely · Within days
Die Zahl der geretteten Personen wird in den nächsten Tagen weiter steigen.
Very likely · Within days
Open Questions
- Wie viele der Vermissten werden wahrscheinlich noch lebend gefunden?
- Wie lange werden die Rettungsaktionen aufgrund von Schlamm und Tunnelblockaden noch andauern?
- Welche langfristigen Maßnahmen werden ergriffen, um ähnliche Katastrophen zu verhindern?



