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Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt und findet jährlich in München auf der Theresienwiese statt. Es wird traditionell vom Oberbürgermeister von München angezapft. In diesem Jahr ist Dominik Krause von den Grünen der erste grüne Oberbürgermeister, der dieses Ritual übernimmt.
OktoberfestWiesn-Zelte öffnen: Besucher stürmen auf das Festgelände
19. September 2026, 9:17 Uhr
Erste Wiesn-Fans stehen bereits Stunden vor Einlass Schlange. Zum ersten Mal wird am Mittag ein grüner Oberbürgermeister anzapfen – nicht die einzige Premiere an diesem Tag.
Alle Entwicklungen im Liveblog
Neben eigenen Recherchen verwenden wir für diesen Liveblog Material der Nachrichtenagentur dpa.
Wichtige Updates
Sanitäter melden erste Einsätze bereits vor Wiesn-Start
Das Fass für Dominik Krause rollt an
So hoch liegt die Messlatte beim Anzapfen
Der "Wiesn-Run" beginnt mit Verzögerung an manchen Stellen
Mit ganzen zehn Minuten Verspätung öffnet der Haupteingang und die Wiesn-Ultras, die dort seit teilweise gestern Nachmittag in der Schlange stehen, rennen für einen guten Tisch um die Wette. An der Bavaria wurde ein paar Minuten früher geöffnet, deswegen heißt es jetzt Beeilung. Am heißesten begehrt ist heute ein Tisch im Schottenhamel-Festzelt. Dort wird in drei Stunden angezapft. Solange müssen die ersten Wiesngäste 2026 dann noch auf ihre erste Mass warten.
Willkommen zum Wiesn-Liveblog
Guten Morgen an diesem Anstich-Samstag,
heute beginnt das 191. Oktoberfest in München und wir begleiten Sie den Tag über in diesem Liveblog. Unsere Reporterinnen und Reporter fahren mit auf der Wiesnkutsche beim Einzug der Wirte, stehen beim Anstich vor dem Fass, das in diesem Jahr erstmals von einem grünen Oberbürgermeister angezapft wird, und berichtet vom Aufeinandertreffen von CSU-Ministerpräsident Markus Söder und Dominik Krause sowie den politischen Reaktionen darauf. Und natürlich vom Drumherum auf dem Festgelände und von zahlreichen Prominenten, die an diesem Tag auf der Wiesn feiern.
Der Blick geht noch vor Öffnung des Festgeländes zum Münchner Himmel. Derzeit sind keine Regenwolken in Sicht. Die Wetterprognose für dieses erste Oktoberfestwochenende lautet: viel Sonnenschein und milde Temperaturen. Heute erwarten die Meteorologen Temperaturen jenseits der 20 Grad.
Die wichtigsten Ereignisse an diesem Samstag:
Um 9 Uhr öffnet das Festgelände und die Massen rennen zu den Festzelten, um noch einen freien Tisch zu ergattern.
Gegen 10.35 Uhr startet der Einzug der Wiesnwirte. Dominik Krause fährt dann mit einer Kutsche Richtung Theresienwiese.
Punkt 12 Uhr folgt dann das traditionelle Anzapfen im Schottenhamel-Festzelt, erstmals durch einen grünen Oberbürgermeister.
Und falls Sie noch neu auf dem Oktoberfest sind und einen Besuch Planen, hier die wichtigsten Tipps für einen Besuch.
Die Bilder vom "Wiesn-Run"
Jedes Jahr wieder aufs Neue beeindruckend: der Ansturm zur Öffnung des Festgeländes. Dieses Jahr wurde die Menschenmenge am Eingang immer wieder kurz zurückgehalten, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der Ansturm lief dadurch deutlich entzerrter ab, weil nicht alle Wiesn-Fans auf einmal aufs Gelände strömten.
