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Alberta ist eine ölreiche und konservative Provinz im Westen Kanadas mit etwa fünf Millionen Einwohnern. Eine Unabhängigkeitsbewegung existiert dort bereits länger, getrieben von kulturellen und wirtschaftlichen Gründen, darunter Widerstand gegen Umweltauflagen in der Ölindustrie. Die Premierministerin Danielle Smith setzte das Referendum trotz ihrer eigenen Unterstützung für den Verbleib in Kanada um.
Die kanadische Provinz Alberta ist ölreich und konservativ. Eine kleine Unabhängigkeitsbewegung gibt es dort schon länger. Jetzt gibt es ein Referendum. Die Umfragen scheinen eindeutig.
Die Provinz Alberta stimmt über eine mögliche Abspaltung von Kanada ab. (Archivbild) Foto: Jeff Mcintosh/Canadian Press via ZUMA Press/dpa
Edmonton. Die Bewohner und Bewohnerinnen der ölreichen Provinz Alberta können heute per Referendum über einen möglichen Weg hin zu einer von einer Minderheit immer wieder geforderten Abspaltung von Kanada abstimmen. Die Stimmberechtigten sollen dabei entscheiden, ob ihre Provinz Teil Kanadas bleiben soll oder ob ein Prozess eingeleitet werden soll, der zu einem rechtlich bindenden weiteren Referendum über eine Abspaltung führt.
In Umfragen hatte sich zuletzt eine große Mehrheit für den Verbleib als Teil Kanadas ausgesprochen – etwa 70 Prozent. Rund 20 Prozent sprachen sich dagegen aus. Der Rest zeigte sich unentschieden. Wer wollte, konnte seine Stimme bereits per Brief oder persönlich im Voraus abgeben.
Provinz ist für Nationalparks in den Rocky Mountains berühmt
Die kanadische Provinz Alberta mit rund fünf Millionen Einwohnern liegt im Westen des flächenmäßig zweitgrößten Landes der Erde und ist bei Touristen vor allem für ihre Nationalparks in den Rocky Mountains beliebt. Ein Großteil der Bewohner und Bewohnerinnen lebt in den Metropolen Edmonton und Calgary.
Eine Bewegung, die unter anderem aus kulturellen und wirtschaftlichen Gründen die Abspaltung von Kanada fordert, gibt es in der als sehr konservativ geltenden Provinz schon länger. Einige Vertreter der Ölindustrie beispielsweise fühlen sich von Umweltauflagen eingeschränkt. Auch viele Demonstranten, die während der Corona-Pandemie gegen Einschränkungen und Impfvorschriften protestiert hatten, schlossen sich später der Unabhängigkeitsbewegung an.
Obwohl die Bewegung stets eine Minderheit darstellte, konnte sie Albertas konservative Premierministerin Danielle Smith dazu bewegen, das Referendum anzusetzen. Smith sprach sich allerdings immer für einen Verbleib als Teil Kanadas aus.
Premierminister Carney gegen Abspaltung: „Kanada funktioniert“
Auch Kanadas Premierminister Mark Carney hatte sich immer wieder deutlich gegen eine Abspaltung ausgesprochen. „Kanada funktioniert“, hatte Carney beispielsweise zuletzt bei einer Veranstaltung in der Provinz gesagt. „Generationen von Menschen aus Alberta haben mitgeholfen, dieses Land aufzubauen. Es ist eures. Es ist unseres. Und es ist es wert, dafür zu kämpfen.“
Beide großen politischen Parteien des Landes haben sich ebenfalls immer wieder deutlich gegen eine Abspaltung ausgesprochen. Aus der US-Regierung von US-Präsident Donald Trump kam dagegen Unterstützung für die Unabhängigkeitsbewegung.
Trump kokettiert mit Kanada als 51. Bundesstaat der USA
Die USA und Kanada befinden sich aktuell in einem festgefahrenen Handelsstreit, der zuletzt wieder eskaliert war. US-Präsident Trump hatte Kanada immer wieder gedroht und damit kokettiert, dass das Nachbarland 51. Bundesstaat der USA werden könnte. Da müsse Kanada gegenhalten und das ginge nur gemeinsam, sagte Premierminister Carney. „Wir müssen stark sein und gemeinsam sind wir stärker.“
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Die Mehrheit der Albertaner wird für den Verbleib in Kanada stimmen.
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