
Der Lagerlogistik-Spezialist Kion korrigiert seine Ziele für 2026 nach unten, während Analysten gelassen auf die Nachricht reagieren.
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Kion ist ein Spezialist für Lagerlogistik und Gabelstapler. Das Unternehmen kämpft derzeit mit einer schwächeren Nachfrage im Segment Industrial Trucks & Services.
Der Sommer verläuft für Kion enttäuschend. Am Ende muss der Lagerlogistik-Spezialist seine Jahresziele nachjustieren. Die Bestellungen verfehlten die Erwartungen. Marktteilnehmer hatten die Entwicklung kommen sehen und reagieren besonnen.
Der Lagerlogistik-Spezialist Kion hat wegen eines schwächelnden Gabelstapler-Geschäfts seine Prognose für 2026 gesenkt und auch seine Mittelfristziele aufgeschoben. Für das laufende Jahr rechne der Vorstand nun mit einem bereinigten Betriebsergebnis (Ebit) von 815 Millionen bis 875 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Bislang hatte Kion 880 Millionen bis 980 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Auch die Umsatzprognose wurde leicht auf 11,45 Milliarden bis 11,75 Milliarden Euro reduziert. Nach betont entspannten Analystenkommentaren legte die Aktie im Nebenwerte-Index MDax am frühen Nachmittag mit 3,9 Prozent im Plus.
Die Anpassungen seien überwiegend auf den Auftragseingang im Segment Industrial Trucks & Services (ITS) im dritten Quartal zurückzuführen, der sich nicht wie erwartet entwickelt habe, hieß es. Das Ziel einer zweistelligen bereinigten Ebit-Marge werde nun erst nach 2027 erwartet.
Grundlage für die gekappte Prognose sind erste Berechnungen zum Verlauf des dritten Quartals. Demnach dürfte das bereinigte Ebit mit rund 203 Millionen Euro unter den Markterwartungen von 211 Millionen Euro liegen. Der Umsatz werde derweil mit rund 2,84 Milliarden Euro die Konsensschätzung erreichen. Ausschlaggebend für die schwächere Entwicklung sei die Sparte mit Gabelstaplern und Lagertechnik (Industrial Trucks & Services) gewesen. Deren bereinigtes Ebit sei mit rund 163 Millionen Euro hinter der Analystenprognose von 175 Millionen Euro zurückgeblieben. Das Geschäft mit Lieferketten-Lösungen (Intelligent Automation Solutions) habe sich dagegen im Rahmen der Erwartungen entwickelt.
Analysten zeigten sich wenig beunruhigt: Für die Citi-Experten hat der Markt dieses Risiko bereits einkalkuliert. Der Konsens für die Marge 2027 habe zuvor schon unter der Zielmarke gelegen habe. Der Fokus liege nun auf dem Abschlussquartal. Sollte Kion das obere Ende der neuen Prognosespanne erreichen, müsse der Marktkonsens kaum angepasst werden. Obwohl die Aktie auf einem Tiefststand bewertet sei, bleibe eine Erholung der Auftragseingänge der notwendige Impuls für eine nachhaltige Neubewertung.
Auch JP Morgan gab sich entspannt. Die Bilanz falle solide aus und die Gewinnwarnung dürfte die Kreditwürdigkeit des Unternehmens kaum beeinträchtigen. Die Analysten sehen die Gewinnwarnung daher als Kaufgelegenheit, um von den attraktiven Fundamentaldaten des Geschäfts mit Lagerautomatisierung und einer möglichen Erholung bzw. deutschen Konjunkturimpulsen zu profitieren.
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Kion wird das Abschlussquartal zur Stabilisierung der Prognose nutzen.
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