Seit Freitag, 16 Uhr, am Eingang gewartet – jetzt belohnt
Tom Friemer, 18, hat sich bereits gestern um 16 Uhr am Eingang an der Bavaria angestellt, zwischendurch wurde er abgelöst, hat ein paar Stunden geschlafen, dann stand er ab Mitternacht wieder an seinem Platz. Wie sie sich die Zeit vertrieben haben? Mit Karten spielen, Interviews geben und klar, auch dem ein oder anderen Drink. Und der Einsatz hat sich gelohnt: Mit 17 Leuten haben sie jetzt im Schottenhamel-Festzelt zwei Tische hinter der Bühne. Ob sie den ganzen Tag durchhalten? "Es wird schwer, aber man probiert alles, was geht", sagt Friemer.
Tom Friemer (zweiter von links) und seine Freunde im Schottenhamel-Festzelt. . Jacqueline Lang
Krause will mit Söder Achterbahn fahren
Krause und Söder treffen heute beim Anzapfen aufeinander, geht es nach dem Münchner Oberbürgermeister, soll es dabei nicht bleiben. Denn am kommenden Wochenende steht die Entscheidung um den deutschen Kandidaten für eine Olympia-Bewerbung für die Jahre 2036, 2040 und 2044 an. Natürlich hofft Krause auf einen Zuschlag für München – und will in diesem Fall mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gemeinsam die Achterbahn „Olympia Looping“ auf der Wiesn fahren.
"Mein Lieblingsfahrgeschäft ist das Riesenrad, aber den 'Olympia Looping' fahre ich auch gerne. Und am liebsten würde ich ihn am kommenden Sonntag dann fahren, nachdem die Entscheidung zu Olympia gefallen ist, im besten Fall positiv, und dann gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten“, sagte Krause der dpa beim traditionellen Rundgang auf dem Oktoberfest.
Wiesnchef Christian Scharpf und Dominik Krause beim Presserundgang über das Oktoberfest. Stefan M Prager/Imago
Erste Beucher kommen im Schottenhamel-Zelt an
Mit ein paar Minuten Verspätung öffnet das Gelände und das große Rennen beginnt. Im Schottenhamel-Festzelt haben es ein paar zuvor schon über Nebeneingänge ins Zelt geschafft und sich die besten Plätze gesichert. Die Freude, bei denen, die einen Platz ergattert haben, ist hörbar groß.
Jacqueline Lang
Sanitäter melden erste Einsätze bereits vor Wiesn-Start
Wenn um 9 Uhr das Festgelände für die Besucherinnen und Besucher freigegeben wird, öffnet auch die Wiesn-Sanitätswache der Aicher-Ambulanz. Doch schon vor dem eigentlichen Start meldet ein Sprecher von Aicher erste Einsätze. Man habe bereits jetzt 27 Behandlungen durchgeführt – überwiegend bei leicht verletztem Wiesnpersonal sowie im Zuge der Wiesnaufbauarbeiten.
Das Fass für Dominik Krause rollt an
Noch steht es nicht an seinem Platz, aber da ist es schon, das Bierfass, das in diesem Jahr um Punkt 12 Uhr erstmals mit Dominik Krause ein grüner Oberbürgermeister anzapfen wird. Der ist zwar noch nicht zu sehen, die Presse aber ist schon auf ihren Plätzen. Ausgeschänkt wird im Schottenhamel-Festzelt wie immer Spaten, die Mass kostet hier heuer 15,80 Euro.
Jacqueline Lang
So hoch liegt die Messlatte beim Anzapfen
Die Frage aller Fragen an diesem Samstag lautet: Wie viele Schläge braucht Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) beim Anzapfen des ersten Fasses auf der Wiesn? Schließlich schaut heute ein Millionenpublikum zu, wenn er um 12 Uhr im Schottenhamel-Zelt erstmals den Schlegel schwingt. Für seinen Vorgänger Dieter Reiter (SPD) war das sogar die "wichtigste Amtshandlung".
Wie Krause sich auf den Anstich vorbereitet hat, wie sich seine Vorgänger schlugen – und welche Mythen und Kuriositäten sich um das Ritual ranken. Eine Chronologie.
