
Philipp Türmer spricht sich gegen eine erneute Kandidatur von Lars Klingbeil als SPD-Vorsitzender aus und fordert inhaltliche Veränderungen.
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Philipp Türmer hatte bereits im Sommer öffentlich Distanz zur SPD-Spitze geäußert. Die SPD befindet sich aktuell in einer Phase der internen strategischen Neuausrichtung.
Juso-Chef Philipp Türmer war schon im Sommer öffentlich auf Distanz zur SPD-Spitze gegangen, nun hat er sich gegen eine erneute Kandidatur von SPD-Chef Lars Klingbeil für den Parteivorsitz ausgesprochen.
»Wenn Lars Klingbeil Finanzminister und Vizekanzler bleiben will, sollte er nicht wieder als Vorsitzender kandidieren. In den vergangenen knapp zehn Jahren, in denen er als Generalsekretär und Vorsitzender Verantwortung für die SPD getragen hat, habe ich keine klare Strategie erkannt, wie es mit der Partei wieder aufwärtsgehen soll«, sagte Türmer der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. In einer Doppelrolle als Minister und Parteivorsitzender sei das auch kaum möglich. »Aus meiner Sicht spricht alles dafür, hier eine Veränderung zu schaffen«, sagte Türmer.
Auf Heil angesprochen sagte Türmer: »Hubertus Heil steht für Arbeit und Soziales. Es spricht viel dafür, die SPD gerade bei diesen Themen deutlicher zu profilieren.« Er lege sich aber nicht auf Personen fest, bevor die inhaltlichen und strategischen Fragen geklärt sind. Auch über Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wird als potenzielle Parteivorsitzende spekuliert. Türmer lobte ihren Landtagswahlkampf und sagte weiter: »Sie steht glaubwürdig für soziale Gerechtigkeit und Wachstum und kommt letztlich für alles infrage. Ob sie kandidieren möchte, muss sie für sich entscheiden.«
Türmer forderte neben personellen auch inhaltliche Veränderungen. »Wir müssen wieder glaubwürdig für mehr Gerechtigkeit stehen. Der Kampf gegen Ungleichheit muss dabei im Mittelpunkt stehen. Wir müssen dafür einstehen, Vermögen gerechter zu verteilen, und dafür sorgen, dass sich Arbeit mehr lohnt als leistungsfreies Erben«, sagte der 30-Jährige.
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Debatte über die Neubesetzung des SPD-Parteivorsitzes
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