Polen: Mindestens sechs Tote nach Schüssen in Krakau
Verdächtiger ist ein 24-jähriger polnischer Staatsbürger, der festgenommen wurde
Quick Look
- Bei Schüssen auf dem Hauptmarkt in Krakau sind sechs Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden, darunter drei Polizisten.
- Ein 24-jähriger polnischer Staatsbürger wurde festgenommen.
- Die Polizei reagierte innerhalb von drei Minuten.
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Why It Matters
Krakau ist mit mehr als 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Polens und ein beliebtes Touristenziel. Der Große Ring ist der zentrale Hauptplatz der Stadt. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind das Schloss auf dem Wawelhügel und die Kathedrale. Die Universitätsstadt zählt zum UNESCO-Welterbe.
Bei Schüssen auf dem zentralen Hauptmarkt der polnischen Stadt Krakau sind nach Polizeiangaben sechs Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch drei Polizisten. Zwölf der Verletzten seien in einem kritischen oder lebensgefährlichen Zustand, teilte die Woiwodschaft Kleinpolen mit.
Zu den Hintergründen ist derzeit nichts bekannt. Gegen 15 Uhr sei ein Mann mit einem Auto auf den Großen Ring, den Hauptplatz Krakaus, gefahren und habe wahllos auf Passanten geschossen, teilten die Behörden mit.
Die Behörden appellierten an die Menschen in der näheren Umgebung, sich an einen sicheren Ort zu begeben. Auf Videos in den Sozialen Medien war zu sehen, dass ein Rettungshubschrauber auf dem Platz landete. Augenzeugen berichteten von "großem Chaos" am Tatort.
Verdächtiger soll 24-jähriger Pole sein
Der Nachrichtensender TVN24 berichtet, dass laut Staatsanwaltschaft ein 24-jähriger polnischer Staatsbürger festgenommen wurde. Die Krakauer Polizeisprecherin Katarzyna Cislo hatte dem Sender mitgeteilt, der Verdächtige habe militärähnliche Kleidung getragen und mit einer Langwaffe geschossen, wie sie das Militär einsetze. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz betonte jedoch auf X, der Mann sei kein Soldat der polnischen Armee.
Der mutmaßliche Schütze soll nach ersten Erkenntnissen "sehr radikale Ansichten" vertreten haben, wie Innenminister Marcin Kierwinski auf einer Pressekonferenz erklärte. Die Durchsuchung seines Wohnhauses dauere an. Es gebe Anzeichen dafür, dass er von rechtsextremistischen Ideologien fasziniert gewesen sei, auch wenn dies noch näher überprüft werden müsse.
Die "blitzschnelle Reaktion" der Polizei habe ein noch größeres Massaker verhindert, betonte der Innenminister. Die Beamten hätten innerhalb von drei Minuten nach der ersten Meldung die ersten Schüsse auf den Angreifer abgegeben.
Die Nachrichtenagentur PAP berichtete unter Berufung auf einen Fotoreporter, dass der mutmaßliche Täter auf seiner Flucht an einer Kreuzung mit einem anderen Auto zusammengestoßen sei. Er sei daraufhin aus seinem Fahrzeug gesprungen und habe auf die Einsatzkräfte geschossen. Diese hätten das Feuer erwidert und den Mann letztlich festgenommen und in ein Krankenhaus bringen lassen. In seinem Auto habe die Polizei zahlreiche Teile weiterer Waffen sowie Munition entdeckt.
Tusk auf dem Weg nach Krakau
Polens Regierungschef Donald Tusk teilte mit, dass er laufend über die Lage in Krakau informiert werde. "Die Polizei untersucht die Hintergründe und alle Umstände des Vorfalls", schrieb der liberalkonservative Politiker bei X. Er richtete einen "eindringlichen Appell an Politikerinnen und Politiker aller Lager", diese Tragödie nicht "zu einem Instrument politischer Spielchen" zu machen. Sowohl Tusk als auch Innenminister Marcin Kierwinski haben sich nach Regierungsangaben auf den Weg nach Krakau gemacht.
Krakau ist mit mehr als 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Polens. Sie gilt als beliebtes Ziel für Touristen aus aller Welt. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind neben dem Großen Ring das Schloss auf dem Wawelhügel und die Kathedrale. Die Universitätsstadt zählt zum UNESCO-Welterbe.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Durchsuchung des Wohnhauses des Täters wird weitere Beweise zu seinen Motiven und Verbindungen liefern.
Likely · Within days
Es wird eine offizielle Untersuchung zu den Hintergründen und Umständen des Vorfalls geben.
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Welches genaue Motiv hatte der Täter?
- Welche rechtsextremistischen Ideologien faszinierten den Täter?
- Welche weiteren Waffen und Munition wurden im Auto des Täters gefunden?
- Welchen Gesundheitszustand haben die Verletzten?