U3 und U6 fahren während der Wiesn wieder
Einen schönen guten Morgen aus München-Sendling! Wer sich von hier auf den Weg zur Theresienwiese macht, kann während des Oktoberfestes wieder die U3 und U6 nutzen. Seit Mitte Mai waren beide Linien zwischen Implerstraße und Sendlinger Tor unterbrochen. Auch nach der Wiesn müssen die Fahrgäste mit weiteren Einschränkungen rechnen. Für die kommenden zwei Wochen fahren die Züge jedoch regulär.
Allerdings scheinen das nicht allzu viele Fahrgäste mitbekommen zu haben. Vielleicht haben sie sich nach den vergangenen Monaten auch Alternativen überlegt. Oder sie stehen bereits alle vor den Eingängen zum Festgelände. Am Harras ist jedenfalls kaum etwas los.
Letzte Handgriffe auf dem Festgelände
Auf dem Gelände angekommen sieht man vor allem Bedienungen zu ihren Zelten eilen, aber auch einen Spürhund, der noch einmal alles beschnüffelt und sogar den Freefall-Tower, der leer hoch und runter fährt. Auf die letzten Minuten, bevor das Gelände geöffnet wird, laufen die allerletzten Vorbereitungen. Die Stimmung hier ist bei Sonnenschein friedlich, aber geschäftig. Zumindest mit der Ruhe dürfte es in einer guten Dreiviertelstunde aber dann wohl vorbei sein.
Die ersten warten seit Stunden
Mit Blick auf die Schlange, die sich vor dem Eingang des Oktoberfests gebildet hat – einige warten schon seit den frühen Morgenstunden, um sich um 9 Uhr einen Platz im Zelt zu sichern. Es besteht kein Zweifel: München hat Lust auf die Wiesn. Noch müssen sie sich allerdings ein wenig gedulden, zuerst müssen noch alle Bedienungen aufs Gelände und die letzten Autos runter.
Jacqueline Lang
Drei neue Fahrgeschäfte und neue Wiesnzelte
Die Zeltvergabe war in diesem Jahr ein besonderes Streitthema. Die genauen Details dazu lesen Sie hier. Das Ende vom Lied bisher: Alexander Egger, der Wirt der „Münchner Stubn“, hat kurzfristig hingeschmissen. Nun bekommt ein anderer kurzfristig eine Chance: Klaus Bartl, der eigentlich einen Campingplatz in Thalkirchen betreibt. Er hat mit seinen Geschäftspartnern in Rekordzeit von gut zehn Wochen „Bartls Flößerstadl“ aus dem Boden gestampft. Eines der 21 kleineren Wiesnzelte. Ebenfalls ein komplett neues Zelt aus Holz ist für „Bodo's Cafézelt“ entstanden, in der „Schützenlisl“ auf der Oidn Wiesn haben neue Wirte übernommen und auch im Paulaner-Festzelt, einem der 14 großen Wiesnzelte, fängt ein neuer, aber altbekannter Wirt an: Lorenz Stiftl. Falls Sie jetzt den Überblick vor lauter kleinen, großen und nicht aufgebauten Zelten verloren haben, hier zeigt eine Karte, was es so alles auf der Wiesn an Festhallen gibt.
Bei den Fahrgeschäften gibt es heuer drei Neuheiten. Das „Shake & Roll“, eine Weiterentwicklung des klassischen „Break Dance“. Im „The Fischerman's Place“ warten auf drei Etagen Hindernisse wie Wackelböden, rollende Tonnen und ein Wasserparcours. Und im „Chaos Pendel“ wird man in bis zu 47 Metern Höhe und mit 90 Kilometern pro Stunde durch die Luft gewirbelt. Vielleicht zumindest letzteres eher besser vor dem Besuch im Festzelt.
AI outlook — possibilities, not facts
Dominik Krause und Markus Söder werden am kommenden Sonntag gemeinsam die Achterbahn ‚Olympia Looping‘ fahren, falls die Olympia-Bewerbung für München positiv entschieden wird.
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