
Pharmasparte übertrifft Erwartungen – Konzernchef Bill Anderson spricht von „Wendepunkt“
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Bayer stand zuletzt unter anderem wegen Glyphosat-Klagen in den USA unter Druck.
Düsseldorf. Die Bayer AG hat nach einem überraschend starken dritten Quartal ihre Jahresprognose erneut angehoben. Vor allem die Pharmasparte entwickelte sich deutlich besser als vom Management und von Analysten prognostiziert. Konzernchef Bill Anderson sieht einen „Wendepunkt“ in der Entwicklung erreicht.
Bayer steigerte zwischen Juli und September den bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) um 6,9 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro, wie das Leverkusener Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 1,435 Milliarden Euro gerechnet. Der Konzernumsatz kletterte binnen Jahresfrist um gut vier Prozent auf über zehn Milliarden Euro.
Der Vorstand hob die Jahresziele an. Bayer rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem bereinigten operativen Gewinn von 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro, nachdem zuvor 9,6 bis 10,1 Milliarden in Aussicht gestellt worden waren. Auch beim Schuldenabbau und dem freien Barmittelzufluss (Free Cashflow) zeigte sich der Konzern optimistischer.
Investoren würdigten die Zahlen: Die Bayer-Aktie stieg im Vormittagshandel um mehr als fünf Prozent auf mehr als 52 Euro. Der Kurs war bereits in den vergangenen Wochen auf Werte von deutlich mehr als 50 Euro geklettert. Grund war eine Reihe positiver Nachrichten aus dem Geschäft mit Medikamenten sowie die absehbare Eindämmung der rechtlichen Risiken durch Glyphosat-Klagen in den USA.

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