
Schmährufe bei Al-Hilal-Spiel gegen Al-Taawoun lösen Empörung und scharfe Reaktionen von Cristiano Ronaldo und Vereinen aus.
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Rúben Neves war eng mit Diogo Jota befreundet, der im Juli 2025 bei einem Autounfall ums Leben kam.
Zwischenrufe einiger Fans bei einem Spiel der Pro League in Saudi-Arabien haben für Empörung gesorgt. Der portugiesische Nationalspieler Rúben Neves war bei der Partie seines Clubs Al-Hilal bei Al-Taawoun mit »Jota, Jota«-Rufen wiederholt provoziert worden, wie Aufnahmen zeigen, die während des Spiels von den Tribünen aus gefilmt und in den sozialen Medien verbreitet wurden.
Neves war eng befreundet mit dem früheren Liverpool-Star Diogo Jota, der im Juli 2025 mit seinem Bruder bei einem Autounfall ums Leben kam. Bei der Beerdigung von Jota gehörte Neves zu den Sargträgern.
Der Portugiese reagierte auf die Rufe im Stadion, indem er zum Himmel zeigte und den Fans sarkastisch applaudierte. Nach dem Spiel, das Al-Hilal mit 6:0 gewann, sagte er über die Fans: »Ich hoffe nur, dass sie später nicht zum Gebet gehen.«
Cristiano Ronaldo sprang Neves bei. »Die Liga muss Maßnahmen ergreifen und dieses Verhalten der Fans ahnden. Das ist kein Fußball mehr, und es muss Grenzen geben. Menschen, die sich so verhalten, sollten nie wieder Zutritt zu einem Stadion erhalten«, schrieb Ronaldo, der in der Liga für Al-Nassr spielt, in einem Kommentar bei Instagram. Ronaldo war auch selbst Teamkollege von Jota in der portugiesischen Nationalmannschaft gewesen.
Klubs und Verbände reagieren
Die Al-Hilal Club Company gab am Sonntag in einer Erklärung auf ihrer Website bekannt, dass sie beim saudischen Fußballverband eine Beschwerde bezüglich des Vorfalls eingereicht habe. Der Verein der Saudi Pro League zeigte sich »zuversichtlich«, dass Maßnahmen ergriffen würden, um »die Integrität des sportlichen Wettbewerbs vor beleidigenden Praktiken zu schützen«.
Später am Sonntag veröffentlichte auch Al-Taawoun eine Erklärung, in der die beleidigenden Sprechchöre scharf verurteilt wurden. »Ein solches Verhalten ist völlig inakzeptabel und entspricht weder Al-Taawoun noch seinen Fans oder den Werten, für die seine Fanblöcke bekannt sind.« Der Verein werde »in Abstimmung mit den zuständigen Behörden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um eine Wiederholung zu verhindern und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen«.
Auch der Saudi-Arabische Fußballverband (SAFF) und die Saudi Pro League (SPL) verurteilten am Sonntag das Verhalten der Fans. In einer gemeinsamen Erklärung teilten der SAFF und die SPL mit, das Verhalten einiger Fans stehe »im Widerspruch zu den Werten des saudischen Fußballs und den Prinzipien der Sportlichkeit«.
Die Verbände fügten hinzu, dass die Ausnutzung persönlicher Tragödien »zum Zweck der Beleidigung oder Provokation ein inakzeptables Verhalten ist«, das im saudischen Fußball keinen Platz habe.
Der SAFF teilte mit, dass die zuständigen Ausschüsse das fragliche Verhalten identifiziert hätten und die notwendigen Maßnahmen gemäß den geltenden Vorschriften und Verfahren ergreifen würden. Das Ergebnis werde bekannt gegeben, sobald der Prozess abgeschlossen sei.
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Disziplinarmaßnahmen gegen die Täter durch SAFF
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