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Newsblog zum Ukraine-Krieg: Tote bei Angriffen auf Saporischschja
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Newsblog zum Ukraine-Krieg: Tote bei Angriffen auf Saporischschja

Mindestens sieben Tote in Saporischschja, während die Ukraine mit Drohnenangriffen auf russisches Gebiet reagiert und Trump Diesel-Lieferungen ankündigt.

Quick Look

  • Bei russischen Angriffen auf Saporischschja und in der Ostukraine gibt es zahlreiche Tote, darunter Minderjährige.
  • Die Ukraine reagiert mit Gegenangriffen auf russische Regionen.
  • US-Präsident Trump stellt derweil große Diesellieferungen aus Russland in Aussicht.

AI-generated summary

Why It Matters

Der Ukraine-Krieg dauert an, mit anhaltenden gegenseitigen Luftangriffen auf Infrastruktur und zivile Ziele.

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Newsblog zum Ukraine-KriegTote bei Angriffen auf Saporischschja

10. Oktober 2026, 10:55 Uhr|

Mindestens sieben Menschen werden getötet, unter ihnen nach Angaben von ukrainischer Seite drei Minderjährige. Die Ukraine reagierte mit Gegenangriffen auf das südrussische Gebiet Rostow.

Alle Entwicklungen im Newsblog

Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja - Ukraine reagiert mit Gegenangriffen

Trump kündigt große Diesellieferungen aus Russland an

Ukraine: 33 Tote nach russischem Angriff auf Linienbusse in der Ostukraine

Kiew und ukrainische Regionen nach Angriffen ohne Strom

Selenskij: Mindestens 32 Tote und 100 Verletzte bei Großangriffen an Putins Geburtstag

Trump kündigt große Diesellieferungen aus Russland an

US-Präsident Donald Trump hat nach einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Hunderttausende Tonnen an Diesel aus Russland in Aussicht gestellt. Er habe mit Putin unter anderem vereinbart, dass „umgehend“ mehr als 300 000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung gestellt würden, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Im Laufe des Novembers solle eine weitere halbe Million Tonnen Diesel freigegeben werden sowie eine Million Tonnen „sofort danach“ Wegen bestehender Sanktionen gegen Russland stellte das US-Finanzministerium dafür eine temporäre Erlaubnis aus.

Der Schritt soll zu fallenden Spritpreisen in den USA führen. Die Preise sind wegen Trumps Krieg gegen Iran gestiegen, seine Republikaner stehen bei den anstehenden Zwischenwahlen im November massiv unter Druck.

Der Kreml bestätigte die Vereinbarung. „Bei der Diskussion der Situation auf dem weltweiten Energiemarkt bestätigte die russische Seite ihre Bereitschaft, Erdöl und Erdölprodukte auf den amerikanischen und die Weltmärkte zu liefern“, hieß es in der schriftlichen Erklärung Putins. Das werde sich positiv auf die „gesamte Weltwirtschaft“ auswirken. Telefonisch seien mit Trump sowohl Russlands Angriffe auf die Ukraine als auch die Iran-Situation besprochen worden.

Scharfe Kritik kam vom ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij: „Die Erlaubnis für Russland, Erdölprodukte zu verkaufen, ist eine Investition in den Krieg (gegen die Ukraine), den man beenden und nicht verlängern muss.“ Moskau werde mit weiterem „Terror und Gemeinheiten“ danken.

Im US-Nachrichtenportals Axios nannte Selenskij die Vereinbarung „unfair und nicht ehrlich“. Besonders verärgert zeigte er sich darüber, dass Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner parallel zu der Vereinbarung mit Putin in Miami mit ukrainischen Unterhändlern über ein mögliches Ende des Krieges verhandelten. Von dem geplanten Diesel-Abkommen sei dabei keine Rede gewesen.

Auf die Selenskijs Kritik angesprochen, verteidigte Trump die Vereinbarung. „Wir brauchen Öl für die Welt“, sagte er. Man sei sehr froh, die Lieferungen zu bekommen.

Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja - Ukraine reagiert mit Gegenangriffen

Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine mindestens sieben Menschen getötet worden. Die Gebietshauptstadt Saporischschja sei an mehreren Stellen getroffen worden, schrieb der Militärgouverneur der gleichnamigen Region, Mychajlo Semikin, auf der Plattform Telegram. Unter den Todesopfern seien drei Minderjährige, außerdem gebe es zehn Verletzte, schrieb er. Such- und Rettungsarbeiten dauern demnach an. Semikin veröffentlichte Fotos und Videos, die Schäden und starke Zerstörungen an Wohnhäusern und ausgebrannte Autos zeigen.

