Sachsen-Anhalt reduziert Personalbestand um über 1.100 Stellen durch Einstellungsstopp
Quick Look
- Der Personalbestand in der sachsen-anhaltischen Landesverwaltung ist aufgrund des Einstellungsstopps 2025/2026 von 41.897 auf 40.725 Vollzeitäquivalente gesunken, was einer Einsparung von mehr als 1.100 Stellen entspricht.
- Finanzminister Michael Richter (CDU) erwartet eine finanzielle Entlastung von rund 180 Millionen Euro für beide Jahre, wobei Ausnahmen für Polizisten, Lehrer, Referendare, Auszubildende und Spezialisten wie im LKA und bei Amtsärzten gelten.
- Die Nachbesetzungssperre soll bis zum Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes für 2027 fortgesetzt werden, um die Haushaltslücke zu schließen.
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Why It Matters
Sachsen-Anhalt hat einen Einstellungsstopp für die Jahre 2025 und 2026 verhängt, um die steigenden Personalkosten im Landeshaushalt zu bremsen. Die Ausgaben für Personal lagen 2025 bei etwa 4,51 Milliarden Euro und sollen in diesem Jahr bei rund 4,62 Milliarden Euro liegen.
In der sachsen-anhaltischen Landesverwaltung ist der Personalbestand im Zuge eines Einstellungsstopps 2025/2026 deutlich gesunken. «Wir haben insgesamt einen Effekt von rund 180 Millionen für beide Jahre zusammen erwartet und ich gehe mal davon aus, dass wir da auch ankommen werden. Die genaue Abrechnung erfolgt dann in 2027», sagte Finanzminister Michael Richter (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.
Ende 2024 gab es im Land 41.897 sogenannte Vollzeitäquivalente, Ende August 2026 waren es 40.725. Diese Zahl gibt an, wie viele volle Arbeitsstellen einer bestimmten Arbeitsleistung entsprechen. Teilzeit- und Vollzeitkräfte werden dabei auf eine einheitliche Kennzahl umgerechnet. Dadurch lässt sich der tatsächliche Personaleinsatz vergleichbar darstellen - unabhängig davon, wie viele Stunden einzelne Beschäftigte arbeiten. Rechnerisch wurden also mehr als 1.100 Stellen eingespart.
«Man muss das Personal weiter reduzieren»
«Wir haben immer noch einen sehr großen Personalkörper», sagte Richter. «Man muss das Personal weiter reduzieren. Ansonsten kriegt man die Haushaltslücke nicht ansatzweise geschlossen. Das geht übrigens anderen Ländern nicht anders.» Eine Beeinträchtigung des Dienstbetriebs durch die Nachbesetzungssperre kann das Finanzministerium nicht erkennen.
Sachsen-Anhalt hat den Einstellungsstopp für die Jahre 2025 und 2026 verhängt, um die Personalkosten im Landeshaushalt zu bremsen. Die Ausgaben sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, 2025 lagen sie bei etwa 4,51 Milliarden Euro. In diesem Jahr liegt der Ansatz für die Personalausgaben bei rund 4,62 Milliarden Euro.
Ausnahmen im LKA und bei Amtsärzten
Die Nachbesetzungssperre gilt nicht für alle Bereiche, ausgenommen sind etwa Polizisten und Lehrer. Auch Referendare, Anwärter und Auszubildende können übernommen werden. Bei Spezialisten wurden ebenfalls Ausnahmen genehmigt. «Wenn Sie im LKA nicht jemanden haben, der in der Lage ist, DNA auszuwerten, dann ist klar, dass man da eine Ausnahme zulässt. Ebenso ist es bei Amtsärzten, die sowieso schwer genug zu finden sind», sagte Richter.
Bis zum Inkrafttreten eines Haushaltsgesetzes für das Jahr 2027 gilt die Nachbesetzungssperre weiter. Da sich die Aufstellung des Landesetats noch hinziehen wird, dürfte es über mehrere Monate weiterhin nur wenige Neueinstellungen geben.
What to Watch
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Die Nachbesetzungssperre wird bis zum Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes für 2027 fortgesetzt.
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Die finanzielle Entlastung durch den Einstellungsstopp wird rund 180 Millionen Euro für die Jahre 2025 und 2026 betragen.
Likely · Within years
Open Questions
- Wie genau wird die finanzielle Entlastung von 180 Millionen Euro berechnet?
- Welche langfristigen Auswirkungen hat der Personalabbau auf die Verwaltungseffizienz?
- Wird der Einstellungsstopp nach 2026 verlängert oder angepasst?
