
Der neue Medienkonzern Skydance entsteht durch eine 110-Milliarden-Dollar-Fusion der beiden Hollywood-Studios.
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Die Fusion folgt auf einen monatelangen Bieterstreit zwischen Paramount und Netflix um Warner Bros. Discovery. Eine kalifornische Richterin genehmigte kürzlich den Vergleich mit zwölf Bundesstaaten.
Das Unternehmen Paramount hat seine Übernahme von Warner Bros. Discovery unter Dach und Fach gebracht. Beide Unternehmen gaben bekannt, dass der Kauf in Höhe von rund 110 Milliarden Dollar offiziell ist.
Der neue fusionierte Konzern heißt Skydance. Es handelt sich um eine der bislang größten Fusionen in der Medien- und Unterhaltungsbranche. Sie führt zwei der ältesten Hollywood-Filmstudios zusammen.
Damit gehören der Streaminganbieter HBO Max, die "Harry Potter"-Filmreihe und Fernsehsender wie CNN künftig zum selben Konzern wie der Streaminganbieter Paramount+, der TV-Sender CBS und Filme wie "Top Gun“ und "Der Pate".
Der Übernahme ging ein monatelanger Streit über Warner Bros. Discovery voraus. Im vergangenen Dezember hatte sich Warner zunächst mit dem Streaminganbieter Netflix auf ein Kaufgeschäft für bestimmte Teile seines Unternehmens geeinigt. Doch der Paramount-Konzern, der von der Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison beherrscht wird, reichte ein Gegenangebot ein. Dessen Ziel sollte die Übernahme des kompletten Unternehmens Warner Bros. Discovery sein.
In den vergangenen Monaten lieferten sich Netflix und Paramount ein Hin und Her mit Kaufangeboten. Die Warner-Unternehmensspitze sprach sich zwar wiederholt für Netflix als bevorzugten Käufer aus. Doch Paramount erhöhte sein Angebot und Netflix zog sich aus dem Rennen zurück.
Die letzte Hürde hatte Paramount vor wenigen Tagen überwunden, als eine Richterin in Kalifornien einen Vergleich mit zwölf Bundesstaaten genehmigte. Die Bundesstaaten hatten protestiert, der Wettbewerb werde durch den Zusammenschluss behindert.
Chefs des neuen Unternehmens werden der Sohn von Larry Ellison, David, und sein neuer Co-CEO Ynon Kreiz. Sie stehen nun vor einer komplexen Integration des Konzerns, der dabei eine Schuldenlast von Dutzenden Milliarden Dollar zu bewältigen hat.
Paramount sagte dennoch im monatelangen Ringen um die Fusion unter anderem zu, in den ersten zwei Jahren nach dem Zusammenschluss mindestens 30 Filme der beiden Studios pro Jahr in die Kinos zu bringen. In den drei Jahren danach sollen es 32 Filme sein. Für jeden Film, den die Studios darunter liegen, soll eine Zahlung von 30 Millionen Dollar fällig werden.
Außerdem will der neue Dachkonzern mit dem Namen Skydance in den kommenden fünf Jahren zusätzliche 1,5 Milliarden Dollar für Produktionen in den USA ausgeben.
Im Zuge der Fusion befürchtet Hollywood den Abbau von Arbeitsplätzen. Liberale in den USA sorgen sich wiederum um eine politische Einflussnahme des Trump-Unterstützers Ellison auf den Warner-Nachrichtensender CNN. Die Ellison-Familie hatte Paramount erst im vergangenen Jahr übernommen.
CNN berichtete in der Vergangenheit oft kritisch über US-Präsident Donald Trump. Dieser wetterte mehrfach gegen den Sender und verbannte ihn zuletzt aus dem Weißen Haus. Paramount-Mitbesitzer Larry Ellison ist wiederum fest im Trump-Lager etabliert. Der zu seinem Unternehmen gehörende Sender CBS schlug nach der Übernahme des Konzerns durch seine Familie einen freundlicheren Ton gegenüber dem Präsidenten und dessen Regierung an.
Kritiker des Warner-Deals warnten deswegen davor, dass CNN in der Hand der Ellisons die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Paramount sagte zu, ein unabhängiges redaktionelles Aufsichtsgremium für CNN zu bilden.
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Skydance produziert in den ersten zwei Jahren mindestens 30 Filme pro Jahr.
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