Die Ukraine nahm bei Gegenangriffen ihrerseits das südrussische Gebiet Rostow ins Visier. Auf der Nasa-Website Firms, die weltweit Brandherde erfasst, waren mehrere Feuer dort zu sehen, wo sich ein Erdöl verarbeitendes Unternehmen befindet. Der Gouverneur der Region schrieb bei Telegram von Bränden und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. Sechs Menschen benötigten demnach ärztliche Hilfe.

Mehr als 100 Drohnen seien über dem Gebiet Rostow abgewehrt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt zu haben.

Großbritannien will trotz des US-Diesel-Deals die Russlandsanktionen fortsetzen

Auch nach der Ankündigung des Diesel-Geschäfts zwischen den USA und Russland will Großbritannien an seiner Unterstützung für die Ukraine und an den Sanktionen gegen Moskau festhalten. „Die Haltung Großbritanniens könnte nicht klarer sein“, sagte ein Regierungssprecher: „Wir werden weiter eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Ukraine die militärische und finanzielle Unterstützung erhält, die sie zur Selbstverteidigung braucht. Wir werden zudem den Druck auf Russland durch das härteste Sanktionsregime aufrechterhalten, das Großbritannien je verhängt hat.“

Selenskij: 78 Tote innerhalb von zwei Tagen durch russische Angriffe

Bei gegenseitigen Angriffen hat es in Russland und der Ukraine mehrere Tote und Verletzte gegeben. Auf ukrainischer Seite wurde bei russischen Angriffen auf die Stadt Saporischschja mindestens ein Mensch getötet. Zudem gab es nach Angaben örtlicher Behörden mehrere Verletzte, darunter ein Kind.

Bei Angriffen in der gesamten Ukraine wurden nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij in den vergangenen zwei Tagen 78 Menschen getötet und 215 weitere verletzt. In einer Rede in der Stadt Pryluky forderte der ukrainische Präsident erneut einen erweiterten Zugang zum US-Satellitendienst Starlink. Dies könne der Ukraine helfen, russische Abschussrampen für ballistische Raketen anzugreifen.

Ein ukrainischer Angriff auf die russische Grenzregion Belgorod forderte zwei Todesopfer und vier Verletzte, wie die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf lokale Behörden meldete. Bei einem Drohnenangriff in der Region Kaluga seien zudem neun Menschen verletzt worden. In der russischen Region Twer hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff eine Fabrik in Redkino gebrannt. Das Feuer wurde dem Gouverneur zufolge inzwischen jedoch gelöscht.

Erneut Rechenzentrum von Yandex in Russland von Drohnen getroffen

Beim russischen Technologiekonzern Yandex hat ein Drohnenangriff mehrere Module eines Rechenzentrums in der Region Kaluga vollständig außer Betrieb gesetzt. Es könne zu Beeinträchtigungen bei einigen Dienstleistungen des Unternehmens kommen, teilt Yandex mit.

Selenskij kritisiert fehlende US-Hilfe: „Das nennt man Unwillen!“

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij wirft den USA vor, seinem Land nicht helfen zu wollen. „Wo liegt also hier die Wahrheit, wo ist die Ehrlichkeit? Wo ist die Pattsituation? (…) Das nennt man Unwillen!“, sagte Selenskij in einer emotionalen Rede.

Ukrainischer Bischof verkauft Kleriker-Papiere als Schutz vor Kriegsdienst

Ein orthodoxer Bischof in der Ukraine hat 291 Wehrpflichtigen falsche Klerikerausweise und Weiheurkunden gegeben, damit sie vom Kriegsdienst in der ukrainischen Armee befreit werden. Ein Gericht im westukrainischen Kalusch verurteilte ihn zu drei Jahren Haft auf Bewährung.

Ukraine: 33 Tote nach russischem Angriff auf Linienbusse in der Ostukraine

Bei einem russischen Bombenangriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 33 Menschen getötet worden. Es gebe zudem 18 Verletzte, teilte der Donezker Militärgouverneur Wadym Filaschkin mit.

Kiew und ukrainische Regionen nach Angriffen ohne Strom

Für die Ukraine bringen die verstärkten russischen Luftangriffe auf die Energieversorgung wieder mehr Stromausfälle und Abschaltungen. In der Hauptstadt Kiew und in einigen Landkreisen im Umland sei der Strom notfallmäßig abgeschaltet worden.

Ukraine trifft russisches Datenzentrum

Die Ukraine hat bei einem Gegenangriff ein Rechenzentrum des größten russischen Internetkonzerns Yandex getroffen. Das Unternehmen teilte mit, dass es einen „Vorfall“ gegeben habe.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Ukrainische Unterhändler reisen zu Gesprächen in die USA

    Very likely · Within days

Open Questions

  • Wie stark werden die US-Diesellieferungen die Spritpreise senken?
  • Reagieren andere westliche Partner auf die US-Sanktionslockerung?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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