Pressekonferenz vor Nations-League-Spiel Irland gegen Israel abgebrochen
Nach einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen israelischen Journalisten und der irischen Delegation wurde der Medientermin vor dem Rückspiel in Serbien vorzeitig beendet.
Quick Look
- Die Pressekonferenz der irischen Nationalmannschaft vor dem Nations-League-Spiel gegen Israel in Serbien wurde nach einem Streit mit israelischen Journalisten abgebrochen.
- Themen waren politische Spannungen und Vorwürfe bezüglich des Verhaltens der Spieler.
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Why It Matters
Irland hat 2024 den Staat Palästina offiziell anerkannt, was zu diplomatischen Spannungen mit Israel führte. Das Nations-League-Spiel findet aufgrund von Sicherheitsbedenken in Serbien statt.
Irlands Pressekonferenz vor dem brisanten Nations-League-Rückspiel gegen Israel ist nach einer Auseinandersetzung mit israelischen Reportern abgebrochen worden.
Wegen Israels militärischem Vorgehen im Gazastreifen als Reaktion auf den Überfall der Hamas hatte es in Irland im Vorfeld der Nations League Forderungen nach einem Boykott gegeben. Die Republik Irland gehört seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Oktober 2023 zu den europäischen Ländern, die besonders deutlich ihre Unterstützung für die Palästinenser zum Ausdruck gebracht haben. Israels Existenzrecht wird ausdrücklich betont, gleichzeitig hat Dublin 2024 den Staat Palästina offiziell anerkannt.
Die Spannungen vor der Partie zwischen Irland und Israel am Sonntag (20.45 Uhr/DAZN), die aufgrund von Sicherheitsbedenken in Backa Topola/Serbien ausgetragen wird, nahmen in den vergangenen Wochen zu.
Beim Hinspiel in Ungarn hatten die Spieler auf die üblichen Gesten der Fairness verzichtet. Die Iren neigten etwa ihre Köpfe beim Abspielen der israelischen Hymne. Israelische Behörden verurteilten die Handlungen. Israels Außenminister Gideon Saar warf Dublin vor, "auf der falschen Seite der Geschichte" zu stehen.
Am Samstag stand nun der irische Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson für Fragen bereit, bis Journalisten aus Israel seine Einschätzung zum mutmaßlichen Anschlag am Mittwoch auf eine Flydubai-Maschine mit 174 Passagieren an Bord forderten. Der Co-Pilot der Flydubai-Maschine hatte den Piloten auf einem Flug von Dubai nach Israel mit der Notaxt angegriffen. Dieser konnte aber von Passagieren überwältigt werden, sodass die Maschine später sicher landete. Die emiratischen Behörden werteten den Vorfall als "Terrorakt".
Streit eskaliert bei Pressekonferenz
"Was sagen Sie zu den Menschen, die Sie unterstützen? Ihre Ideologie basiert auf Mord", sagte ein Journalist und ergänzte: "Allein diese Woche hat einer von ihnen versucht, 170 israelische Passagiere zu töten, darunter 27 unschuldige Kinder und Tausende weitere." Fragen dieser Art würden nicht angenommen werden, antwortete der irische Pressesprecher.
Daraufhin wandte sich ein anderer Journalist an den irischen Trainer: "Ihre Spieler nennen unsere Spieler während des Spiels Affen...", sagte er, wurde dann jedoch von einem Funktionär unterbrochen, der wiederholt darauf bestand: "Das ist völlig unwahr." Gleichzeitig wurde dem Reporter das Mikrofon weggenommen. "Fassen Sie mich nicht an", rief er, woraufhin die irische Delegation die Pressekonferenz abrupt beendete.
Open Questions
- Wie wird das Spiel unter den hohen Sicherheitsvorkehrungen verlaufen?
- Gibt es weitere offizielle Stellungnahmen der Fußballverbände?




