
Zulieferer baut rund 18 Prozent seiner deutschen Stellen ab, um jährlich 300 Millionen Euro zu sparen
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Schaeffler ist ein Auto- und Industriezulieferer mit knapp 32.000 Beschäftigten in Deutschland. Das Unternehmen hat bereits früher beschlossene Abbauprogramme und verschärft nun seinen Sparkurs aufgrund der Automobilkrise in Europa.
Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler streicht Tausende weiterer Arbeitsplätze und schließt vier deutsche Werke. Damit verschärft der Konzern seinen Sparkurs erheblich.
Das Unternehmen will in Europa weitere 3460 Stellen abbauen, davon 2660 in Deutschland, wie es in einer Mitteilung bekannt gab. Das sind rund neun Prozent der derzeit knapp 32.000 Beschäftigten des Konzerns in Deutschland. Inklusive bereits früher beschlossener Programme baut Schaeffler damit rund 18 Prozent seiner deutschen Arbeitsplätze ab.
Konkret sollen in Deutschland demnach auch die Werke in Dortmund mit 430 Beschäftigten und im rheinland-pfälzischen Morbach mit 160 Mitarbeitenden schließen. An beiden Standorten werden Produkte für Verbrennungsmotoren hergestellt. Zudem sollen die Standorte Berlin und das nahe Frankfurt am Main gelegene Schwalbach geschlossen werden. In Berlin fallen dadurch 270 Stellen weg; der Großteil der rund 385 Beschäftigten in Schwalbach soll ins Schaeffler-Werk in Frankfurt wechseln.
Überdies plant der Konzern, die Produktion in Höchstadt, Erlangen, Schweinfurt, Herzogenaurach, Bühl, Nürnberg und Regensburg umzustrukturieren und teils zu schrumpfen.
Darüber hinaus soll die verbleibende Belegschaft in den kommenden beiden Jahren freiwillig auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. »Ohne den Solidaritätsbeitrag wäre der Stellenabbau nochmals größer ausgefallen«, heißt es in der Konzern-Mitteilung.
Das jährliche Ergebnis soll sich durch die Maßnahmen ab 2030 um 300 Millionen Euro verbessern. Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld veranschlagt für das Sparprogramm Einmalkosten von rund 480 Millionen Euro. Der Konzern begründete die weiteren Einschnitte mit der »Automobilkrise in Europa«, die weitere Gegenmaßnahmen und strukturelle Anpassungen erfordere.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Stellenabbau und die Werksschließungen werden wie angekündigt umgesetzt.
Very likely · Within months
Die jährlichen Einsparungen von 300 Millionen Euro treten ab 2030 in Kraft.
Likely · Within years

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