Samoas Premierminister entschuldigt sich für Hitlergruß-Video aus dem Jahr 2007
Der samoanische Regierungschef Laaulialemalietoa hat um Verzeihung für eine Aufnahme gebeten, die ihn beim Zeigen des Hitlergrußes im Jahr 2007 zeigt.
Quick Look
- Samoas Premierminister Laaulialemalietoa Leuatea Schmidt hat sich auf Facebook für ein Video aus dem Jahr 2007 entschuldigt, das ihn beim Zeigen des Hitlergrußes auf einer Privatveranstaltung zeigt.
- Er distanzierte sich von jeglichem Extremismus.
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Why It Matters
Samoa war von 1900 bis 1914 deutsche Kolonie und wurde anschließend bis zur Unabhängigkeit 1962 von Neuseeland verwaltet.
Samoas Premierminister Laaulialemalietoa Leuatea Schmidt hat um Verzeihung für ein Video aus dem Jahr 2007 gebeten, in dem er den Hitlergruß zeigt. Er entschuldige sich dafür, die Worte »Heil Hitler« sowie die entsprechende Geste genutzt zu haben, teilte er auf Facebook mit.
Warum er dies tat, weiß er offenbar nicht mehr.
»Was auch immer der Kontext oder die Absicht bei jenem Treffen vor zwanzig Jahren war, erkenne ich an, dass diese Worte und die Geste unangemessen waren und imstande, Kränkungen sowie Verletzungen zu verursachen«, heißt es. Und weiter: »Ich lehne Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassismus und jegliche Form von politischem Extremismus ab.«
Über die Aufnahme von einer Privatveranstaltung im Jahr 2007 hatte zuvor der »Samoa Observer« berichtet. Samoa war von 1900 bis 1914 deutsche Kolonie und wurde anschließend lange von Neuseeland verwaltet. Erst 1962 wurde der Pazifikstaat unabhängig.
Laut der Zeitung, die lediglich ein Standbild veröffentlichte, zeigt das sieben Sekunden lange Video den damaligen stellvertretenden Parlamentspräsidenten, wie er zunächst »Hipp, hipp« in ein Mikrofon ruft. Die Anwesenden antworten mit »Hurra«. Anschließend sagte er: »Hebt eure rechte Hand, Heil Hitler!« Das Standbild zeigt ihn und Umstehende mit gestrecktem rechten Arm. Im Bericht des »Samoa Observer« nannten mehrere Historiker den Vorfall »verstörend« und »besorgniserregend«.
Laaulialemalietoa, oft nur Laauli genannt, ist seit September 2025 Premierminister von Samoa. Er ist gläubiger Christ und setzte im Wahlkampf auf das Thema Religion. Nach seiner Amtseinführung sagte er unter anderem, Samoa stünde »an der Seite Israels«, das er als »Land Gottes« bezeichnete.
Der 60-Jährige verwies darauf, dass das Hitlergruß-Video von einem privaten Familientreffen stammt und »nicht für die Öffentlichkeit bestimmt« gewesen sei. Personen in öffentlichen Ämtern sollten ihm zufolge zuhören und Verantwortung übernehmen – »da, wo Kritik gerechtfertigt ist«. Damit betrachte er die Sache als erledigt.
Open Questions
- Wie kam das Video nach 20 Jahren an die Öffentlichkeit?

