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Harald V. war seit 1991 König von Norwegen und galt als beliebter Monarch, der Sozialdemokratie und Monarchie vereinte. Sein Tod markiert das Ende einer Ära im ältesten Königreich Europas.
Norwegen hat einen neuen König. Haakon VIII., 53, hat unmittelbar nach dem Tod seines Vaters Harald V. die Führung des Königshauses übernommen. Bereits am Morgen traf er im königlichen Schloss in Oslo ein.
Anschließend empfing Haakon VIII. das Regierungskabinett zu einer außerordentlichen Sitzung. Vor dem Schloss hatten sich seit den Morgenstunden Hunderte Menschen versammelt, um zu trauern und Blumen niederzulegen.
Harald V. war am frühen Morgen im Alter von 89 Jahren im Reichskrankenhaus von Oslo gestorben. Er sei um 6.35 Uhr friedlich eingeschlafen, teilte das norwegische Königshaus mit.
Haakon ist mit Rolle in der Öffentlichkeit vertraut
Haakon war in der Sekunde des Todes von Harald zum König geworden. In Norwegen gilt: »Kongen er død – Leve Kongen« – Der König ist tot – es lebe der König. Die Nächste in der Thronfolge ist nun Haakons Tochter, Kronprinzessin Ingrid Alexandra.
Haakon VIII. hält einen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaft von der University of California und einen Master-Abschluss in Entwicklungsstudien von der London School of Economics and Political Science mit den Schwerpunkten internationaler Handel und Afrika. 1995 schloss er seine Ausbildung an der Königlich-Norwegischen Marineakademie ab und absolvierte zudem das Ausbildungsprogramm für Diplomaten des Außenministeriums.
Königshaus machte zuletzt mehrfach Schlagzeilen
Das norwegische Königshaus hatte zuletzt turbulente Zeiten durchgemacht. Im Februar war Harald wegen einer Infektion und Dehydrierung auf Teneriffa ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo er sich mit Königin Sonja auf einer privaten Reise befand. Seine ebenfalls 89 Jahre alte Frau wurde im Mai wegen Herzproblemen kurzzeitig ins Krankenhaus eingeliefert.
Haakons Frau und Haralds Schwiegertochter Mette-Marit geriet wegen ihrer Freundschaft mit dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und des Vergewaltigungsprozesses ihres Sohnes Marius Borg Høiby in die Negativschlagzeilen. Der 29-Jährige, der aus einer früheren Beziehung der Kronprinzessin stammt, war im Juni wegen zwei Vergewaltigungen und zahlreicher weiterer Straftaten zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre erklärte, er habe die Nachricht über den Tod von Harald V. mit »tiefe Trauer« aufgenommen. »Eine ganze Nation trauert und ist zugleich zutiefst dankbar für ein langes Leben, das Norwegen gewidmet war«, erklärte Støre. »König Harald liebte Norwegen. Und Norwegen liebte seinen König.« Eine Reise nach Deutschland hatte Støre am Vortag wegen des sich verschlechternden Gesundheitszustands von Harald V. abgesagt.
Er floh als Kind vor den Nazis, segelte bei Olympia und hielt Norwegen zusammen. Als König versöhnte Harald V. gelebte Sozialdemokratie und Krone. Nun ist der älteste Monarch Europas gestorben. Lesen Sie hier einen Nachruf.
AI outlook — possibilities, not facts
Haakon VIII. wird zunächst offizielle Trauerpflichten wahrnehmen und sich schrittweise in seine staatsmännischen Rollen einfinden.
Likely · Within weeks
Die öffentliche Diskussion um Mette-Marit und Marius Borg Høiby wird voraussichtlich anhalten, könnte aber durch staatliche Trauer vorübergehend überlagert werden.
Possible · Within months
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