
Schnäppchenjäger nutzen Preisrutsch bei Technologie- und Halbleiterwerten; starker Arbeitsmarktbericht schürt Zinsspekulationen
AI-generated summary
Nach heftigen Verkäufen bei KI-Werten infolge der US-Zwischenwahlen nutzten Investoren am Freitag den Preisrutsch zum Wiedereinstieg. Der Nasdaq und der S&P 500 legten zu, während der Dow Jones nachgab. Ein überraschend starker Arbeitsmarktbericht für Oktober schürte Spekulationen über eine Zinserhöhung der Fed.
Der Preisrutsch bei KI-Werten ist beendet. Vor dem Wochenende nutzen Schnäppchenjäger ihre Chance und greifen unter anderem bei Chipherstellern zu. Für Erstaunen an der Wall Street sorgt der jüngste Arbeitsmarktbericht.
Nach den jüngsten Kursverlusten haben Schnäppchenjäger am Freitag an der Wall Street vor allem bei Technologieaktien zugegriffen. Während der technologielastige Nasdaq und der breit gefasste S&P 500 zulegten, gab der Leitindex Dow Jones nach. Der Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer bei 51.286 Punkten. Der S&P 500 rückte dagegen um 0,3 Prozent auf 7377 Zähler vor. Der Nasdaq gewann 1,1 Prozent auf 24.579 Punkte.
Auf der Kaufliste der Investoren standen insbesondere Papiere aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), die am Vortag noch stark unter die Räder gekommen waren. Die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen hatten in dieser Woche heftige Verkäufe bei KI-Werten ausgelöst. US-Präsident Donald Trump ist ein Förderer von KI, während viele US-Bürger dem Ausbau der Technologie skeptisch gegenüberstehen. Neben der Sorge um Arbeitsplätze ist es vor allem der Bau von wasser- und energiehungrigen Rechenzentren, der den Widerstand gegen KI wachsen lässt.
Den kräftigen Preisverfall der letzten Tage nutzten nun viele Händler zum Wiedereinstieg. Aktien von Halbleiterkonzernen erholten sich. Nvidia legten um 3,6 Prozent zu, Advanced Micro Devices um 9,9 und Intel um 7,4 Prozent. Tesla und SpaceX waren nach dem Kurssturz vom Donnerstag ebenfalls wieder gefragt. "Wir glauben nach wie vor, dass KI das dominierende Thema in diesem Bullenmarkt ist", sagte Keith Lerner, Anlagechef bei Truist Advisory Services. Der jüngste Ausverkauf biete vielen Anlegern wahrscheinlich eine längerfristige Kaufgelegenheit.
Bei den Einzelwerten standen außerdem Atlassian und Airbnb im Fokus. Die Aktien des Softwareunternehmens Atlassian fielen nach der Vorlage von Zahlen zum ersten Quartal. Die Papiere der Ferienwohnungs-Plattform Airbnb legten dagegen um 11,4 Prozent zu, nachdem der Konzern seine Prognose für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2026 angehoben hatte.
Für Gesprächsstoff sorgte ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht. Im Oktober wurden mehr Stellen geschaffen als erwartet, die Arbeitslosenquote fiel auf 4,1 Prozent. Dies schürte Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed). Daten von LSEG zufolge veranschlagten Händler die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts im Dezember nun auf 78 Prozent, nach zuvor 70 Prozent. "Das sind starke Zahlen", sagte Joe Saluzzi, Co-Leiter des Aktienhandels bei Themis Trading. Er äußerte jedoch Zweifel, ob die Fed die Zinsen angesichts unruhiger Märkte anheben wolle.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Fed wird im Dezember über eine Zinserhöhung entscheiden
Likely · Within weeks
KI-Aktien erholen sich längerfristig
Possible · Within weeks

According to Bloomberg, OpenAI has raised $11 billion in a new round of financing and is valued at $1.25 trillion. The money was transferred on Friday, and the rest of the round worth up to $20 billion is expected to be completed in the coming weeks.

Tesla wants to stop Cybertruck production in Texas in the middle of next year to make room for the construction of Cybercab robotaxis without steering wheels and pedals. The pickup was introduced in 2019, came onto the market late in 2023 and, according to experts, sold significantly less than planned. Barclays estimates current annual production at around 20,000 vehicles with a capacity of 125,000 units.

More than 400,000 workers in the metal and electrical industries took part in warning strikes. IG Metall is demanding five percent more money and is threatening to intensify industrial action if employers in Bavaria and North Rhine-Westphalia do not present an improved offer on Monday.

The company HLS Hanse Line Shipping is planning a daily ferry connection between Sassnitz and Trelleborg from summer. However, the port operator in Mukran says he knows nothing about it. The connection is intended to be the shortest route between Germany and Sweden.

The DAX lost almost two percent after a global sell-off in AI and semiconductor stocks, giving up its weekly gain. German stocks such as Infineon, Siemens Energy and Hochtief were also affected, but have since recovered. On the US stock exchanges, the Nasdaq 100 rose at the start of trading, but was only able to partially offset the losses of the past few days.

In the US midterm elections, Democrats won both chambers of Congress and at least five governorships, including in Texas. Tech stocks then plummeted on Wall Street; the Nasdaq lost more than five percent and the Philadelphia Semiconductor Sector Index its biggest daily loss since March 2020.