Razzien gegen LGBT-Aktivisten in der Türkei: 26 Festnahmen
Bei landesweiten Razzien in der Türkei sind Dutzende Menschen festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft den Vereinen unter anderem Prostitution und die Beeinflussung Minderjähriger vor.
Quick Look
- In der Türkei wurden bei landesweiten Razzien gegen LGBT-Aktivistenvereine 26 Menschen festgenommen.
- Die Staatsanwaltschaft wirft den Betroffenen unter anderem Vereinsgründung zum Begehen von Straftaten und Prostitution vor.
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Why It Matters
In der Türkei stehen LGBT-Organisationen und deren Rechte zunehmend unter Druck von Behörden und Justiz.
In der Türkei sind bei landesweiten Razzien gegen mehrere LGBT-Aktivistenvereine 26 Menschen festgenommen worden.
Zuvor seien Ermittlungen wegen »Vereinsgründung zum Begehen einer Straftat, Prostitution, Obszönität« sowie Drogenbesitz eingeleitet worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Gruppe Kaos GL, die sich für die Rechte von Homo- und Bisexuellen, Transmenschen und queeren Personen (LGBTQ) einsetzt, schrieb auf der Plattform X, die Polizei sei in ihre Vereinsräumlichkeiten eingedrungen und habe Mitglieder des Vorstands festgenommen.
Die Razzien fanden an 38 Adressen statt, darunter Wohnhäuser, Arbeitsstätten und Vereine. Betroffen waren neben Istanbul unter anderem die Städte Ankara, Izmir und Antalya. Nach weiteren Menschen werde gefahndet. Die Staatsanwaltschaft wirft den Vereinen laut dem Bericht von Anadolu vor, durch ihre Aktivitäten Minderjährige in Bezug auf ihre sexuelle Orientierung und ihre Geschlechtsidentität zu beeinflussen.
Die Razzien sollten demnach verhindern, dass die angeblichen Aktivitäten in der Gesellschaft »als normal angesehen werden«, hieß es weiter. Die Polizeieinsätze standen laut der Staatsanwaltschaft unter dem Motto »Meine Familie ist in Sicherheit«.
Open Questions
- Wann werden die Festgenommenen dem Haftrichter vorgeführt?
- Wie viele weitere Personen werden gesucht?



