
Staat verzeichnet Rekordeinnahmen bei Erbschaftsteuer, während Volkswagen über Sparmaßnahmen und Stellenabbau verhandelt.
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Volkswagen ringt aufgrund von Kostendruck und Wettbewerb um die Zukunft seiner deutschen Standorte. Gleichzeitig stiegen die Erbschaftsteuereinnahmen des Staates durch hohe Vermögensübertragungen auf ein Rekordniveau.
Die Einnahmen des deutschen Staates aus der Erbschaft- und Schenkungsteuer sind im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert geklettert. Insgesamt setzten die Finanzverwaltungen 21,4 Milliarden Euro fest, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte nach einem Bericht des Finanzdienstes Reuters. Dies ist ein Plus von 60,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der höchste jemals gemessene Wert. Ausschlaggebend war demnach vor allem ein sprunghafter Anstieg bei der Besteuerung sehr großer Vermögensübertragungen von mindestens 20 Millionen Euro. Hier hat sich die festgesetzte Steuer mehr als verdoppelt (plus 146,8 Prozent).
Sowohl die festgesetzte Erbschaftsteuer als auch die Schenkungsteuer erreichten dabei neue Spitzenwerte. Das Steueraufkommen auf Erbschaften erhöhte sich um 57,1 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2021 lag bei 9,0 Milliarden Euro. Bei den Schenkungen zu Lebzeiten gab es einen noch kräftigeren Zuwachs von 67,3 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Insgesamt wurde im Jahr 2025 Vermögen im Wert von 141,1 Milliarden Euro übertragen, ein Plus von gut 23 Prozent.
Grund für die höheren Veranlagungen waren vor allem Übertragungen von Unternehmensanteilen und Betriebsvermögen. So wurden mit 16,8 Milliarden Euro mehr als doppelt so viele Anteile an Kapitalgesellschaften veranlagt wie im Vorjahr, was einem Plus von knapp 129 Prozent entspricht. Das übertragene Betriebsvermögen wuchs um 19 Prozent auf 25,6 Milliarden Euro, wobei hier vor allem Schenkungen ins Gewicht fielen. Das übertragene Grundvermögen legte um 11,2 Prozent auf 51,6 Milliarden Euro zu.
Das Bundesamt wies darauf hin, dass die meisten Vermögensübergänge innerhalb der persönlichen Freibeträge liegen. Diese sind in der Regel nicht steuerpflichtig und damit nicht in der Statistik enthalten. Zudem weist die Statistik bestimmte Steuererlasse nicht aus. Bei der sogenannten Verschonungsbedarfsprüfung für Unternehmensvermögen wurden im vergangenen Jahr Steuern in Höhe von 3,7 Milliarden Euro erlassen. Davon entfielen 3,4 Milliarden Euro auf Schenkungen.
Wie geht es weiter mit den VW-Standorten? Nach dem Auftakt in Wolfsburg reist Volkswagen-Chef Oliver Blume am Mittwoch nach Emden und Zwickau. In beiden Werken des Autobauers sind außerordentliche Betriebsversammlungen einberufen, bei denen die VW-Führung der Belegschaft Rede und Antwort zu ankündigten Sparmaßnahmen stehen soll.
Die Produktionen in Ostfriesland und Sachsen stehen seit der Ankündigung weiterer Sparvorhaben Fokus. Sie gehören nach Angaben der VW-Führung neben dem Werk für VW-Nutzfahrzeuge in Hannover und dem Audi-Werk in Neckarsulm zu den Standorten, für die es noch keine wettbewerbsfähige Nutzung für die 2030er-Jahre gibt.
„Das heißt aber nicht, dass Werksschließungen beschlossen sind“, betonte Blume zuletzt immer wieder. Ziel sei es, in den nächsten sechs bis zwölf Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen. In Emden und Zwickau hatte VW in den vergangenen Jahren viel Geld in den Umstieg auf Elektromobilität investiert.
Im US-Prozess gegen den Meta-Konzern wegen Social-Media-Sucht hat Instagram-Chef Adam Mosseri Versäumnisse zugegeben. Instagram verschwieg bei der Einführung neuer Funktionen zum Schutz junger Nutzerinnen und Nutzern, dass diese in Testphasen kaum genutzt worden waren, wie Mosseri in seiner Aussage vor Gericht sagte. Die „enttäuschend niedrige Nutzungsrate“ habe sich seitdem aber „deutlich verbessert“.
In der Krise bei Volkswagen ist aus Sicht der Linken-Politikerin Heidi Reichinnek die Bundesregierung gefordert. „Statt das Verbrenner-Aus zurückzudrehen, braucht es konsequente Schritte zur E-Mobilität durch verlässliche und klare Vorgaben sowie ein großangelegtes Investitionspaket“, sagte die Chefin der Linksfraktion im Bundestag der Deutschen Presse-Agentur. Auch brauche es mehr Mitbestimmung in den Betrieben, um das Know-how der Beschäftigten zu nutzen.
Reichinnek übte scharfe Kritik am Management des Konzerns. „VW hat in den letzten fünf Jahren fast 30 Milliarden Euro an seine Aktionäre ausgeschüttet, statt ausreichend in die Zukunft des Unternehmens zu investieren“, sagte sie. „Dafür will die Konzernspitze nun die Belegschaft bluten lassen, indem vier Werke geschlossen und weitere 50.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen.“ Durch den Fokus auf Rendite für wenige fahre das Management das Unternehmen an die Wand, sagte Reichinnek.
Im Ringen um die Zukunft von Volkswagen wollen die Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen Insidern zufolge jeweils eigene Konzepte vorschlagen. Zur Aufsichtsratssitzung des Dax-Konzerns am 4. September gebe es drei Beschlussvorlagen, sagten drei mit dem Vorgang Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.
Neben der des Konzernvorstandes gebe es einen Vorschlag vom Großaktionär Niedersachsen und einen von den Vertretern der Arbeitnehmerschaft. Ein Sprecher des Aufsichtsrats, der Betriebsrat und das Land Niedersachsen lehnten einen Kommentar ab.
Der Umbau- und Sparplan von VW-Chef Oliver Blume, der den Fortbestand deutscher Werke und von 50.000 Arbeitsplätze in Frage stellt, war im Juli durch die Ablehnung der Arbeitnehmer und der Vertreter des Landes Niedersachsen im Aufsichtsrat gescheitert. Am 4. September soll das Kontrollgremium abermals beraten.
Der Volkswagen-Konzern will die Hälfte von möglicherweise rund 50.000 zu streichenden Stellen in Deutschland abbauen. „Aus heutiger Sicht entfällt etwa die Hälfte des Anpassungsbedarfs auf Deutschland, die andere international – in insgesamt rund 170 Gesellschaften“, sagte Konzernchef Oliver Blume nach Angaben des Unternehmens am Dienstag bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg. Der Vorstand werde „auch künftig so weit wie möglich auf freiwillige Personalinstrumente setzen“.
Blume nannte etwa Renteneintritte, einvernehmliche Vereinbarungen, „natürliche Fluktuation sowie eine restriktive Einstellungspolitik“. Auch solle die Altersteilzeit „für weitere Jahrgänge“ geöffnet werden, fuhr er fort. „Die konkreten Schritte werden wir mit den Arbeitnehmervertretern beraten.“ Der Konzernchef bekräftigte dabei, dass die „häufig genannte Zahl von rund 50.000 Stellen“ weltweit „keine Zielgröße“ sei. „Sie ist eine theoretische Rechengröße – abgeleitet von unseren Kosten. Heute liegen wir rund 30 Prozent über dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen“, gab Blume weiter an. Der Konzernvorstand stehe „geschlossen hinter dem Zukunftsplan“.
In der Wolfsburger VW-Zentrale hat die Serie von Betriebsversammlungen beim kriselnden Autobauer begonnen. VW-Chef Oliver Blume betonte gegenüber der Belegschaft die Notwendigkeit weiterer Einsparungen. „Wir müssen Komplexität reduzieren, unsere Strukturen konsequent verschlanken und Kosten senken“, sagte Blume in seiner Rede bei der Betriebsversammlung im Wolfsburger Werk.
Knapp ein Jahr nach seiner Rückkehr als Vorstandschef nimmt Uwe Röhrhoff beim Verpackungshersteller Gerresheimer vorzeitig den Hut. Die Nachricht sorgte am Dienstag an der Börse für einen Kursrutsch. Die Papiere verloren vorbörslich rund neun Prozent. Röhrhoff habe sein Mandat auf eigenen Wunsch beendet, teilte der Düsseldorfer Konzern mit. Seine Aufgaben übernähmen bis auf Weiteres die beiden Vorstände Wolf Lehmann und Achim Schalk. Röhrhoffs Vertrag lief ursprünglich bis Oktober 2026.
Die Volkswagen-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat sich klar gegen Entlassungen und Werksschließungen bei VW ausgesprochen. „Wir schließen betriebsbedingte Kündigungen definitiv aus“, sagte die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende am Montagabend nach einem Treffen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies (SPD) im VW-Nutzfahrzeugwerk Hannover. Auch Werksschließungen seien „für uns keine Option“.
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Aufsichtsratssitzung am 4. September zur VW-Strategie.
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IG-Metall-Chefin Daniela Cavallo fordert von VW soziale Absicherung und Zukunftskonzepte statt reiner Kostenreduktion. Unterdessen verlangt Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies neue Zölle auf Hybridautos und den Erhalt aller VW-Standorte im Bundesland.

