
Peking will Kontrolle über technisches Wissen bei KI, Solar- und Biotechnologie ausweiten und legt Entwurf für 40 Schlüsseltechnologien vor.
China plant strenge Exportverbote und Genehmigungspflichten für 40 Schlüsseltechnologien in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Solartechnik und Biomedizin, um seine globale Vormachtstellung abzusichern und Sicherheitsrisiken zu begegnen.
AI-generated summary
China hatte bereits 2025 Beschränkungen für Batteriematerialien, Lithiumgewinnung sowie Seltene Erden erlassen.
China ist bei vielen Zukunftstechnologien weltweit führend - und will seinen Vorsprung offenbar absichern. Peking plant weitreichende Exportbeschränkungen für KI-, Solar- und Biotechnologie. Das könnte auch für US-Unternehmen umfangreiche Folgen haben.
China will stärker kontrollieren, welches technische Wissen ins Ausland gelangt. Das Handels- und das Wissenschaftsministerium legten dazu einen Entwurf für 40 Schlüsseltechnologien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Photovoltaik und Biomedizin vor. Für 14 davon soll der Export verboten werden, für die übrigen 26 sollen Genehmigungen erforderlich sein.
Die neuen Verbote und Genehmigungspflichten sind noch nicht beschlossen. Bis zum 15. November können Stellungnahmen eingereicht werden. Schon seit Veröffentlichung der Ankündigung am Freitag müssen Unternehmen betroffene Technologietransfers aber registrieren. Dazu zählen etwa der Verkauf von Schutzrechten und die Vergabe von Lizenzen ins Ausland.
Den Schwerpunkt bilden 23 KI-Technologien. Dazu gehören Verfahren für große KI-Modelle und sogenannte KI-Agenten, die Aufgaben weitgehend selbstständig erledigen. Der Zugang zu KI-Diensten über Apps und Webseiten soll nach Angaben des Ministeriums von den Kontrollen ausgenommen bleiben. Darunter fallen auch bereits öffentlich zugängliche KI-Technologien. Weitere Pläne sehen Exportkontrollen für zwölf Schlüsseltechnologien zur Herstellung von Solaranlagen sowie für Verfahren der Zell- und Gentherapie vor.
Ministerium begründet Schritt mit Sicherheitsrisiken
Vollständig verboten werden soll dem Vorschlag zufolge die Ausfuhr von Technologien zur Herstellung bestimmter dünner Wafer sowie von Perowskit- und Tandem-Solarzellen. Bei Perowskit handelt es sich um eine Technologie, die höhere Wirkungsgrade verspricht. Tandemzellen kombinieren verschiedene Schichten, um ein breiteres Spektrum des Sonnenlichts zu nutzen.
Auch die Technologie zur Herstellung von Polysilizium in großen Wirbelschichtreaktoren soll betroffen sein. Dieses Verfahren gilt als kostengünstiger und energieeffizienter als das vorherrschende Siemens-Verfahren. Die Ausfuhr anderer fortschrittlicher Solarzellentechnologien soll zudem beschränkt, aber nicht verboten werden.
Das Handelsministerium begründet den Schritt mit Sicherheitsrisiken. KI könne für Angriffe auf wichtige Infrastruktur eingesetzt werden. Solartechnik werde auch in der Raumfahrt und im Verteidigungsbereich genutzt. Analysten zufolge will China mit den Maßnahmen seine Vormachtstellung auf dem Solarmarkt sichern, während Länder wie die USA und Indien versuchen, eine eigene Produktion aufzubauen. Ein solcher Schritt könnte die Pläne von US-Firmen wie Tesla gefährden, ihre Produktion in den Vereinigten Staaten auszuweiten. In der Erklärung des Handelsministeriums heißt es, die Maßnahmen richteten sich nicht gegen bestimmte Länder oder Unternehmen.
China hatte bereits 2025 bestimmte Verfahren zur Herstellung von Batteriematerialien und zur Lithiumgewinnung beschränkt. Hinzu kamen Genehmigungspflichten für bestimmte Seltene Erden und daraus hergestellte Produkte. Der neue Vorstoß fällt in den Technologiewettstreit mit den USA, die ihrerseits den Export leistungsfähiger KI-Chips nach China kontrollieren.
AI outlook — possibilities, not facts
Stellungnahmen und Einprüche bis zum 15. November einreichen
Very likely · Within weeks

China is planning export bans and licensing requirements for 40 key technologies in the areas of AI, photovoltaics and biomedicine. The measures are intended to minimize security risks and secure the country's technological supremacy.

German companies are increasingly investing in artificial intelligence, but are critically examining the costs and benefits. The providers OpenAI and Anthropic are meanwhile intensifying their market activities for German business.

Nvidia boss Jensen Huang visited Berlin to celebrate the start of sales of new AI notebooks. Discussions are also planned with Chancellor Friedrich Merz about a state-funded AI industry partnership in which Nvidia could participate.

Nvidia boss Jensen Huang celebrated the start of sales of new notebooks with Nvidia chips during a surprise visit to Berlin. There are also meetings with European politicians, including Chancellor Friedrich Merz.

To increase security, AI developer Anthropic grants external auditors from the consulting firm METR deep access to company hardware and internal networks. The background is previous security incidents during model tests.

Young German tech founders like Marvin Gabler are increasingly moving to San Francisco to build AI companies there and benefit from US investments worth millions.