
Witkoff und Kushner nehmen für die USA die Vermittlung für ein Ende des Kriegs in der Ukraine wieder auf. Nach dem Besuch in Russland soll erstmals auch ein Gespräch in Kiew folgen.
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Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit über vier Jahren an. Die USA versuchen unter der Trump-Regierung erneut, als Vermittler zwischen Moskau und Kiew aufzutreten.
Die Unterhändler von US-Präsident Donald Trump zum Ukraine-Krieg sind für Gespräche mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin in Moskau eingetroffen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner auf dem Flughafen Wnukowo gelandet seien. Ein Termin für das Gespräch im Kreml wurde offiziell nicht genannt. Bisherige Treffen mit Putin fanden meist spätabends statt.
Nach einer Pause aktivieren die USA damit ihre Vermittlungsversuche für ein Ende des seit viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskriegs wieder. Witkoff und Kushner waren schon mehrmals in Moskau. Am Sonntag sollen sie erstmals auch die ukrainische Hauptstadt Kiew besuchen.
Vor einer US-Vermittlungsmission im Ukraine-Krieg sind vier Menschen im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk durch einen russischen Luftangriff getötet worden. Der Angriff habe einen Industriebetrieb in der Stadt Kamjanske getroffen, teilte Gebietsgouverneur Olexander Hanscha auf Telegram mit. Es habe sechs Verletzte gegeben. Produktionsanlagen und Infrastruktur seien beschädigt worden, der gesamte Betrieb sei deshalb eingestellt worden, teilt der Stahlproduzent Metinvest mit. „Dies ist ein erneuter Angriff auf eine zivile Stahlproduktionsanlage von Metinvest und ein weiterer Beweis für Russlands systematische Angriffe auf die ukrainische Industrie“, erklärt das Unternehmen. Das getroffene Stahlwerk produziere Roheisen und Stahl ausschließlich für zivile Zwecke. Das russische Militär in Moskau sprach von einem Angriff auf ein großes Metallkombinat, das die ukrainische Rüstungsindustrie beliefere. Einschläge russischer Drohnen wurden in der Nacht auch aus dem Großraum Kiew gemeldet.
Über Russland hingegen wurden in der Nacht 59 ukrainische Drohnen abgewehrt, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Die vergleichsweise niedrige Zahl lässt darauf schließen, dass die Ukraine wie angekündigt eine Feuerpause wegen des Besuchs der US-Vermittler einhält.
Kurz vor dem erwarteten Besuch von US-Unterhändlern in Kiew haben die russischen Streitkräfte nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij die Flughäfen der Hauptstadt beschossen. Die Flughäfen Schuljany und Boryspil seien demonstrativ zum ersten Mal seit einiger Zeit angegriffen worden, schrieb er in den sozialen Netzwerken.
Selenskij unterstellte, dass Moskau damit Unsicherheit vor der Anreise der Amerikaner verbreiten wolle. „Die russischen Treffer auf die Airports sind eine Reaktion auf die Diskussionen und die Vorbereitungen darauf, dass die US-Seite mit dem Flugzeug in die Ukraine kommen und am Kiewer Flughafen oder in Boryspil landen könnte“, schrieb er. Die Ukraine werde ihre Drohnenangriffe zur Lähmung des russischen Flugverkehrs kommende Woche entsprechend ausrichten, drohte er.
Bei ukrainischen Angriffen in den vergangenen 24 Stunden sind im russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Luhansk fünf Menschen getötet worden. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, sagt Leonid Pasetschnik, der von Russland eingesetzte Gouverneur, in dem besetzten Gebiet.
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat erneut eine Feuerpause zwischen Ukraine und Russland ausgehandelt, um die Reparatur des Atomkraftwerks Saporischschja zu ermöglichen. IAEA-Chef Rafael Grossi kündigte an, dass die Reparaturarbeiten am Samstag beginnen würden, nachdem Entminungsarbeiten durchgeführt worden seien. Das Kernkraftwerk Saporischschja und die Kühlsysteme der von Russland besetzten Anlage könnten innerhalb von Tagen von einem Blackout betroffen sein, warnte die IAEA auf der Plattform X.
Die beiden US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden am Sonntag nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij in Kiew erwartet. US-Präsident Donald Trump bestätigte das. Demnach werden die Gesandten auch nach Moskau reisen. Die Geschäftsleute sind in der Trump-Regierung für die Bemühungen um ein Kriegsende in der Ukraine zuständig.
Die russische Armee hat das Hauptgebäude des ukrainischen Geheimdienstes SBU im Zentrum der Hauptstadt Kiew mit einer Drohne angegriffen. „Die Drohne zielte direkt auf das Arbeitszimmer des SBU-Leiters in diesem Gebäude“, teilte Präsident Wolodimir Selenskij bei Telegram mit. Der Staatschef gab demnach SBU-Chef Olexander Poklad Anweisung, den Russen „spiegelbildlich“ auf diesen Schlag zu antworten. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko wurden fünf Menschen verletzt.
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt ein Öldepot in der russischen Schwarzmeer-Hafenstadt Sotschi. Dies teilten die russischen Behörden der Region Krasnodar über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Durch ukrainischen Beschuss sind im russischen Grenzgebiet Belgorod nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilte der kommissarische Gouverneur der westrussischen Region, Alexander Schuwajew, bei Telegram mit.
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US-Unterhändler reisen am Sonntag nach Kiew.
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