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Schießerei bei Rave-Veranstaltung in der Schweiz: Eine Tote und fünf Verletzte
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Die Zeit2 hours agoCrime2 min readGermanyView translation

Schießerei bei Rave-Veranstaltung in der Schweiz: Eine Tote und fünf Verletzte

Auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins in Aarau fielen am frühen Sonntagmorgen Schüsse. Die Polizei fahndet intensiv nach den Tätern.

Quick Look

  • Bei einer Rave-Veranstaltung in Aarau, Schweiz, wurde eine 22-jährige Frau durch Schüsse getötet, fünf weitere Personen wurden verletzt.
  • Die Polizei fahndet nach den Tätern, das Motiv ist bisher unklar.

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Why It Matters

Die Veranstaltung fand auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins statt und war als größter Rave der Nordwestschweiz beworben worden.

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Bei einer Rave-Veranstaltung ist in der Schweiz eine 22-jährige Frau durch einen Schuss oder mehrere Schüsse getötet worden. Vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren seien teils schwer verletzt worden, berichtete die Kantonspolizei Aargau. Alle Opfer hätten ihren Wohnsitz in der Schweiz, so die Behörden. Ein oder mehrere Täter hatten am frühen Sonntagmorgen zahlreiche Schüsse abgegeben. Das Motiv für das Geschehen ist noch unklar. Nach dem oder den Tätern wurde intensiv gefahndet.

Polizei: Zeitpunkt spricht eher gegen Anschlag

Als Motiv seien unter anderem eine Abrechnung oder ein Anschlag denkbar, sagte ein Polizeisprecher. Gegen Letzteres spreche der Zeitpunkt. Die Veranstaltung, die von Samstagnachmittag bis 02.00 Uhr am Sonntag geplant war, sei bereits beendet gewesen und es hätten sich wohl nur noch etwa Hundert Menschen auf dem Gelände befunden. Eine genaue Anzahl könne er nicht nennen, sagte der Sprecher. Die ersten Notrufe bei der Polizei seien um 2.30 Uhr eingegangen. Daraufhin seien die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot ausgerückt.

Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, das Gebiet zu meiden. Es blieb am Sonntag weiträumig abgesperrt. Aber weniger wegen einer akuten Gefahr, sondern zum Zweck der Spurensicherung, so der Polizeisprecher.

Die Polizei bat darum, Video- und Bildmaterial an den Instagram-Kanal der Kantonspolizei Aargau zu senden. Der blutige Vorfall spielte sich bei einem seit Jahren etablierten Rave-Event auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins ab. Der Verein sprach allen Angehörigen sein Mitgefühl aus. Aarau im Kanton Aargau liegt etwa 40 Kilometer westlich von Zürich.

Tausende wurden zum Event auf Rennbahn erwartet

«Die Aarauer Rave-Party wurde von einem schweren Ereignis überschattet. Die zuständigen Einsatzkräfte wurden umgehend alarmiert und waren mit den notwendigen Mitteln vor Ort, um die Situation zu bewältigen und die erforderlichen Massnahmen einzuleiten», schrieb der Verein in einer Mitteilung.

Die Veranstalter hatten rund 3.500 Personen erwartet, wie es auf der Website hieß. «Das Eventgelände rund um die größte Rennbahn der Schweiz bietet eine Location, die spezieller nicht sein könnte», hatte der Veranstalter den «größten Rave in der Nordwestschweiz» im Vorfeld beworben.

Zeugen: «Es war schrecklich»

Gegenüber der Schweizer Zeitung «Blick» äußerten sich mehrere Zeugen. Zunächst hätten die Besucher die Schüsse für ein Feuerwerk gehalten, so eine Frau. Dann habe jemand «Alle runter!» gerufen. Die Gruppe habe sich daraufhin unter dem DJ-Pult versteckt. Eine Frau sei von einer Kugel getroffen worden. Alle Besucher des Raves seien von der Polizei in eine Turnhalle gebracht worden. «Es war schrecklich», so die Zeugin gegenüber der Zeitung.

Auch der DJ der Veranstaltung äußerte sich tief betroffen. Was auf dem Rave passiert sei, sei absolut herzzerreißend, schrieb DJ Tekibo in einer Instagram-Story. «Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein.» Er versuche immer noch, das Ganze zu verarbeiten. Er habe einen wichtigen Menschen verloren und finde einfach nicht die richtigen Worte. Er werde sich für eine bestimmte Zeit zurückziehen, kündigte er an.

Auch Polizei auf deutscher Seite an Fahndung beteiligt

Nach dem Vorfall war auch die Polizei auf deutscher Seite an den allgemeinen Fahndungsmaßnahmen beteiligt. Dies sei reine Routine in der Polizeiarbeit, betonte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg. Angaben zu den konkreten Maßnahmen machte er nicht. Der Kanton Aargau liegt an der deutschen Grenze. Eine Flucht bis nach Deutschland dauere von Aarau aus nur etwa 40 Minuten, sagte ein Polizeisprecher.

Open Questions

  • Wer sind die Täter?
  • Was ist das Motiv für die Tat?

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This article was originally published by Die Zeit.

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