NS-Raubkunst: Gemälde in Argentinien an Erbin zurückgegeben
Quick Look
- Ein im Zweiten Weltkrieg geraubtes Gemälde von Giacomo Antonio Melchiorre Ceruti wird in Argentinien an die Erbin des jüdischen Galeristen Jacques Goudstikker restituiert.
- Die derzeitigen Besitzer verzichteten im Rahmen einer gerichtlichen Einigung auf Ansprüche.
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Why It Matters
Das Gemälde gehörte Jacques Goudstikker, dessen Sammlung während der deutschen Besatzung der Niederlande geplündert wurde. Goudstikker verstarb 1940 auf der Flucht.
Ein während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten geraubtes Gemälde soll in Argentinien an die Erbin seines einstigen jüdischen Besitzers zurückgegeben werden. Im Rahmen einer vor einem Bundesgericht in Mar del Plata erzielten Vereinbarung verzichteten die Tochter eines früheren NS-Funktionärs und ihr Ehemann auf sämtliche Ansprüche auf das Werk, das 2025 in ihrem Haus entdeckt worden war. Das teilte die argentinische Regierung mit.
Bei dem Gemälde handelt es sich um das „Porträt einer Dame“ des italienischen Malers Giacomo Antonio Melchiorre Ceruti aus dem 18. Jahrhundert. Es gehörte einst dem jüdischen Galeristen Jacques Goudstikker, dessen Kunstsammlung in Amsterdam während der deutschen Besatzung der Niederlande geplündert wurde. Goudstikker starb 1940 auf der Flucht.
Im Gegenzug für die vorläufige Einstellung des Gerichtverfahrens gegen Auflagen verzichteten sie laut der Zeitung „La Nación“ nun auf sämtliche Ansprüche auf das Bild. Das Gemälde befand sich seit der Rückgabe durch die Beschuldigten vor rund einem Jahr in Obhut der Justiz. Die Erbin des Galeristen will das Gemälde nun zunächst öffentlich in Argentinien ausstellen lassen. Anschließend soll es in die Niederlande zurückkehren.
Open Questions
- Wann genau findet die öffentliche Ausstellung in Argentinien statt?



