Nicolás Maduro meldet sich aus US-Haft in New York
Der inhaftierte ehemalige venezolanische Staatschef sendet Botschaft aus Gefängnis in Brooklyn
Quick Look
- Der inhaftierte Ex-Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, hat sich mit einer Botschaft aus einem Gefängnis in Brooklyn zu Wort gemeldet.
- Währenddessen steht die US-Regierung unter Druck, die Ölpreise vor den Zwischenwahlen durch Importe aus Venezuela zu senken.
AI-generated summary
Why It Matters
Die USA haben Venezuela angegriffen und Maduro festgenommen. Die aktuelle Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez wird von der US-Regierung unterstützt.
Die US-Regierung steht unter erheblichem innenpolitischem Druck. In etwas mehr als zwei Monaten stehen Zwischenwahlen an. Und ein großer Teil der Wählerschaft ärgert sich über die anhaltend hohen Preise an der Zapfsäule. In der Vergangenheit hatte die republikanische Regierung die Ölreserven des Landes genutzt, um den Benzinschock zumindest ein wenig abzumildern.
Für eine deutliche Steigerung der Produktion sind zunächst erhebliche Investitionen und Arbeiten an der Infrastruktur in Venezuela erforderlich. Bei Venezuelas Reserven handelt es sich vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann. An der US-Golfküste sind Raffinerien auf solches Rohöl spezialisiert. Laut einem CNN-Bericht könnte eine Zunahme der venezolanischen Ölimporte die Effizienz der Raffinerien steigern.
Sowohl unter Trump als auch unter der Regierung seines Vorgängers Joe Biden wurden die Reserven angezapft. Als Gründe für die globalen Engpässe gelten unter anderem Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und der von den USA und Israel begonnene Krieg gegen Iran.
Maduro meldet sich aus US-Haft zu Wort
Die USA hatten das ölreiche südamerikanische Land Anfang des Jahres angegriffen und den damaligen Staatschef Nicolás Maduro festgenommen. Seitdem wird Venezuela von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez geführt, die von Trump unterstützt wird.
Rodriguez war Teil der Regierung Maduros, dem Menschenrechtsorganisationen Unterdrückung der Opposition, Korruption, Missachtung demokratischer Prinzipien und Misswirtschaft vorwarfen. Die eigentliche Oppositionsführerin María Corina Machado wurde seit Maduros Absetzung wiederholt öffentlich von der US-Regierung ins Abseits gedrängt.
Maduro selbst meldete sich am Wochenende aus dem Gefängnis zu Wort. Er sei »standhaft«, schrieb er in einer am Sonntag im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Botschaft an seine Landsleute in Venezuela. Dazu veröffentlichte er Fotos, die ihn offenbar in seinem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn zeigen.
»Ich schicke diese Fotos als kleines Geschenk an all meine Enkelkinder, an die Jungen und Mädchen und an all die guten Menschen, die uns lieben«, schrieb der 63-Jährige. »Ich möchte, dass Ihr wisst, dass wir standhaft bleiben, mit Herzen, die erfüllt sind von eurer Liebe«, fügte er hinzu. Auf den beiden veröffentlichten Fotos trägt Maduro einen grauen Trainingsanzug und zeigt mit den Händen das Friedenszeichen. Er scheint seit seiner Festnahme deutlich an Gewicht verloren zu haben.
Open Questions
- Wie reagiert die venezolanische Bevölkerung auf Maduros Inhaftierung?
- Werden die Ölimporte aus Venezuela tatsächlich signifikant gesteigert?




