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Papst in Uruguay: Schwierige Mission für Leo XIV.
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Papst in Uruguay: Schwierige Mission für Leo XIV.

Papst Leo XIV. betonte bei seinem Uruguay-Besuch die Bedeutung der Fürsorge für Schwache und die Weitergabe des Glaubens an künftige Generationen.

Quick Look

  • Papst Leo XIV. besuchte Uruguay, das säkularste Land Südamerikas, und betonte die Bedeutung der Fürsorge für Schwache sowie die Weitergabe des Glaubens an künftige Generationen.
  • In Montevideo war die Auftaktzeremonie nur halb gefüllt, während Priester in Armenvierteln wie Casavalle vor einer wahrgenommenen Marginalisierung der Kirche warnen.

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Why It Matters

Papst Leo XIV. besuchte Uruguay, das säkularste Land Südamerikas, als Teil einer Reise. Uruguay gilt als stabilste Demokratie der Region und als Sozialstaat, in dem Abtreibung straffrei, Sterbehilfe legal und religiöse Symbolik im öffentlichen Raum verboten ist. 2024 fand sich kein einziger Kandidat für das Priesterseminar.

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Der Empfang war herzlich, als Papst Leo XIV. aus seinem Papamobil stieg, begleitet von Uruguays Staatschef Yamandú Orsi. Nur wenige Wochen nach seiner Krebs-OP an der Lunge war seine zentrale Botschaft auch eine ganz persönliche: "Krankheit, Behinderung, körperliche Schmerzen, der Verlust der Selbständigkeit, Armut, Arbeitslosigkeit oder Ausgrenzung können dazu führen, dass die Hilfe anderer Menschen besonders notwendig wird", sagte der Papst.

Vor Kurzem habe er selbst am eigenen Leib erfahren, welche Einschränkungen eine Krankheit mit sich bringen kann. "Dabei durfte ich Fürsorge und Unterstützung erfahren, für die ich zutiefst dankbar bin."

Halbleerer Platz zur Auftaktzeremonie

Eine Gesellschaft, die sich kümmert um die Ärmsten, die Schwachen, um die Umwelt, um das Gemeinwohl. Diese Botschaft fällt in einem Land wie Uruguay, der stabilsten Demokratie der Region, dazu ein Sozialstaat, auf fruchtbaren Boden. Und doch war die Plaza de Independencia, Montevideos Hauptplatz, zur Auftaktzeremonie nur halb gefüllt.

Das lag nicht nur am eisigen Südwind, der durch Montevideos Straßen pfiff, erklärt der 26-jährige Franco Díaz: "Als Land haben wir keine offizielle Religion, es ist eine Entscheidung jedes Einzelnen. Als Katholiken sind wir in der Minderheit. Aber den Papst hier zu sehen, das ist gerade für uns junge Katholiken ein sehr, sehr starker Aufruf. Ich glaube, dass dies ein Samen ist, der aufgehen wird."

"In Uruguay ist die Kirche marginal"

Das dürfte einer der Gründe sein, warum Papst Leo Uruguay, das säkularste Land Südamerikas, für den Auftakt seiner Reise gewählt hat. Ein Land, in dem Abtreibung straffrei, Sterbehilfe legal und religiöse Symbolik im öffentlichen Raum verboten ist. 2024 fand sich kein einziger Kandidat für das Priesterseminar.

"In Uruguay ist die Kirche marginal", sagt Padre Coimbra, der in Montevideos Armenviertel Casavalle als Seelsorger arbeitet. Es sei durchaus möglich, dass ein Mensch das Erwachsenenalter erreiche, ohne jemals auch nur das Geringste von Gott gehört zu haben, so Coimbra. "Man könnte die Situation mit der der ersten Christen vergleichen, die in einer heidnischen Welt missionieren mussten."

Casavalle, das sind Erdstraßen, einfache Häuschen mit Wellblechdächern. In den Nachrichten taucht das Viertel nur im Zusammenhang mit Kriminalität und Drogenhandel auf. Doch genau hier werde die Kirche gebraucht, sagt Coimbra.

Kirche als eine Art soziale NGO?

Notfalleinsatz bei Doña María Carmen in Casavalle. Auf einen Kurzschluss folgte ein Feuer, der 73-Jährigen ist ein Zimmer ausgebrannt. Nach dem Tod ihrer Tochter umsorgt sie die Enkelinnen mit einer mickrigen Rente. Sie ist froh, dass der Padre immer mal wieder vorbeischaut. Zeit, selbst zur Messe zu gehen, habe sie einfach nicht, erklärt Carmen.

Hier an den Rändern präsent zu sein, sei eine Priorität der Diözese, sagt Padre Coimbra. Mit ihm arbeitet eine Gruppe von Priestern, die hilft, wenn es brennt.

Doch es gebe ein Problem, sagt der Padre in Lederjacke, Vollbart und Jeans. "Wir werden teils einfach als eine Art soziale NGO wahrgenommen." Es habe ein Versäumnis gegeben, und zwar bei der Evangelisierung, sagt Coimbra. "Es wurde zwar viel Sozialarbeit geleistet, aber wir haben die explizite Verkündung des Glaubens vernachlässigt. Und das ist ja der Motor, der jeden von uns hier antreibt." Der größte Schatz, den die Kirche der Menschheit geben könne und den nur sie geben könne, das sei Christus.

Papst: Glauben an künftige Generation weitergeben

Wieder mehr Menschen zum Glauben zu bewegen, ist auch ein Anliegen der ersten großen Messe von Papst Leo in Paysandú an der Grenze zu Argentinien: "Liebe Brüder und Schwestern, wir müssen über die Symbole nachdenken, die uns gemeinsam sind, die uns Identität und Zugehörigkeitsgefühl verleihen, die uns von unseren Ursprüngen erzählen und uns die Zukunft weisen." Auch der Glaube sei seit jeher Teil des uruguayischen Volkes und es sei notwendig, ihn mit kreativem Mut an die künftige Generation weiterzugeben, so der Papst. Später am Tag besucht er auch das Armenviertel Casavalle in Montevideo.

Open Questions

  • Wie lange dauert die Reise des Papstes insgesamt?
  • Welche weiteren Stationen stehen auf dem Reiseplan?
  • Wie viele Menschen nahmen an der Messe in Paysandú teil?

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This article was originally published by Tagesschau Ausland.

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