Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für US-Ökonomen Hall und Woodford
Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften würdigt die Entwicklung makroökonomischer Modelle zur Stabilisierungspolitik.
Quick Look
- Die US-Ökonomen Robert E.
- Hall und Michael Woodford erhalten den diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für ihre makroökonomischen Modelle, die Regierungen und Zentralbanken bei der Stabilisierung der Wirtschaft unterstützen.
AI-generated summary
Why It Matters
Der Wirtschaftsnobelpreis wird seit 1969 verliehen und von der schwedischen Notenbank gestiftet. Er ist mit zwölf Millionen schwedischen Kronen dotiert.
Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an Robert E. Hall und Michael Woodford aus den USA. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt.
Woodford und Hall erhalten die Auszeichnung demnach für die Entwicklung makroökonomischer Modelle, die eine effektivere Stabilisierungspolitik ermöglichen. Auf Grundlage ihrer Modelle könnten gut abgestimmte fiskal- und geldpolitische Maßnahmen die wirtschaftlichen Ausschläge nach oben und unten abmildern, sagte die Generalsekretärin der Akademie, Ellen Moons, bei der Preisverkündung.
Grundlage für Regierungen und Zentralbanken
Die Preisträger hätten eine "solide theoretische Grundlage" für die Modelle geliefert, die heute von Regierungen und Zentralbanken weltweit verwendet würden, erklärte der Vorsitzende des zuständigen Komitees, John Hassler. "Mit ihnen sind wir besser gerüstet, um wirtschaftliche Schocks wie Energiekrisen oder plötzliche Veränderungen beim Konsumverhalten der Haushalte zu bewältigen."
Hall lehrt an der Stanford University in Kalifornien. Woodford unterrichtet an der Columbia University in New York.
In einer ersten Reaktion nannte Woodford die Auszeichnung eine enorme Ehre. "Es ist eine große Überraschung, aber es fühlt sich sehr gut an", sagte er, als er bei der Verkündung telefonisch aus New York zugeschaltet wurde.
Verleihung erst seit 1969
Der Nobelpreis im Fach Wirtschaftswissenschaften wird erst seit 1969 verliehen. Er geht als einziger der Preise nicht auf das Testament des schwedischen Industriellen und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel zurück. Der Preis wird von der schwedischen Notenbank gestiftet, deshalb nennt die Nobel-Stiftung ihn nicht offiziell Nobelpreis, sondern "Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel".
Dotiert ist der Preis in diesem Jahr wie die anderen Auszeichnungen auch mit zwölf Millionen schwedischen Kronen - das entspricht etwas mehr als einer Million Euro. Auch er wird am 10. Dezember, dem Todestag Nobels, in Stockholm verliehen.







