Prozess in Ravensburg: Mutter wegen versuchten Mordes an Tochter vor Gericht
Wegen versuchten Mordes an ihrer vierjährigen Tochter steht eine 34-jährige Ukrainerin in Ravensburg vor Gericht. Sie soll im Februar mit dem Kind an einem Bahnübergang auf die Gleise gegangen sein.
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Vor dem Landgericht Ravensburg hat der Prozess gegen eine 34-jährige Mutter begonnen, die im Februar in Friedrichshafen versucht haben soll, sich und ihre vierjährige Tochter an einem Bahnübergang vor einen Zug zu bringen.
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Why It Matters
Eine 34-jährige Ukrainerin steht in Ravensburg vor Gericht, weil sie im Februar mit ihrer Tochter an einem Bahnübergang auf die Gleise gegangen sein soll.
Wegen versuchten Mordes an ihrer Tochter steht eine Mutter in Ravensburg vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft der 34-Jährigen vor, im Februar am Bodensee gemeinsam mit ihrer damals vierjährigen Tochter an einem Bahnübergang auf die Gleise gegangen zu sein, um sich und das Kind von einem herannahenden Zug überfahren zu lassen.
Nach Angaben der Anklagebehörde soll die Ukrainerin dabei unter einer abgesenkten Bahnschranke in Friedrichshafen hindurchgegangen sein. Ihrer Tochter soll sie zuvor einen Gehörschutz aufgesetzt und eine Mütze über die Augen gezogen haben, damit sie den herannahenden Zug nicht hören konnte. Das Kind habe sich an der Hand der Mutter geborgen gefühlt, sagte der Staatsanwalt zu Prozessbeginn.
Nur durch das Eingreifen von Zeugen konnten Mutter und Tochter gerettet werden. Sie zogen beziehungsweise schoben die beiden noch rechtzeitig von den Gleisen.
Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, die Wehrlosigkeit ihrer Tochter bewusst ausgenutzt zu haben. Neben versuchtem Mord geht die Anklagebehörde auch von einem versuchten gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr aus. Bei einer Notbremsung hätten zahlreiche Fahrgäste stürzen können. Dazu kam es nicht, weil die Zeugen Mutter und Tochter rechtzeitig von den Gleisen holten.
Die Angeklagte ist in der Psychiatrie untergebracht
Außerdem muss sich die Frau vor dem Landgericht wegen eines Vorfalls aus dem Oktober 2025 verantworten. Sie soll damals in Friedrichshafen einen Mann und eine Frau angegriffen haben. Nach dem Eintreffen der Polizei habe sie sich heftig gewehrt, versucht, sich loszureißen, und nach den Beamten getreten.
Am ersten Verhandlungstag wurde nur die Anklage verlesen. Die Angeklagte, die in der Psychiatrie untergebracht ist, will sich nach Angaben ihrer Verteidigerin selbst zu den Vorwürfen äußern. Neben einer möglichen Verurteilung steht auch eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus im Raum, wie der Vorsitzende Richter erklärte.
Die Verhandlung vor der Schwurgerichtskammer soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Ein Urteil könnte in der kommenden Woche fallen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Fortsetzung der Verhandlung vor der Schwurgerichtskammer
Very likely · Within days
Mögliches Urteil
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wie lautet die Einlassung der Angeklagten zu den Vorwürfen?
- Wie entscheidet das Gericht über die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus?
