Protest gegen Kürzungen bei der Schulbegleitung in Hamburg hält an
Über 88.000 Menschen haben eine Online-Petition gegen die Neuorganisation der Schulbegleitung unterzeichnet.
Quick Look
- Mehr als 88.000 Menschen fordern in einer Petition den Stopp von Kürzungen bei der Schulbegleitung in Hamburg.
- Die Schulbehörde plant eine Neuorganisation mit weniger Fachkräften und mehr FSJ-Kräften, was auf erheblichen Widerstand stößt.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Schulbehörde Hamburg plant eine Neuorganisation der Schulbegleitung, um Kosten zu senken. Dabei sollen vermehrt FSJ-Kräfte statt pädagogischer Fachkräfte eingesetzt werden.
Der Protest gegen Änderungen bei der Schulbegleitung für Inklusionskinder hält an. Inzwischen haben mehr als 88.000 Menschen die Online-Petition „Keine Kürzungen bei Schulbegleitung in Hamburg“ auf Change.org unterzeichnet. Nach Angaben der Gewerkschaft GEW soll die Petition an diesem Dienstag an Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) übergeben werden. Nach dem Termin vor der Schulbehörde sei am späten Nachmittag ein fachlicher Austausch mit Bekeris und Vertretern der Petition geplant.
Auslöser des Streits ist die von der Schulbehörde – unter anderem aus Kostengründen – beschlossene Neuorganisation der Schulbegleitung. Demnach sollen weniger pädagogische Fachkräfte und mehr Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) eingesetzt, Poollösungen in Teilen Einzelfallhilfen ersetzen und die Kriterien zur Bewilligung strenger angewandt werden.
Eine Schulbegleitung unterstützt Kinder und Jugendliche mit körperlichen, geistigen, seelischen oder sozialen Beeinträchtigungen dabei, am normalen Schulalltag teilzunehmen. Sie hilft je nach individuellem Bedarf beispielsweise bei der Orientierung im Schulgebäude, der Organisation von Arbeitsaufträgen, der Kommunikation mit Lehrkräften und Mitschülern oder bei der Bewältigung schwieriger Situationen im Unterricht.
Bekeris hatte immer wieder erklärt, dass Schulbegleitung eine gesetzliche Leistung sei. Und gebe es einen überprüften Bedarf, dann stehe er dem Kind auch zu. Gleichwohl gab es während der Sommerferien erheblichen Unmut über die tatsächlich bewilligten Stundenzahlen. So seien bei insgesamt 540 Fällen Fragen und Beschwerden bei der Schulbehörde eingegangen. Zuletzt hatten auch Förderschulen Alarm geschlagen, hatten erklärt, dass sie unter den gegebenen Bedingungen die Schulpflicht nicht weiter kontrollieren könnten.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Übergabe der Petition an Schulsenatorin Ksenija Bekeris.
Very likely · Within days
Open Questions
- Wie reagiert die Schulsenatorin auf die Forderungen der Petition?
- Werden die Kriterien für die Bewilligung tatsächlich verschärft?
