Polizei Mannheim richtet Ermittlungsgruppe "Campus Ludi" nach Ausschreitungen im DFB-Pokalderby ein
Quick Look
- Nach Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel zwischen SV Waldhof und 1.
- FC Kaiserslautern hat die Polizei Mannheim eine Ermittlungsgruppe namens "Campus Ludi" mit elf Beamten eingerichtet.
- Ziel ist die Identifikation von Tatverdächtigen durch Auswertung von Bildmaterial.
AI-generated summary
Why It Matters
Das DFB-Pokalspiel zwischen SV Waldhof Mannheim und 1. FC Kaiserslautern eskalierte nach Spielende aufgrund von Rudelbildung unter Spielern, Pyrotechnik und Platzsturm durch Fans, was zu einer Unterbrechung führte.
Nach den Ausschreitungen im DFB-Pokalderby zwischen Fans des SV Waldhof und des 1. FC Kaiserslautern hat die Polizei Mannheim eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Diese soll Campus Ludi (lateinisch: Spielfeld) heißen. Ihr gehören einer Pressemitteilung zufolge derzeit elf Beamtinnen und Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei an.
Ziel sei es, die zahlreichen Vorfälle umfassend aufzuarbeiten, vorhandene Informationen sowie Foto- und Videoaufnahmen zu sichten und auszuwerten. Dadurch sollen Tatverdächtige identifiziert werden und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Das Polizeipräsidium Mannheim bittet Zeugen um Foto- oder Videoaufnahmen von den Vorfällen und hat dafür ein entsprechendes Hinweisportal eingerichtet.
Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen dem baden-württembergischen Drittligisten aus Mannheim und dem pfälzischen Zweitligisten hatte vor knapp zwei Wochen kurz vor dem Abbruch gestanden. Nach Ende der regulären Spielzeit kam es während der Verlängerung zu einer Rudelbildung unter den Spielern, was von den Fans mit Pyrotechnik begleitet wurde. Als Fans Feuerwerk in Richtung der Tribünen schossen und andere den Platz stürmten, wurde das Spiel unterbrochen. Polizeikräfte mit Pferden und Hunden versuchten, die Situation unter Kontrolle zu bringen, Vereinsvertreter sprachen mit den Fans. Nach einer halben Stunde kehrten die Teams zurück auf das Spielfeld.
110 Verletzte bei Polizei und Publikum
Rund 1.400 Polizeibeamte waren im Einsatz, 35 davon wurden verletzt. Zudem mussten 85 Zuschauer medizinisch betreut werden, acht von ihnen kamen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Ermittlungsgruppe "Campus Ludi" wird erste Verdächtige anhand von Foto- und Video material identifizieren.
Likely · Within weeks
Strafverfahren gegen einzelne Fans wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch werden eingeleitet.
Possible · Within months
Open Questions
- Wie viele Tatverdächtige konnten bislang identifiziert werden?
- Welche rechtlichen Konsequenzen erwarten die Beteiligten?
- Wird es Änderungen bei der Sicherheitskonzeption für Hochrisikospiele geben?

