Rückkehr zur Todesstrafe: Sechs Menschen in Jordanien hingerichtet
Quick Look
- Jordanien hat erstmals seit 2017 wieder sechs Straftäter hingerichtet.
- Die Männer wurden wegen Terrorismus- und Drogendelikten zum Tode verurteilt.
- Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International kritisieren die Hinrichtungen scharf.
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Die Todesstrafe wurde in Jordanien vor zwölf Jahren wieder eingeführt und seither nur sporadisch vollstreckt. Die letzten Hinrichtungen fanden 2017 statt.
Dieser Ausdruck wurde am 23.06.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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Rückkehr zur Todesstrafe Sechs Menschen in Jordanien hingerichtet
Über Jahre wurde die Todesstrafe in Jordanien nur noch sporadisch vollstreckt. Nun hat die Justiz dort sechs Straftäter erhängt. Menschenrechtsorganisationen sind alarmiert.
23.06.2026, 16.49 Uhr
In Jordanien sind zum ersten Mal seit fast zehn Jahren verurteilte Straftäter hingerichtet worden. Es seien die ersten Hinrichtungen seit 2017, teilt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mit. Die sechs Hinrichtungen am selben Morgen seien eine »deutliche Rückkehr« zu einer Praxis, die das Königreich seit Wiedereinführung der Todesstrafe vor zwölf Jahren eigentlich nur sporadisch eingesetzt habe, kritisiert die Organisation.
Die sechs Männer wurden am Sonntag erhängt, wie ein Regierungssprecher der staatlichen Nachrichtenagentur Petra zufolge sagte. Sie wurden verurteilt wegen Terrorismus- und Drogendelikten, bei denen im Land in Fällen ab 2014 unter anderem mehrere Sicherheitskräfte getötet worden waren.
Insbesondere durch Exekutionen in Iran ist die Zahl der weltweit erfassten Hinrichtungen im vergangenen Jahr massiv gestiegen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verzeichnete 2025 mindestens 2707 Hinrichtungen in 17 Ländern. Jordanien setzt die Todesstrafe wie Iran oder Ägypten durch Erhängen um.
czl/dpa
Open Questions
- Werden weitere Hinrichtungen folgen?
- Wie wird die internationale Gemeinschaft reagieren?