Im ersten Halbjahr 2026 erreichte die Girocard mit 4,21 Milliarden Transaktionen einen neuen Rekord. Besonders kontaktloses Bezahlen boomt, während der Durchschnittsbetrag pro Zahlung auf 36,12 Euro sank. Neue Funktionen für In-App-Zahlungen sind für 2027 geplant.

Der deutsche Staat verzeichnete im ersten Halbjahr ein Defizit von 71,3 Milliarden Euro, was 3,1 Prozent des BIP entspricht. Hauptursachen sind gestiegene Verteidigungsausgaben, Investitionen aus Sondervermögen sowie höhere Zinslasten.

Das WSI-Tarifarchiv erwartet für 2026 einen realen Lohnzuwachs von 0,7 Prozent für über 15 Millionen Beschäftigte. Trotz nominaler Steigerungen von 3,1 Prozent bleiben die Kaufkraftverluste der Jahre 2021 bis 2023 jedoch noch nicht vollständig kompensiert.

Auf einer VW-Betriebsversammlung in Wolfsburg stieß VW-Chef Oliver Blume auf massiven Widerstand der Belegschaft. Betriebsratschefin Daniela Cavallo kritisierte den geplanten Sparkurs und mangelnde Transparenz bei den Stellenabbauplänen.

Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im August auf 88,8 Punkte. Trotz Energiepreisen und geopolitischer Risiken zeigt sich die deutsche Wirtschaft widerstandsfähig. Zudem wuchs das BIP im Frühjahr mit 0,3 Prozent stärker als zunächst angenommen.