Die Wirtschaftswissenschaftlerin plädiert für staatliche Eingriffe in die Preisgestaltung von Lebensmitteln, um die soziale Stabilität zu sichern und das Erstarken rechter Parteien zu verhindern.
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Isabella Weber lehrt an der Universität von Massachusetts und berät Regierungen. Sie verknüpft wirtschaftliche Unsicherheit mit dem Erfolg rechtsextremer Parteien.
Soll der Staat festlegen, was Reis und Öl im Supermarkt kosten? Ja, sagt Top-Ökonomin Isabella Weber. Im „Spiegel“ fordert sie Höchstpreise für Grundnahrungsmittel und staatliche Vorräte in großem Stil, um die Preise in Krisen stabil zu halten. „Natürlich kann es nicht darum gehen, die Preise von 97 Kaugummiarten festzulegen. Aber für einen Warenkorb von Grundnahrungsmitteln“, sagte sie dem Magazin.
Ähnlich wie einst bei Ludwig Erhards „Jedermann-Programm“ könnte die Regierung große Supermarktketten auffordern, Hauptnahrungsmittel zu einem stabilisierten Preis anzubieten, so Weber. Im Gegenzug bekämen sie Subventionen und Steuervergünstigungen. „Sie dürfen nur keine Übergewinne erwirtschaften.“ Weber lehrt an der US-Universität von Massachusetts in Amherst und berät weltweit Parteien und Regierungen.
Weber sieht Zusammenhang zwischen Krisen und AfD-Wahl. Die Ökonomin fordert eine grundlegend andere Wirtschaftspolitik als Antwort auf das Erstarken rechter Parteien. Deutschland stecke „in einer multiplen Wirtschafts- und Staatskrise, die zu Orientierungslosigkeit und Zukunftslosigkeit führt“, so Weber im Gespräch mit „Spiegel“. Forschungen seit den 1930er Jahren zeigten, dass wirtschaftliche Unsicherheit und Krisen mit Zulauf zu rechtsextremen Kräften korrelierten. „Wir sehen, dass diejenigen, die die AfD wählen, häufig unter finanzieller Unsicherheit leiden. Sie wollen eine Alternative zu einem unerträglichen Status quo, und da erscheinen die Mythen der Rechtsextremen als Ausweg.“
Weber setzt daher auf einen Staat, der sich konsequent um die Grundbedürfnisse der Menschen herum organisiert, etwa bezahlbaren Wohnraum bereitstellt, stark verbilligten Nahverkehr und günstige Lebensmittel. Die Ökonomin nennt das „antifaschistische Wirtschaftspolitik“ und behauptet, es gebe keinen anderen Weg, rechtsextreme Parteien aufzuhalten: „Wir müssen aufräumen mit der neoliberalen Prämisse, es gebe keine Alternative.“
Nötig sei eine „gedankliche Wende“ in der Wirtschaftspolitik. Die Wahlerfolge von Zohran Mamdani in New York oder der linken Spitzenkandidatin Elif Eralp in Berlin zeigten, dass derlei Konzepte von Wählern angenommen werden, zumindest in der Theorie. Mamdani sei es „auf eine geniale Art und Weise“ gelungen, eine Alternative zu bieten, die ihn an die Macht brachte. „Sie können so eine Politik als links abstempeln. Ich würde sagen, sie ist gesunder Menschenverstand.“
Minister of State for Culture Wolfram Weimer has given details for the first time about the exclusion of three bookstores from the German Bookstore Prize. A spokesman rejected the accusation that Weimer had ignored a recommendation from the department.
Before the central ceremony for German Unity Day in Bremen, Mayor Andreas Bovenschulte showed Chancellor Friedrich Merz and other politicians the market square in front of the historic town hall. He talked about the history of the Roland statue as a symbol of urban freedoms. The group took a group photo before heading to the town hall, accompanied by security forces and interested citizens in a positive mood.
The Federal Audit Office warns that the federal government will probably have to transfer 36.7 percent of all tax revenue to the pension fund by 2040, compared to currently around 29 percent. With the planned pension reform package, this share could rise to almost 46 percent.
EU Commission President Ursula von der Leyen has welcomed the G-7 agreement on the immediate use of emergency oil reserves and emphasized that no export bans should be imposed against allies. The federal government also welcomed the decision to release 100 million barrels of oil and oil products as an important sign of the group's unity.

The English Greens, led by Zack Polanski, are challenging the Labor government by taking radical positions on social policy and the question of Palestine. Polanski himself is running in a by-election in the London constituency of Holborn-St. Pancras and advocates for more social housing, a rent control and higher taxes on the super-rich. He also calls for “Palestine Action” to be removed from the terrorist list and for criminal proceedings against sympathizers to be dropped. The party is recording membership growth and local successes.
After the recount of the election results in the Berlin constituency Spandau 1, the AfD candidate Tommy Tabor wins the direct mandate instead of the CDU candidate Bettina Meißner. This means that five seats will be lost: one each for the CDU, SPD and Greens and two for the Left. The Berlin state parliament is expected to have 153 instead of 158 seats.