Im Hamburger Prozess um die Entführung der Kinder von Christina Block sorgt die Veröffentlichung vertraulicher Gutachtenteile für Unmut bei der Verteidigung.
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Die Kinder wurden in der Silvesternacht 2023/2024 ihrem Vater entrissen und nach Deutschland gebracht. Dem Vorfall ging ein langjähriger Sorgerechtsstreit voraus.
Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder haben mehrere Verteidiger ihre Verärgerung darüber geäußert, dass Teile eines nicht öffentlichen Gutachtens in die Öffentlichkeit gelangt seien. Seine Mandantin sei erschüttert, sagte Ingo Bott, der Anwalt der angeklagten Unternehmerin Christina Block.
„Mir gefällt das auch nicht“, sagte die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt. Sie habe aber keinen Einfluss darauf, ob jemand etwas weitergebe, und sei nicht der „Wachhund“ oder „Babysitter“ für die Prozessbeteiligten. Verteidiger David Rieks, der Blocks Lebensgefährten Gerhard Delling vertritt, merkte an, die Staatsanwaltschaft könne aber etwas dagegen unternehmen.
In Abwesenheit der Zuschauer hatte die Sachverständige Mareike Schüler-Springorum die Folgen der Entführung in der Silvesternacht 2023/2024 für die Kinder beschrieben. Sie waren damals ihrem Vater entrissen, in ein Auto gezerrt und nach Deutschland gebracht worden. Nach vier Verhandlungstagen hatte die Kammer die Öffentlichkeit wieder zugelassen.
Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“ bestreitet die Vorwürfe. Der Tat vorausgegangen war ein langer Sorgerechtsstreit. Nach einem Wochenendbesuch hatte der Vater Stephan Hensel die Kinder nicht wie vereinbart zur Mutter zurückgebracht.
Es gibt noch sechs weitere Angeklagte, darunter Sportmoderator Delling (67), dem Beihilfe vorgeworfen wird. Nur einer der Beschuldigten, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt.

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